Zum Hauptinhalt Zur Navigation

Remotelock LS-6i: Firmware-Update zerstört smarte Türschlösser dauerhaft

Ein Hersteller smarter Türschlösser hat mindestens 500 Geräte von Kunden durch ein falsches Firmwareupdate dauerhaft zerstört. Betroffen sind vor allem viele Airbnb-Vermieter, ein Austauschprogramm ist gestartet.
/ Hauke Gierow
40 Kommentare News folgen (öffnet im neuen Fenster)
Das Lockstate LS6i ist durch ein Firmwareupdate zerstört worden. (Bild: Lockstate)
Das Lockstate LS6i ist durch ein Firmwareupdate zerstört worden. Bild: Lockstate

Das Unternehmen Lockstate hat durch die Verteilung eines fehlerhaften Firmwareupdates für seine Schlösser offenbar irreparablen Schaden angerichtet. Betroffene Kunden sollen ein neues Gerät zugeschickt bekommen, außerdem sollen sie entschädigt werden(öffnet im neuen Fenster) .

Nach dem fehlerhaften Update, über das The Register zunächst berichtete, sollen sich die Schlösser nicht mehr durch die Eingabe des Pin-Codes öffnen lassen, sondern nur manuell mit einem klassischen Schlüssel.

Remote Lock LS6i (Herstellervideo)
Remote Lock LS6i (Herstellervideo) (03:12)

Offenbar nutzen viele Airbnb-Vermieter die Schlösser, damit Kunden einfacher in die Wohnung gelangen können und keine Schlüsselübergabe mehr stattfinden muss. Lockstate arbeitet direkt mit dem Portal zusammen und nutzt die Software "Airbnb Host Assist" , um die temporären Zugangsdaten zu übermitteln.

Platine einsenden oder Vollaustausch

Nutzer können den rückwärtigen Teil des Schlosses inklusive Platine beim Hersteller einsenden und sollen diesen innerhalb von fünf bis sieben Tagen zurückerhalten, wobei diese Angaben vermutlich für die USA gelten. Alternativ können Kunden sich vorab ein komplett neues Schloss zusenden lassen und das defekte Teil danach beim Hersteller einsenden.

Betroffenen Kunden wird angeboten, den Dienst Lockstate Connect Portal für ein Jahr kostenfrei zu nutzen. Von dem Defekt sollen etwa 500 Kunden betroffen sein, für diese Nutzer wurde die E-Mail-Adresse 6000i@lockstate.com eingerichtet, um den Austauschprozess abzuwickeln.

Internetfähige Schlösser sind immer wieder für Probleme anfällig. Auf der Sicherheitskonferenz Deepsec hatten Sicherheitsforscher gezeigt, dass Schlösser, die über das Smart-Home-Protokoll Zigbee kommunizieren, mit relativ wenig Aufwand unautorisiert ferngesteuert werden können .


Relevante Themen