• IT-Karriere:
  • Services:

Remote-Durchsuchung: Google gegen weltweite FBI-Angriffe auf Computer

Google hat sich öffentlich gegen Planungen gestellt, die die USA ermächtigen würden, weltweit auf fremde Rechner und Netzwerke zuzugreifen. Richard Salgado, Manager für Information Security, sieht nicht nur verfassungsrechtliche Bedenken.

Artikel veröffentlicht am ,
Richard Salgado, Director Law Enforcement und Information Security bei Google
Richard Salgado, Director Law Enforcement und Information Security bei Google (Bild: Yuri Gripas/ Reuters)

Google hat sich öffentlich gegen Pläne des Justizministeriums gewandt, die das FBI einfacher bevollmächtigen sollen, weltweit Computer und Netzwerke anzugreifen, abzuhören und Speicher zu durchsuchen. Der Plan, die Vorschrift zu ändern, wie es zu Rule 41 beabsichtigt sei, "wirft eine Reihe von monumentalen und hochkomplexen verfassungsrechtlichen und geopolitischen Bedenken auf, die dem Kongress und dem Präsidenten zur Entscheidung überlassen werden sollten, und nicht dem Advisory Committee", schreibt Richard Salgado, Director Law Enforcement und Information Security bei Google. Google hat auch formal eine Beschwerde gegen das Vorhaben eingelegt.

Stellenmarkt
  1. AKKA Deutschland GmbH, München
  2. AGCO GmbH, Marktoberdorf

Rule 41 legt bisher fest, dass Richter, die sogenannte Onlinedurchsuchungen oder Überwachungen anordnen, sich im selben Bezirk befinden müssen, in dem auch die Ermittlungen laufen. Diese Beschränkung würde mit der Änderung der Regelung aufgehoben werden.

Die vorgeschlagene Änderung drohe die Datenschutzrechte und Computersicherheit der Internet-Nutzer zu untergraben. Mit der Ermächtigung, weltweit Durchsuchungen auf Datenträgern durchzuführen, sei ein gespenstisches Szenario möglich, in dem "die Regierung Hacking ohne jede Kongressdebatte oder demokratische politische Entscheidungsprozess betreiben" könne.

"Die Regierung strebt eine beunruhigende Erweiterung ihrer Macht an, um heimlich Computer hacken zu können, einschließlich der Verwendung von Malware", sagte ACLU Chief Technologist Christopher Soghoian dem britischen Guardian.

Faktisch haben die Snowden-Enthüllungen schon viele Male bewiesen, dass die NSA sich längst das Recht nimmt, weltweit Netzwerke und Computer auf verschiedensten Wegen anzugreifen und abzuhören.

Die US-Bundespolizei FBI spielt zudem bereits eine immer größere Rolle bei der Nutzung der von der NSA erhobenen Kommunikationsdaten. Das berichtete die New York Times unter Berufung auf eine 231-seitige Studie des US-Justizministeriums, die nach einer Informationsfreiheitsklage der Zeitung freigegeben werden musste. Demnach erhielt das FBI schon im Jahr 2008 die Möglichkeit, die vom Militärgeheimdienst NSA durch das Prism-Programm erhobene E-Mail-Kommunikation ausländischer Google- oder Yahoo-Nutzer zu durchsuchen.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


Anzeige
Spiele-Angebote
  1. (-70%) 5,99€
  2. 52,99€
  3. 4,99€
  4. 11,99€

AllAgainstAds 23. Feb 2015

das diese Aktionen alles nur Ausflüchte und Begründungen für das eigene Versagen...

MickeyKay 20. Feb 2015

Jein. Das heißt, dass Ermittler die Durchsuchung nach richterlicher Genehmigung...

TheBigLou13 20. Feb 2015

leider wahr

Menplant 20. Feb 2015

es gibt ja auch keine Datenschutz lobby Interessiern vielleicht schon, nur gemacht wird...

__destruct() 20. Feb 2015

Das ist ein CXU-Mitglied. Keine Sorge, das ist bei denen normal.


Folgen Sie uns
       


Microsoft Surface Laptop 3 (15 Zoll) - Hands on

Der Surface Laptop 3 ist eine kleine, aber feine Verbesserung zum Vorgänger. Er bekommt ein größeres Trackpad, eine bessere Tastatur und ein größeres 15-Zoll-Display. Es bleiben die wenigen Anschlüsse.

Microsoft Surface Laptop 3 (15 Zoll) - Hands on Video aufrufen
Minikonsolen im Video-Vergleichstest: Die sieben sinnlosen Zwerge
Minikonsolen im Video-Vergleichstest
Die sieben sinnlosen Zwerge

Golem retro_ Eigentlich sollten wir die kleinen Retrokonsolen mögen. Aber bei mittelmäßiger Emulation, schlechter Steuerung und Verarbeitung wollten wir beim Testen mitunter über die sieben Berge flüchten.
Ein Test von Martin Wolf


    Staupilot: Der Zulassungsstau löst sich langsam auf
    Staupilot
    Der Zulassungsstau löst sich langsam auf

    Nach jahrelangen Verhandlungen soll es demnächst internationale Zulassungskriterien für hochautomatisierte Autos geben. Bei höheren Automatisierungsgraden strebt die Bundesregierung aber einen nationalen Alleingang an.
    Ein Bericht von Friedhelm Greis

    1. San José Bosch und Daimler starten autonomen Taxidienst
    2. Autonomes Fahren Ermittler geben Testfahrerin Hauptschuld an Uber-Unfall
    3. Ermittlungsberichte Wie die Uber-Software den tödlichen Unfall begünstigte

    Radeon RX 5500 OEM (4GB) im Test: AMDs beste 200-Euro-Karte seit Jahren
    Radeon RX 5500 OEM (4GB) im Test
    AMDs beste 200-Euro-Karte seit Jahren

    Mit der Radeon RX 5500 hat AMD endlich wieder eine sparsame und moderne Mittelklasse-Grafikkarte im Angebot. Verglichen mit Nvidias Geforce GTX 1650 Super reicht es zum Patt - aber nicht in allen Bereichen.
    Ein Test von Marc Sauter

    1. Workstation-Grafikkarte AMDs Radeon Pro W5700 hat USB-C-Anschluss
    2. Navi-Grafikeinheit Apple bekommt Vollausbau und AMD bringt RX 5300M
    3. Navi-14-Grafikkarte AMD stellt Radeon RX 5500 vor

      •  /