Renault: Fast alle Akkus aus dem Zoe sind noch funktionsfähig

Laut Renault verfügen auch die Akkus aus der neun Jahren alten ersten Variante des Elektroautos noch über ausreichend Kapazität.

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Renault Zoe: Renault entwickelt digitales Akku-Zertifikat.
Renault Zoe: Renault entwickelt digitales Akku-Zertifikat. (Bild: Werner Pluta/Golem.de)

Wie lange hält eigentlich der Akku eines Elektroautos? Eine aktuelle Untersuchung des französischen Autoherstellers Renault zeigt überraschende Ergebnisse.

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Der Akku ist die teuerste Komponente an einem Elektroauto. Viele Hersteller geben eine Garantie auf die Akkus, Renault beispielsweise über acht Jahre oder 160.000 Kilometer. Doch nach dieser Zeit scheinen viele Akkus nur wenig an Kapazität zu verlieren.

Renault untersuchte die Akkus des Zoe, dessen erste Version 2013 auf den Markt kam. Über 99 Prozent der Akkus seien noch voll funktionsfähig und wiesen mindestens 70 Prozent der Kapazität zum Zeitpunkt des Fahrzeugkaufs auf, teilte der französische Autokonzern mit. Das gelte für die 22-kWh-Akkus der ersten Produktionsjahre ebenso wie für die aktuellen mit 52 kWh.

Renault vermietete die Akkus

Um Käufern die Sorge zu nehmen, dass der Akku nicht lange halten werde, bot Renault seine Fahrzeuge mit einem Mietakku an. Da der Stromspeicher nur gemietet ist, wird er im Schadensfall gegen einen getauscht, dessen Zustand die Garantiebedingungen erfüllt. Falls es sich lohnt, wird der defekte Akku repariert und wiederverwendet - entweder in einem Elektroauto oder in einer stationären Anwendung.

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Ende 2020 schaffte Renault jedoch das Mietmodell ab. Es habe sich herausgestellt, dass die Akkus länger hielten, als der Hersteller selbst gedacht habe, sagte der damalige Chef von Renault in Deutschland,

Akkus lassen sich auch reparieren. Dabei werden die defekten Module ausgetauscht. Das ist laut Renault das Standardverfahren bei Kaufakkus und günstiger als ein Austausch. Der erfolgt nur, wenn die Reparaturkosten den Akkuwert übersteigen.

Renault verspricht über Garantiezeit und -fahrleistung eine Mindestkapazität des Akkus von 70 Prozent. Das Angebot des Akkutauschs werde jedoch nur wenig in Anspruch genommen: "Weniger als ein Prozent aller jemals in Deutschland in Umlauf gebrachten Zoe-Akkus unterschritten diese Marke und mussten ausgetauscht werden", teilte Renault mit.

Renault-Fahrer können Akkuzustand selbst ermitteln

In den Werkstätten von Renault kann der Zustand eines Akkus mit einem Diagnosewerkzeug ermittelt werden. Der Hersteller entwickelt zudem ein digitales Zertifikat für die Elektroautos von Renault und Dacia. Dann können Autobesitzer den Zustand des Akkus selbst mit Hilfe der Renault-App ermitteln. Die Daten für das Zertifikat werden aus dem Akkumanagementsystem ausgelesen und das Verhältnis zwischen der ursprünglichen und der aktuellen Kapazität in Prozent ausgegeben. Das soll den Weiterverkauf eines gebrauchten Elektroautos erleichtern.

Ein Akku, der im Auto ausgedient hat, ist noch nicht schrottreif. Er wird normalerweise stationär genutzt, etwa in einer Anlage, die Strom aus erneuerbaren Energien erzeugt. Dort kann er noch gut eingesetzt werden, auch wenn nicht mehr alle Zellen funktionieren. Die Betriebsdauer eines Lithium-Ionen-Akkus kann durchaus 25 Jahre betragen.

Dann erst geht er ins Recycling. Aus dem recycelten Material werden wieder neue Akkus.

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berritorre 16. Mai 2022 / Themenstart

Nein, das ist richtig. Homeoffice ist nicht möglich für alle. Das heisst aber nicht, dass...

nightmar17 16. Mai 2022 / Themenstart

Ich müsste nochmal nachschauen, ich hatte es auch von zwei Werkstätten prüfen lassen...

gadthrawn 16. Mai 2022 / Themenstart

Und man kann die Fluence irgendwie auch nicht nachkaufen...

gadthrawn 16. Mai 2022 / Themenstart

Ist tatsächlich ein Problem, da es die meisten Werkstatten nicht machen können. Der Akku...

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