Mégane fährt sich angenehm - außer für sehr große Menschen

Wie bei seinem Kleinwagen hat Renault auch die Kompaktklasse mit einem Startknopf ausgestattet. Eigentlich unnötig für ein Elektroauto - es gibt ja nichts zu starten. Der Polestar 2 oder VW ID.4 werden einfach dadurch aktiviert, dass sich jemand auf den Fahrersitz setzt. Bei Renault wird noch die Zündung betätigt. Nun gut.

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Doch was dann folgt, entschädigt: Der Sitz ist beim Einsteigen weit hinten, doch nach dem Druck auf den Startknopf fährt er automatisch in die vorher eingestellte Position. Das ist ein schickes Gimmick - allerdings unpraktisch, wenn im Fond jemand sitzt: Für diese Person wird es dann etwas eng.

Der Wahlschalter, der im Zoe auf der Mittelkonsole sitzt, ist hinter das Lenkrad gewandert. Das scheint bei vielen Elektroautos inzwischen üblich zu sein. Es erinnert an die Lenkradschaltung, die bis 1970er Jahre noch anzutreffen war, erschwert aber denen, die heutige Schaltfahrzeuge gewohnt sind, den Umstieg.

Die Vogelperspektive erleichtert das Rangieren

Das Fahrzeug verfügt über ein Paket mit Assistenzsystemen. Darunter ist auch ein Assistent für das Rückwärtsfahren. Wird der Rückwärtsgang eingelegt, erscheint auf dem großen Display eine 360-Grad-Ansicht des Autos, was das Navigieren oder Einparken vereinfacht.

  • Der Renault Mégane E-Tech-Electric (Bild: Werner Pluta/Golem.de)
  • Die neue Generation des Mégane gibt es nur mit E-Antrieb. Der Verbrenner bleibt aber auf dem Markt. (Bild: Werner Pluta/Golem.de)
  • Das Auto gehört zur Kompaktklasse.  (Bild: Werner Pluta/Golem.de)
  • Es ist eine Kombilimousine und familientauglich. (Bild: Werner Pluta/Golem.de)
  • Es gibt zwei Antriebs- und Akkugrößen sowie Variationen in der Ausstattung. (Bild: Werner Pluta/Golem.de)
  • Praktisch sind die Assistenzsysteme, vor allem auf langen Strecken. (Bild: Werner Pluta/Golem.de)
  • Die Reichweite beträgt je nach Fahrweise rund 350 Kilometer. (Bild: Werner Pluta/Golem.de)
  • Der Verbrauch auf einer Langstrecke etwa 17,5 kWh auf 100 Kilometer. (Bild: Werner Pluta/Golem.de)
  • Blick ins Innere: Die Mittelkonsole ist praktisch. Darin gibt es zwei USB-C-Anschlüsse. (Bild: Werner Pluta/Golem.de)
  • Blick ins Innere: Das Dach fällt nach hinten ab, deshalb ist der Kopfraum beschränkt. (Bild: Werner Pluta/Golem.de)
  • Blick auf Lenkrad und Instrumententafel. (Bild: Werner Pluta/Golem.de)
  • Deren Layout... (Bild: Werner Pluta/Golem.de)
  • ... lässt sich ändern. (Bild: Werner Pluta/Golem.de)
  • Für die Bedienung gibt es Knöpfe. Manche Funktionen werden auch über Touchscreen gesteuert. (Bild: Werner Pluta/Golem.de)
  • Blick in den Kofferraum (Bild: Werner Pluta/Golem.de)
  • Darunter ist ein Stauraum für die Ladekabel. So muss der Kofferraum nicht komplett ausgeräumt werden. (Bild: Werner Pluta/Golem.de)
  • Der Ladeanschluss ist vorne rechts. Geladen wird mit bis 130 kW. (Bild: Werner Pluta/Golem.de)
  • Blick unter die Haube (Bild: Werner Pluta/Golem.de)
  • Ist das von Tesla abgeschaut? Die Türgriffe sind versenkbar. (Bild: Werner Pluta/Golem.de)
  • Noch ein Gimick: Abends wird das Renault-Logo auf den Boden projiziert. (Bild: Werner Pluta/Golem.de)
  • Den Renault zu testen, hat Spaß gemacht. Bei der Software sollte der Hersteller nachbessern. (Bild: Werner Pluta/Golem.de)
Es ist eine Kombilimousine und familientauglich. (Bild: Werner Pluta/Golem.de)
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Der Renault Mégane fährt sich Elektroauto-typisch: leise, wendig, gut im Antritt. Eine Beschleunigung wie sie Tesla oder Porsche bieten, darf man von dem Familienauto jedoch nicht erwarten: Es dauert 7,4 Sekunden bis zu einer Geschwindigkeit von 100 km/h - unter der Haube stecken eben nur 160 Kilowatt. Auch rasen kann man mit dem Mégane nicht: Bei 160 km/h ist Schluss.

