Renault: Moskwitsch könnte elektrisch wiederkommen

Renault verkauft seine Anteile am Russlandgeschäft an die Stadt Moskau. Die hat schon genaue Pläne, welche Fahrzeuge vom Band rollen sollen.

Artikel veröffentlicht am , /dpa
Der legendäre Moskwitsch könnte künftig als E-Auto wiederkommen. Hier ein modernisiertes Modell in Havanna.
Der legendäre Moskwitsch könnte künftig als E-Auto wiederkommen. Hier ein modernisiertes Modell in Havanna. (Bild: ADALBERTO ROQUE/AFP via Getty Images)

Der französische Autobauer Renault stellt seine Aktivitäten in Russland wegen des Krieges in der Ukraine komplett ein und gibt alle Unternehmensbeteiligungen ab. Wie der Konzern am Montag in Boulogne Billancourt mitteilte, verkauft Renault sämtliche Anteile an Renault Russland an die Stadt Moskau sowie seinen Anteil am Hersteller Avtovaz an das Zentralinstitut zur Förderung von Automobil- und Motorenbau (Nami). Für die Avtovaz-Anteile gebe es eine Rückkaufoption in den kommenden sechs Jahren.

Stellenmarkt
  1. Softwareentwickler und Softwaretester im Bereich virtuelle Simulation (gn)
    ESG Elektroniksystem- und Logistik-GmbH, Fürstenfeldbruck bei München
  2. ERP-Systemadministrator (m/w/d)
    Systeme Helmholz GmbH, Großenseebach
Detailsuche

"Heute haben wir eine schwierige, aber notwendige Entscheidung getroffen", sagte Renault-Generaldirektor Luca de Meo. Renault behalte sich die Möglichkeit vor, in einem anderen Kontext nach Russland zurückzukehren. Der Wert der Beteiligungen in Russland von rund 2,2 Milliarden Euro werde zum ersten Halbjahr 2022 ausgebucht. "Ich habe Vertrauen in die Fähigkeit der Renault Group, ihre Transformation weiter zu beschleunigen und ihre mittelfristigen Ziele zu übertreffen", sagte de Meo.

Der Moskauer Bürgermeister Sergej Sobjanin kündigte an, dass das sowjetische Kultauto Moskwitsch künftig wieder in der Fabrik produziert werden soll. Zur Entscheidung von Renault sagte er: "Das ist ihr Recht, aber wir können nicht zulassen, dass ein Kollektiv mit vielen Tausend Arbeitern ohne Beschäftigung bleibt." Deshalb sei beschlossen worden, das Werk zu übernehmen und die Produktion von Pkw unter der "historischen Marke Moskwitsch" neu zu starten. Es werde versucht, den Großteil der Arbeitnehmerschaft zu erhalten.

Erst Verbrenner, dann elektrisch

Technologie-Partner für die Wiedergeburt des Moskauer Automobilwerks Moskwitsch werde der russische Autoriese Kamaz. In einer ersten Etappe sollen Verbrenner produziert werden, später sollen auch Elektroautos hinzukommen. Kamaz und das Ministerium für Industrie und Handel seien auch dabei, die Produktion einer maximalen Anzahl an Zulieferern in Russland anzusiedeln, sagte Sobjanin.

Golem Karrierewelt
  1. LDAP Identitätsmanagement Fundamentals: virtueller Drei-Tage-Workshop
    18.-20.07.2022, Virtuell
  2. Advanced Python – Fortgeschrittene Programmierthemen: virtueller Drei-Tage-Workshop
    23.-25.01.2023, Virtuell
Weitere IT-Trainings

Das Werk in Moskau habe eine lange und ruhmreiche Geschichte: Vor fast 100 Jahren habe dort schon Ford produziert. Über Jahrzehnte sei dort der Moskwitsch gebaut worden, dessen Produktion 2001 eingestellt wurde. Die Zusammenarbeit mit Renault habe 1998 begonnen, schrieb Sobjanin weiter. In dem Werk seien die Modelle Logan, Duster und Sandero vom Band gelaufen. "2022 öffnen wir ein neues Kapitel in der Moskwitsch-Geschichte."

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


Lapje 17. Mai 2022 / Themenstart

Das kommt noch hinzu. Aber die Sanktionen können auch als Antrieb gesehen werden - zum...

appahappa 17. Mai 2022 / Themenstart

Wie alles in Russland, es wird viel angekündigt und am Ende dann nichts umgesetzt.

Madarejuwa 17. Mai 2022 / Themenstart

Elektroautos werden auch in Russland vom Staat gefördert (allerdings nur in Russland...

Oktavian 17. Mai 2022 / Themenstart

Das Video ist lustig, insbesondere der Teil mit dem Crash-Test. Auf Motorhaube und...

Kommentieren



Aktuell auf der Startseite von Golem.de
Microsoft
Exchange Server von gut versteckter Hintertür betroffen

Sicherheitsforscher haben eine Backdoor gefunden, die zuvor gehackte Exchange-Server seit 15 Monaten zugänglich hält.

Microsoft: Exchange Server von gut versteckter Hintertür betroffen
Artikel
  1. Ayn Loki Zero: Dieses PC-Handheld kostet nur 200 US-Dollar
    Ayn Loki Zero
    Dieses PC-Handheld kostet nur 200 US-Dollar

    Es ist das bisher günstigste Modell in einer Reihe von vielen: Der Loki Zero mit 6-Zoll-Display nutzt einen Athlon-Prozessor mit Vega-Grafik.

  2. Ducati V21L: Ducatis elektrische Rennmaschine schafft 275 km/h
    Ducati V21L
    Ducatis elektrische Rennmaschine schafft 275 km/h

    Ducati testet seit einem halben Jahr ein Elektromotorrad für den Rennsport. Der italienische Hersteller nennt Details zu Leistung und Einsatz.

  3. Autonomes Fahren: Fahrerlose Taxis treffen sich und blockieren eine Kreuzung
    Autonomes Fahren
    Fahrerlose Taxis treffen sich und blockieren eine Kreuzung

    Fahrerlose Autos haben manchmal ihren eigenen Willen und können einen Stau verursachen.

Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    Daily Deals • Gigabyte RX 6800 679€ • Samsung SSD 2TB (PS5-komp.) 249,90€ • MindStar (Zotac RTX 3090 1.399€) • Top-Spiele-PC mit AMD Ryzen 7 RTX 3070 Ti 32GB 1.700€ • Nanoleaf günstiger • Alternate (TeamGroup DDR4-3600 16GB 49,99€) Switch OLED günstig wie nie: 333€ [Werbung]
    •  /