• IT-Karriere:
  • Services:

Ren Zhengfei: Huawei-Chef hofft auf Neuanfang mit US-Präsident Biden

Ren Zhengfei wartet auf einen Anruf von US-Präsident Joe Biden. Auf politischen Wirbel hat der Technologiekonzern Huawei keine Lust.

Artikel veröffentlicht am ,
Huawei-Gründer Ren Zhengfei am 9. Februar 2021
Huawei-Gründer Ren Zhengfei am 9. Februar 2021 (Bild: Huawei)

Huawei hofft weiter auf eine Entspannung im Handelskrieg zwischen den USA und China. Das sagte Huawei-Chef Ren Zhengfei am 9. Februar 2021 bei seinem ersten öffentlichen Medienauftritt in diesem Jahr. "Wir hoffen, dass die neue Regierung eine offene Politik zum Nutzen der amerikanischen Firmen und auch der wirtschaftlichen Entwicklung der USA verfolgen wird", sagte Ren am Rande eines 5G-Bergbauprojekts, das Huawei in der nordchinesischen Stadt Taiyuan startete.

Stellenmarkt
  1. Information und Technik Nordrhein-Westfalen (IT.NRW), Hagen, Düsseldorf, Münster, Köln
  2. Fiducia & GAD IT AG, Karlsruhe, Münster, Aschheim

"Unser Unternehmen hat keine Energie dafür, sich an diesem politischen Wirbel zu beteiligen. Wir wollen gute Produkte schaffen", sagte Ren. Er würde einen Anruf von Biden begrüßen.

Laut Ren erzielte Huawei bei Umsatz und Nettogewinn im Jahr 2020 ein positives Wachstum.

Die USA werfen Huawei vor, die Iran- und Nordkorea-Sanktionen verletzt, US-amerikanisches geistiges Eigentum gestohlen sowie Hintertüren für den chinesischen Geheimdienst in seine Mobilfunkausrüstung eingebaut zu haben, was Huawei bestreitet. Belege für die Anschuldigungen wurden von den USA trotz mehrerer Ankündigungen seit Jahren nicht vorgelegt.

Huawei: Entity-Liste und Wirtschaftskrieg

Durch das erlassene Nutzungsverbot von US-Technologie für Huawei kann der weltgrößte Auftragsfertiger TSMC keine SoCs mehr für seinen Chipbereich Hisilicon produzieren. Mit einem am 15. Mai 2019 erlassenen Dekret hatte der frühere US-Präsident Donald Trump den nationalen Notstand für die Telekommunikation erklärt. Das US-Handelsministerium untersagte alle Geschäfte, die "ein Risiko für die USA darstellen", und setzte Huawei auf die sogenannte Entity-Liste.

Ren sagte, er glaube kaum, dass Huawei von der Entity-Liste gestrichen werde. "Ich würde nicht sagen, dass es unmöglich ist, aber es ist extrem schwierig, also haben wir diese Erwartung im Grunde nicht. Wir wollen einfach nur unsere harte Arbeit machen, haben viel Geld und können viele Wissenschaftler einstellen, fügte er hinzu.

Ren wiederholte sein Angebot, die 5G-Technologie von Huawei mit US-Unternehmen zu teilen. "Unsere Worte sind aufrichtig, aber bisher ist noch kein Unternehmen gekommen, um mit uns zu verhandeln", sagte er.

Die USA sollten "über die Zukunft" ihrer Chipindustrie nachdenken, die derzeit nicht an Huawei verkaufen dürfe, betonte Ren. Der Marktanteil von Intel sei zurückgegangen. "Wenn diese Zahl weiter sinkt, gibt es ein großes Fragezeichen, wie die USA ihre Chipindustrie weiterführen können", sagte er.

Huawei: Kein Ausstieg aus dem Endkundenmarkt

Die Smartphone-Marke Honor hatte Huawei mit allen Beschäftigten an ein chinesisches Konsortium aus 30 Firmen verkauft. Laut chinesischen Medienberichten soll Huawei 15 Milliarden US-Dollar für Honor erhalten haben. Die Sanktionen der USA gegen Huawei zeigen vor allem im Endkundengeschäft Wirkung. Seit Huawei keine Google-Apps mehr auf seinen Geräten vorinstallieren darf, gingen die Verkäufe außerhalb Chinas stark zurück. Zudem hat Huawei mittlerweile Schwierigkeiten, an Bauteile wie SoCs zu kommen.

Im vergangenen Monat berichtete die Nachrichtenagentur Reuters, Huawei sei einem frühen Stadium zum Verkauf seiner Premium-Smartphone-Marken P und Mate und habe bereits im September damit begonnen, hier strategische Möglichkeiten zu prüfen. Huawei dementierte einen geplanten Verkauf.

Huawei werde "niemals sein [gesamtes] Verbrauchergeschäft verkaufen", versicherte Ren in dem Pressegespräch. Viel Geld könne Huawei mit Kopfhörern machen. Auch bei Fernsehapparaten und Computern arbeite das Unternehmen an einem Durchbruch.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


Anzeige
Spiele-Angebote
  1. 79,99€ (Release 10. Juni)
  2. 12,39€
  3. 19,49€

mimimi 09. Feb 2021 / Themenstart

https://www.itnews.com.au/news/analysis-who-really-owns-huawei-175946 My suggestion...

Calucha 09. Feb 2021 / Themenstart

Wäre Biden daran interessiert etwas zu ändern, wäre das schon lange geschehen. Meine...

Kommentieren


Folgen Sie uns
       


Immortals Fenyx Rising - Fazit

Im Video zeigt Golem.de das Actionspiel Immortals Fenyx Rising.

Immortals Fenyx Rising - Fazit Video aufrufen
    •  /