Mit Remix OS lässt sich Android auf einem Laptop starten und mit Maus und Tastatur steuern. Apps werden im Fenster angezeigt und ein Startmenü samt Taskleiste gibt es auch. Wir haben getestet, ob das funktioniert und wurden positiv überrascht.
Remix OS ist ein für PCs optimiertes Android-Betriebssystem.Bild:
Screenshot Jörg Thoma
Remix OS(öffnet im neuen Fenster) ist eine Android-Variante, die auch für den Einsatz auf PCs gedacht ist. Sie unterscheidet sich deshalb in einigen grundlegenden Punkten von der Version für Tablets und Smartphones. Der chinesische Hersteller Jide hat Remix OS 2.0 als Beta veröffentlicht , die speziell für PCs angepasst wurde.
Wir wollten wissen, wie einsatzfähig das Betriebssystem bereits ist, zumal Jide es auch als portables Betriebssystem für den USB-Stick bewirbt. Außerdem soll sich Remix OS auch parallel zu Windows installieren lassen. Und schließlich hat uns interessiert, wie gut sich Android auf einem PC mit Maus und Tastatur bedienen lässt. Dabei macht Remix OS bereits jetzt einen vielversprechenden Eindruck, auch wenn die Betaversion noch einige Schwächen hat.
Bild 1/42: Der chinesische Hersteller Jide hat die Android-Variante Remix OS 2.0 als Beta veröffentlicht, die auch auf x86-Rechnern läuft. (Screenshot: Jörg Thoma)
Bild 2/42: Remix OS gibt es in einer 32- und 64-Bit-Version. (Screenshot: Jörg Thoma)
Bild 3/42: Die gezippte 64-Bit-Variante ist 734 MByte groß ...
Bild 4/42: ... und enthält neben dem Betriebssystem auch einen Installer sowie eine kurze Installationsanleitung. (Screenshots: Jörg Thoma)
Bild 5/42: Remix OS lässt sich neuerdings auch unter Windows installieren statt nur auf einem USB-Stick. (Screenshot: Jörg Thoma)
Bild 6/42: Der Installer legt Abbilddateien des Systems und einer Datenpartition unter Windows ab, die Partitionen selbst werden nicht verändert. (Screenshot: Jörg Thoma)
Bild 7/42: Neben System und Daten richtet der Remix-OS-Installer auch ein Grub-Menü ein, über das die Android-Variante nach einem Rechnerneustart gebootet werden kann. (Screenshot: Jörg Thoma)
Bild 8/42: Der Bootloader Grub wird über einen Eintrag im Startmenü von Windows aufgerufen. (Screenshot: Jörg Thoma)
Bild 9/42: Beim ersten Start von Remix OS wird zunächst die Datenpartition formatiert. (Screenshot: Jörg Thoma)
Bild 10/42: Danach werden eine erste Sprachauswahl ...
Bild 11/42: ... und die AGB präsentiert. (Screenshots: Jörg Thoma)
Bild 12/42: Jetzt kann die Benutzeroberfläche von Remix OS gestartet werden. (Screenshot: Jörg Thoma)
Bild 13/42: Der Desktop unterscheidet sich kaum von denen anderer Betriebssysteme. (Screenshot: Jörg Thoma)
Bild 14/42: Es gibt ein Startmenü und eine Taskleiste ...
Bild 15/42: ... sowie eine Systemleiste samt Benachrichtigungsfeld, ...
Bild 16/42: ... eine Uhr samt Kalender und ...
Bild 17/42: ... ein Widget, das den verwendeten Arbeitsspeicher anzeigt. (Screenshots: Jörg Thoma)
Bild 18/42: Auch ein Dateimanager liegt Remix OS bei. (Screenshot: Jörg Thoma)
Bild 19/42: Wie bei anderen Desktops lassen sich Fenster unter Remix OS vergrößern und verkleinern oder ...
Bild 20/42: ... maximieren. Geöffnete Anwendungen erscheinen als Icon in der Taskleiste. (Screenshots: Jörg Thoma)
Bild 21/42: Auch der integrierte Android-Standardbrowser ...
