Remoting: Teamviewer unterstützt Verbindungen auf Wayland-Desktops

Die Remoting-Software Teamviewer führt Wayland-Support auch für eingehende Verbindungen ein. Noch ist das aber experimentell.

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Wayland, Massachusetts, ist Namenspate des Display-Server-Protokolls.
Wayland, Massachusetts, ist Namenspate des Display-Server-Protokolls. (Bild: Doug Kerr via flickr/CC-BY-SA 2.0)

Wer bisher eingehende Verbindungen aus der Ferne auf Linux-Desktops haben wollte, brauchte Xorg, Wayland wurde nur für ausgehende Verbindungen unterstützt. Das ändert sich gerade, auch wenn der Support für Wayland noch als experimentell eingestuft und in den Funktionalitäten beschränkt ist.

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Der Grund, den Support für Wayland zu veröffentlichen, war laut Teamviewer, dass Wayland immer beliebter wird.

Zusätzlich ausschlaggebend war demzufolge das Release von Ubuntu 22.04 mit Wayland als standardmäßigem Displayserver. Um den neuen Wayland-Support auszuprobieren, wird mindestens die Version 15.29.x benötigt.

Was der Teamviewer-Wayland-Support schon kann und was noch nicht

In dem Community-Post von Teamviewer heißt es zum Wayland-Support: "Das gesamte Funktionspaket ist noch begrenzt und eine 100-prozentige Stabilität kann nicht garantiert werden." Gemeint ist das aber eher als Warnung, als dass von der Nutzung abgeraten wird: "Wir empfehlen Ihnen dennoch, es auszuprobieren und uns Feedback für weitere Verbesserungen und eine endgültige Version zu geben", heißt es in dem Post weiter.

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An Funktionen bereits dabei ist Input per Maus und Tastatur, das Teilen des Hauptbildschirms und die Erlaubnisanfrage, das Monitorbild teilen zu dürfen. Eine Möglichkeit, den Login-Screen anzuzeigen, eine Session zu unbeaufsichtigten Geräten, Clipboard-Synchronisation oder das Wechseln der Monitorauflösung gibt es dagegen noch nicht.

Auch eine Liste mit bereits bekannten Problemen und deren Lösungen gibt es bereits, sie befinden sich ebenfalls in dem Community-Post zur Ankündigung. Vor dem Einsatz in produktiven Umgebungen warnt Teamviewer aber trotzdem noch. Hier solle man vorerst lieber bei Xorg bleiben.

Der Grund für das lange Warten auf Wayland-Support

Ausgehende Verbindungen gab es mit Wayland schon mit Version 13 vor fünf Jahren, aber wer eingehende Connections wollte, hatte Pech. Teamviewer wollte zwar gerne, konnte aber nicht. Die Entwickler der Software erklärten das so: "Wayland bietet standardmäßig keine Schnittstelle für die Fernsteuerung (Bildschirmaufnahme, Maus- und Tastaturemulation). Dies dient dazu, den Wayland-Kern schlank zu halten."

Stattdessen gehe Wayland davon aus, dass der Compositor eine solche Schnittstelle bereitstelle, "was bedeuten könnte, dass Teamviewer für jede Desktop-Umgebung, die wir unterstützen möchten, unterschiedliche Schnittstellen implementieren müsste". Zusätzlich habe nicht jeder Compositor auch eine solche Schnittstelle, hieß es vom Teamviewer-Team im Jahr 2017.

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