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Renault 5 im Praxistest: Eine Tricolore aus Komfort, Wendigkeit und Konnektivität

Der elektrische Renault 5 ist eine gelungene Wiederauflage des Kleinwagens. Als Stadtauto spielt der Wagen seine Stärken aus.
/ Dirk Kunde
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Der Renault 5: ein Franzose innen und außen. (Bild: Dirk Kunde)
Der Renault 5: ein Franzose innen und außen. Bild: Dirk Kunde
Inhalt
  1. Renault 5 im Praxistest: Eine Tricolore aus Komfort, Wendigkeit und Konnektivität
  2. Winterwetter kostet Reichweite
  3. Hinten will niemand sitzen
  4. Der Renault 5 verbraucht viel

Die Grande Nation tritt selbstbewusst auf, auch beim elektrischen Kleinwagen: Der Gangwahlhebel im Renault 5 trägt die Farben der Tricolore Blau, Weiß, Rot. Im Fußraum des Beifahrers steckt ein Baguettekorb, den der Überbringer des Wagens mit einem frischen Weißbrot bestückt hat.

Außerdem spielt der französische Autohersteller geschickt mit seiner Vergangenheit. Der Renault 5 ist eine Wiederauflage des Erfolgsmodells aus den 1970er Jahren. Von 1972 bis 1994 wurde der Kleinwagen in zwei Generationen mit Verbrennungsmotor gebaut, weltweit wurden neun Millionen Stück verkauft. Bei der Neuauflage erkennt man die Form von damals wieder.

Wem das nicht gelingt, der wirft einen Blick auf das Etikett auf der Rückseite des Fahrersitzes. Hier sind vier Modelle von 1972 bis heute aufgestickt. Zum Wiedererkennungswert gehören auch die knalligen Farben, die damals dank Pop Art beliebt waren. Heute stehen grelles Gelb, Grün oder Rot zur Auswahl.

100.000 Stück produziert

Türverkleidung, Sitze und der gesteppte Dachhimmel bestehen aus recyceltem Stoff. Das gepolsterte Armaturenbrett im Beifahrerbereich perfektioniert mit gelben Ziernähten die Wohnzimmer-Atmosphäre.

Bei Käufern scheint die teils exzentrische Neuauflage des Kleinwagens gut anzukommen. Etwas mehr als ein Jahr nach Fertigungsbeginn im nordfranzösischen Douai lief bereits das 100.000. Exemplar vom Band. In Deutschland wurden in diesem Jahr bereits 7.369 Exemplare neu zugelassen. Damit steht der R5 auf Platz 22 der Zulassungsstatistik von Elektroautos.

One Pedal Drive wird nachgeliefert

Zur Auswahl stehen die Batteriekapazitäten 40 und 52 kWh. Damit einher geht ein fremderregter Synchronmotor an der Frontachse. Dieser verfügt über eine Leistung von 90 kW (122 PS) bei dem kleinen und 110 kW (150 PS) bei dem großen Akku. Renault nennt seine Plattform, die zukünftig auch Ford für seine elektrischen Kleinwagen nutzen wird, Ampr Small. Schon heute basieren der Alpine A290 und der Nissan Micra auf dieser Plattform.

Mit einem echten One-Pedal-Modus hat der Micra aktuell einen Vorteil gegenüber dem Renault 5: Der kommt erst nach einem Update 2026 zu einem vollständigen Stopp, wenn man den Fuß vom Fahrpedal nimmt. Im Testwagen rollt das Auto im Gang B aus, bis man die Bremse tritt.


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