Bild 22/42: ... lässt sich so bildschirmfüllend betrachten. (Screenshots: Jörg Thoma)
Bild 23/42: Das zunächst auf Englisch eingestellte Remix OS kann ...
Bild 24/42: ... über die Systemeinstellungen ...
Bild 25/42: ... für den deutschen Sprachraum ...
Bild 26/42: ... angepasst werden. (Screenshots: Jörg Thoma)
Bild 27/42: Ein Terminal gibt es ebenfalls. (Screenshot: Jörg Thoma)
Bild 28/42: Im Root-Terminal sorgen diese Befehle dafür, dass Googles Dienste aktiviert werden. (Screenshot: Jörg Thoma)
Bild 29/42: Anschließend müssen aktuelle Daten in Googles Play-Dienste und ...
Bild 30/42: ... die des Google-Dienste-Frameworks gelöscht werden. (Screenshots: Jörg Thoma)
Bild 31/42: Nach einem Neustart ...
Bild 32/42: ... muss die Play-Dienste-App über den Browser nochmal aktualisiert werden. (Screenshots: Jörg Thoma)
Bild 33/42: Dazu muss man sich zunächst bei Google anmelden. (Screenshot: Jörg Thoma)
Bild 34/42: Anschließend kann das Update installiert werden. (Screenshot: Jörg Thoma)
Bild 35/42: Jetzt erscheint der Play Store im Startmenü. (Screenshot: Jörg Thoma)
Bild 36/42: Zuerst sollten die wichtigsten Spiele installiert werden. (Screenshot: Jörg Thoma)
Bild 37/42: Für installierte Apps werden Starter auf dem Desktop abgelegt. (Screenshot: Jörg Thoma)
Bild 38/42: Wer stattdessen arbeiten will, kann die entsprechenden Anwendungen aus dem Play Store installieren und nutzen. (Screenshot: Jörg Thoma)
Bild 39/42: Remix OS bringt auch ein Kontextmenü mit, das allerdings bislang nur ...
Bild 40/42: ... auf dem Desktop funktioniert. Apps unterstützen es nicht. (Screenshots: Jörg Thoma)
Bild 41/42: Mangels Sensoren auf dem PC dürften aber viele Apps nicht korrekt funktionieren. (Screenshot: Jörg Thoma)
Bild 42/42: Remix OS 2.0 Beta basiert auf Android 5.1.1. (Screenshot: Jörg Thoma)
Bei Remix OS handelt es sich um eine Weiterentwicklung des Projekts Android-x86(öffnet im neuen Fenster) des chinesischen Entwicklers Chih-Wei Huang. Huang arbeitet seit mehreren Jahren an einer Portierung des für die ARM-Plattform entwickelten mobilen Betriebssystems von Google auf die Plattform x86 für PCs. Auf dessen Webseite wurde im Januar 2016 eine Partnerschaft mit Jide bekanntgegeben. Während Android x86 noch auf Android 4.4 basiert, beruht Remix OS 2.0 bereits auf Android 5.1.1. Jide hat zusätzliche Änderungen an der Benutzeroberfläche vorgenommen und damit Remix OS für den Einsatz auf PCs optimiert. Dazu gehören ein verbessertes Multitasking und vor allem eine Fensterverwaltung. Damit unterscheidet sich die Benutzeroberfläche von Remix OS grundlegend von dem gewohnten Android für mobile Geräte.
Neu in der aktuellen Betaversion ist die Möglichkeit, Remix OS parallel zu Windows zu installieren. Bei dieser Option wird auf Veränderungen am Dateisystem verzichtet. Stattdessen werden die drei Dateisysteme für Android als Image-Dateien unter Windows erstellt. Zusätzlich richtet der Remix-Installer den Bootloader Grub für den Start von Remix OS ein. Der wiederum wird über einen zusätzlichen Eintrag im Windows-Starter aufgerufen. Wird Windows nach einer solchen Installation neu gestartet, erscheint zunächst der Windows-eigene Bootloader mit der Option, Windows oder Remix OS zu starten. Wählt man Letzteres, erscheint anschließend das Grub-Menü mit der Startoption für Remix OS. Außerdem lässt sich Remix OS auch auf einem USB-Stick installieren. So soll das Betriebssystem herumgetragen und an einem beliebigen PC gestartet werden können.
