Remote Forensics: BKA kann eigenen Staatstrojaner nicht einsetzen

Nach wie vor wollen Behörden Stärke demonstrieren, können ihren Staatstrojaner aber immer noch nicht einsetzen. Eine neue Version soll Abhilfe schaffen, Zitis soll sich künftig um die Abwägung bekannter Sicherheitslücken kümmern.

Artikel veröffentlicht am ,
Der Bundestrojaner soll künftig auch Smartphones infizieren können.
Der Bundestrojaner soll künftig auch Smartphones infizieren können. (Bild: Martin aka Maha)

Das Bundeskriminalamt hat offenbar weiterhin Probleme, den selbst entwickelten Trojaner zum Einsatz zu bringen. Nach Angaben der Welt ist das beim BKA intern als "Remote Communication Interception Software" (RCIS) bezeichnete Programm bislang nicht zum Einsatz gekommen.

Stellenmarkt
  1. Webentwickler Online-Konfiguratoren (w/m/d)
    EGGER Holzwerkstoffe Brilon GmbH & Co KG, Brilon
  2. Softwareentwickler (m/w/d) für ERP-Software
    SysTec Systemtechnik und Industrieautomation GmbH, Bergheim
Detailsuche

Die Entwicklung soll nach Informationen der Zeitung rund 5,8 Millionen Euro gekostet haben, weitere 190.000 Euro sollen an den TÜV für eine Prüfung der Software geflossen sein. Nach Informationen der Zeitung soll die Software weitgehend unbrauchbar sein. Bislang könne nur Skype auf Windows-Rechnern überwacht werden. Smartphones, Laptops und Tablets könnten derzeit nicht überwacht werden. Auch andere Messenger wie Whatsapp, Telegram oder der Facebook-Messenger könnten nicht mitgelesen werden.

Ebenfalls nicht im Einsatz sei der kommerziell beschaffte Finfisher-Trojaner. Das Programm des umstrittenen Herstellers wird derzeit ebenfalls vom TÜV untersucht. Noch in diesem Jahr soll eine zweite Version des Trojaners fertiggestellt werden, die dann auch auf Smartphones lauffähig sein soll. Wenn das BKA aber auch iPhones überwachen will, muss es bei den derzeitigen Exploit-Preisen erst einmal kräftig investieren.

Was macht Zitis?

Unklar ist, wie sich die neu eingerichtete Zentrale Stelle für Informationstechnik im Sicherheitsbereich (Zitis) in die deutsche Sicherheitslandschaft einfügen wird. Nach eigenem Bekunden will die Stelle keine Sicherheitslücken ankaufen und auch keine Sicherheitslücken selbst erstellen.

Golem Karrierewelt
  1. Informationssicherheit in der Automobilindustrie nach VDA-ISA und TISAX® mit Zertifikat: Zwei-Tage-Workshop
    19./20.07.2022, Virtuell
  2. LDAP Identitätsmanagement Fundamentals: virtueller Drei-Tage-Workshop
    18.-20.07.2022, Virtuell
Weitere IT-Trainings

Wie die Süddeutsche Zeitung schreibt, überlegt das Bundesinnenministerium derzeit, einen Vulnerabilities Equities Process einzuführen - bei dem von staatlichen Hackern gefundene Sicherheitslücken überprüft werden und möglichweise an Firmen gemeldet werden, damit diese die Lücken schließen können.

Vorbild wäre dabei der Vulnerabilities Equities Process (VEP) aus den USA. Auch dieser ist in seiner Wirksamkeit umstritten, derzeit gibt es Reformbemühungen.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


User_x 26. Sep 2017

Sachlichkeit hilft Probleme aufzuzeigen und Lösungen zu bieten. Emotionalität dagegen...

User_x 26. Sep 2017

Selbst wenn das Tool TÜV-Geprüft sein sollte, spricht nichts gegen Plug-Ins oder Add-Ons...

chefin 25. Sep 2017

Nein Aber mit deiner Ausrüstung musst du keine Angst haben, ins Visier zu kommen. Keine...

bombinho 24. Sep 2017

Vorsicht, die interessantesten Veroeffentlichungen in dem Gebiet kommen von Studenten...



Aktuell auf der Startseite von Golem.de
Ohne Kreditrahmen
Action-Rollenspiele, die besser sind als Diablo Immortal

Enttäuscht von Blizzards Pay-to-Win-Diablo? Diese aktuellen Rollenspiele für Mobile und PC sind die besseren Alternativen.
Von Rainer Sigl

Ohne Kreditrahmen: Action-Rollenspiele, die besser sind als Diablo Immortal
Artikel
  1. TADF Technologie: Samsung kauft Cynora in Bruchsal und entlässt alle
    TADF Technologie
    Samsung kauft Cynora in Bruchsal und entlässt alle

    Der Cynora-Chef wollte das deutsche Start-up zum Einhorn entwickeln. Nun wurden die Patente und die TADF-Technologie von Samsung für 300 Millionen Dollar gekauft und das Unternehmen zerschlagen.

  2. Streaming und Fußball: Dazn will Bundesligaspiele bald in Full-HD-Auflösung zeigen
    Streaming und Fußball
    Dazn will Bundesligaspiele bald in Full-HD-Auflösung zeigen

    Auch die Spiele der Uefa Champions League sollen Dazn-Abonnenten bald in 1.080p-Auflösung schauen können.

  3. Brandenburg: DNS:Net-Verteiler wegen Telekom-Werbebanner überhitzt?
    Brandenburg  
    DNS:Net-Verteiler wegen Telekom-Werbebanner überhitzt?

    Bei DNS:Net kam es in dieser Woche bei starker Hitze zu einem Netzausfall in einem Ort. Schuld soll ein Werbebanner der Konkurrenz gewesen sein.

Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    Daily Deals • LG UltraGear 27" WQHD 165 Hz 299€ • Switch OLED günstig wie nie: 333€ • MindStar (MSI Optix 27" WQHD 165 Hz 249€, MSI RX 6700 XT 499€) • Sony PS5-Controller 56,90€ • Alternate (SSDs & RAM von Kingston) • PNY RTX 3080 12GB günstig wie nie: 929€ • Top-TVs bis 53% Rabatt [Werbung]
    •  /