Remote-CCAP und Docsis 3.1: Wie im Kabelnetz 10 GBit/s heute schon möglich werden

Mit Remote-CCAP und Docsis 3.1 können einzelne Cluster im TV-Kabelnetz nach Bedarf ausgebaut werden.

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Benedikt Breuer von DEV Systemtechnik beim Breitbandkongress des FRK in Leipzig
Benedikt Breuer von DEV Systemtechnik beim Breitbandkongress des FRK in Leipzig (Bild: Achim Sawall/Golem.de)

Bei einem Ausbau des Kabelnetzes mit Distributed-CCAP-Technik "sollten die Cluster nicht größer als 100 bis 150 Kunden sein". Das sagte Benedikt Breuer, International Key Account Manager für HFC Networks bei DEV Systemtechnik am 28. September 2020 beim Breitbandkongress des FRK in Leipzig. Dann sei eine maximale Datenübertragungsrate von mehr als 10 GBit/s pro Knoten im Kabelnetz möglich, die sich im Cluster unter den Kunden aufteilen.

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Dies lohne sich auch für kleinere Netzbetreiber: "Mit der Technik können sie Cluster für Cluster umstellen und müssen nicht Hunderttausende Euro auf einmal investieren", erklärte Breuer den Anwesenden. Angaben zu Betreibern, die die Technik einsetzen, wollte Breuer auf Nachfrage von Golem.de nicht machen.

DEV Systemtechnik mit Standort in Friedberg bei Frankfurt am Main gehört zur Schweizer Axing-Gruppe. Während Remote-PHY-Topologie die Signalerzeugung - den PHY-Layer - in den Zugriffsknoten verschiebt, werden bei Remote-MAC-PHY-Technik der PHY-Layer und die Docsis-Verarbeitung des MAC-Layers in die Access Nodes verlagert.

Einsetzbar für Docsis 3.0 und Docsis 3.1

Ein Fibernode ist im Netz ein Bauteil, in dem das optische Signal aus der Glasfaser in ein elektrisches Signal auf Coax-Kabel umgesetzt wird. "Die HF-Signalerzeugung findet erst draußen im Feld statt, wo sie eine Kaskade von Verstärkern durchläuft, die mit digitaler Optik verlustfrei angesteuert werden", sagte Breuer. "Ihr ganzes Spektrum wird im Idealfall im Fibernode erzeugt". Möglich sei der Einsatz der Technik für die Kabelnetzstandards Docsis 3.0 und Docsis 3.1. "Bei 3.0 ergibt dies aber für meinen Begriff keinen Sinn."

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Remote-CCAP und Docsis 3.1 könnten eine Alternative zu FTTH sein, meinte Breuer. "In allen Netzen, wo schon Koax liegt, sehen wir das so." Deutschland und Mitteleuropa seien Kabelnetzregionen, hier könne die Technik "Gigabit einläuten, oder als Brückentechnologie dazu dienen, getätigte Investitionen einige Jahre weiterzuverwenden".

Der Fachverband Rundfunk- und Breitbandkommunikation (FRK) vertritt nach eigenen Angaben rund 160 über das Bundesgebiet verteilte mittelständische Kabelnetzbetreiber sowie Antennengemeinschaften. Versorgt würden von den Mitgliedern rund 3 bis 3,5 Millionen Haushalte mit Kabelfernsehen, Internet und Telefonie. Zu den Mitgliedern gehören unter anderen RFT Kabel Brandenburg, AEP Plückhahn, Rundfunk-Fernseh-Dienst, Info-Kabel Bischofswerda, RFD Wimmelburg und die Lausitzer Mediengruppe.

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