Ren Zhengfei: Huawei-Chef bietet No-Backdoor-Vereinbarung an

Huawei will zusätzlich zur Offenlegung des Quellcodes vertraglich zusichern, dass es keine Hintertüren in seinen 5G-Produkten gibt. Damit wird auf Versuche reagiert, die Entscheidung der Kanzlerin gegen ein Verbot doch noch zurückzurollen.

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Huawei-Chef Ren Zhengfei spricht in Shenzhen.
Huawei-Chef Ren Zhengfei spricht in Shenzhen. (Bild: Huawei)

Huawei-Chef Ren Zhengfei bietet Deutschland für das 5G-Netz eine Vereinbarung gegen Hintertüren an. Wie das Nachrichtenmagazin Der Spiegel berichtet, sagte Zhengfei am 6. November 2019 am Hauptsitz des Konzerns in Shenzhen: "Wir bieten Deutschland an, ein No-Backdoor-Abkommen zu unterzeichnen."

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Der 75jährige betonte, er könne ausschließen, dass Daten aus Deutschland durch Hintertüren in der Technik nach China abfließen könnten. Huawei werde sich an den Bewertungskriterien des BSI (Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik) messen lassen.

Die Kanzlerin will Huawei zulassen. Auf Drängen des Kanzleramts hat die Bundesregierung im Oktober entschieden, dass es kein Verbot von chinesischer Mobilfunktechnik geben soll. Die Netzbetreiber sollen die kritischen Bereiche ihrer Netzarchitektur selbst identifizieren, für die ein erhöhtes Sicherheitsniveau gelten soll. Diese Produkte der Netzwerkausrüster soll das BSI dann zertifizieren. Bundesaußenminister Heiko Maas (SPD) stellte in dieser Woche infrage, ob Huawei am Aufbau der deutschen 5G-Netze beteiligt werden solle. Huawei sei "ein Unternehmen, das durch gesetzliche Bestimmungen, die es in China gibt, vom Staat abhängig ist und dem Staat Informationen durchleiten muss", sagte Maas.

Verbot von Huawei legt Netze lahm

Ein Verbot von Huawei würde laut Informationen von Golem.de auch bestehende Netze in Deutschland betreffen und damit den Betrieb aller Telekommunikationsnetze des Landes gefährden. Fraglich ist, ob eine solche Verordnung rechtssicher umzusetzen wäre, die zudem keiner der Netzbetreiber befürwortet. Die Mobilfunkbetreiber setzen überall in Deutschland - auch regional - auf mehrere Ausrüster, was sich Multi-Vendor-Strategie nennt.

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Huawei hatte bereits im März 2019 in Brüssel sein Cybersicherheits-Transparenzzentrum eröffnet. Dort werde Regierungsstellen und Kunden der Quellcode für Huawei-Netzausrüstung vorgelegt. Der Quellcode der Huawei-Software soll mit Signatur gesichert überprüfbar gemacht werden.

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Beamformer 13. Nov 2019

Ist a) faslch und darüber hinaus auch noch b) irrlevant für das Thema. Dennoch Danke für...

Beamformer 13. Nov 2019

Immer das gleiche Blabla hier. Btw schließt sich das das "auch" und "befreundet...

kendon 07. Nov 2019

Sicherlich muss Nokia um Marktanteile bangen, und den harten Kampf an der Preisfront...

Olliar 07. Nov 2019

"..., er könne ausschließen, dass Daten aus Deutschland durch Hintertüren in der...



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