Dafür ist es angenehm, mit 120 oder 130 km/h über die Autobahn zu gleiten. Hier machen sich vor allem die Assistenzsysteme bemerkbar: Spurhalteassistent und Abstandsregeltempomat halten das Fahrzeug gut auf Spur und auf Abstand zum vorhergehenden Fahrzeug. So wird auch eine mehrere Hundert Kilometer lange Fahrt von Hamburg nach Süddeutschland recht entspannt. Hinzu kommen die Systeme, die auf sich nähernde Fahrzeuge links und rechts aufmerksam machen.

Die Verkehrszeichenerkennung funktioniert wie gewohnt: In den meisten Fällen werden sie zuverlässig erkannt. Manchmal jedoch lässt sich das System irritieren: Laufen auf der Autobahn etwa an einem Autobahnkreuz zwei Fahrbahnen nebeneinander, auf denen unterschiedliche Tempolimits angezeigt sind, kann es vorkommen, dass das Fahrzeug auf das falsche Schild reagiert und beispielsweise unmotiviert bremst.

Der Tempomat hält das Tempolimit ein

Mit eingeschaltetem Tempomat ist unter anderem das Befahren der diversen Autobahnbaustellen weniger anstrengend. Allerdings ist es schon bemerkenswert, wie viele Fahrzeuge an einem vorbeifahren, wenn der Tempomat sich an die vorgegebene Höchstgeschwindigkeit hält.

Einige Ungereimtheiten sind uns aufgefallen: Um manche Geschwindigkeitsbegrenzungen weiß das System und bremst bereits im Voraus ab. Auf andere Tempolimits, auch permanente, reagiert es erst, wenn es das Schild erkannt hat. Auch kehrt das System nicht nach jeder Aufhebung automatisch wieder zu der zuvor eingestellten Geschwindigkeit zurück.

Elektromobilität: Grundlagen und Praxis

Der Verbrauch auf der knapp 590 Kilometer langen Strecke lag bei rund 17,5 Kilowattstunden auf 100 Kilometer. Bei einer Kapazität von 60 Kilowattstunden ergibt das eine Reichweite von knapp 350 Kilometern. Aus Sicherheitsgründen und um nicht in die Verlegenheit zu kommen, dringend einen Lader zu brauchen und keinen zu finden, haben wir zwei Ladestopps von jeweils etwa 20 Minuten eingelegt. Wer sein Auto kennt und genau weiß, wo geladen werden kann, schafft die Strecke auch mit nur einem Halt.

Der Mégane lädt mit einer Leistung von maximal 130 Kilowatt. Diese Leistung haben wir jedoch nicht erreicht - auch nicht bei einem niedrigen Ladestand. Zudem sank die Leistung nach einem anfänglich hohen Wert schnell auf einen niedrigeren.

Das ist aber nicht unser größter Kritikpunkt am Mégane. Der betrifft das Navigationssystem.

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 Renault Mégane E-Tech Electric: Schönes Elektroauto mit Schwächen in der SoftwareKritikpunkte am Mégane 
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Thorgil 26. Aug 2022 / Themenstart

Bin ich auch schon gefahren. Einziger Nachteil vom Frontantrieb ist die fehlende...

Thorgil 26. Aug 2022 / Themenstart

Diese Beleuchtung hat aber einen Sinn.

Thorgil 25. Aug 2022 / Themenstart

Du hast halt auch nur dein eigenes Empfinden hingeschrieben. Was soll ich dazu auch gro...

autarchp 25. Aug 2022 / Themenstart

Das mag sein, aber das ist auch nicht der einzelne Autohersteller. Es muss jemand sein...

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