Eine ähnliche Lösung bot Ubuntu mit seinem Windows-Installer Wubi.exe. Wubi wird allerdings nicht mehr weiterentwickelt, unter anderem auch deswegen, weil die Unterstützung für moderne UEFI-Systeme fehlte. Die hat Jide in seinem Installer nachgereicht, allerdings mit Einschränkungen: Remix OS unterstützt beispielsweise kein Secure Boot und verweigert den Start von Remix OS, sollte Secure Boot aktiviert sein.
Nach dem ersten erfolgreichen Start wird die Datenpartition noch formatiert, die 8 GByte groß ist. Eine Option, deren Größe selbst festzulegen, bietet der Installer nicht. Die Formatierung dauert je nach Geschwindigkeit des Datenträgers mehrere Minuten. Der Start von Remix OS dauert gut eine Minute. In der aktuellen Betaversion wurde der Start nach Angaben des Herstellers nochmals beschleunigt. Im Vergleich zu anderen PC-Betriebssystemen wie Windows oder Linux ist immer noch Luft nach oben, auch wenn sich Besitzer nicht so kräftiger Smartphones über die Startgeschwindigkeit von Remix OS freuen werden.
Remix OS läuft nicht überall
Jide bewirbt Remix OS 2.0 als portables Betriebssystem, das später auf zahlreichen Rechnern gestartet werden kann. Auch wenn die Installation problemlos durchläuft, funktioniert Remix OS nicht auf allen Rechnern. Das ist sowohl dem Betastatus als auch der noch rudimentären Hardwareunterstützung geschuldet. Trotz erfolgreicher Installation scheiterte der Start auf der Mehrheit unserer Testgeräte. In den Spezifikationen auf der Webseite des Herstellers steht, dass Remix OS vornehmlich auf ARM-basierten Geräten läuft, Hinweise auf die Gerätekompatibilität der x86-Variante gibt es dort fast nicht. Lediglich der Hinweis, wie das Bootmenü auf Rechnern von Lenovo, HP und Dell aufzurufen ist, findet sich dort. Hier würden wir uns über mehr Details freuen, so klingt es nach einem Versprechen, das nicht gehalten wird. Zumal auch der Installer keinerlei Warnung zur Kompatibilität ausgibt. Das dürfte etliche Nutzer frustrieren, die Remix OS ausprobieren wollen.
Bild 1/42: Der chinesische Hersteller Jide hat die Android-Variante Remix OS 2.0 als Beta veröffentlicht, die auch auf x86-Rechnern läuft. (Screenshot: Jörg Thoma)
Bild 2/42: Remix OS gibt es in einer 32- und 64-Bit-Version. (Screenshot: Jörg Thoma)
Bild 3/42: Die gezippte 64-Bit-Variante ist 734 MByte groß ...
Bild 4/42: ... und enthält neben dem Betriebssystem auch einen Installer sowie eine kurze Installationsanleitung. (Screenshots: Jörg Thoma)
Bild 5/42: Remix OS lässt sich neuerdings auch unter Windows installieren statt nur auf einem USB-Stick. (Screenshot: Jörg Thoma)
Bild 6/42: Der Installer legt Abbilddateien des Systems und einer Datenpartition unter Windows ab, die Partitionen selbst werden nicht verändert. (Screenshot: Jörg Thoma)
Bild 7/42: Neben System und Daten richtet der Remix-OS-Installer auch ein Grub-Menü ein, über das die Android-Variante nach einem Rechnerneustart gebootet werden kann. (Screenshot: Jörg Thoma)
Bild 8/42: Der Bootloader Grub wird über einen Eintrag im Startmenü von Windows aufgerufen. (Screenshot: Jörg Thoma)
Bild 9/42: Beim ersten Start von Remix OS wird zunächst die Datenpartition formatiert. (Screenshot: Jörg Thoma)
Bild 10/42: Danach werden eine erste Sprachauswahl ...
Bild 11/42: ... und die AGB präsentiert. (Screenshots: Jörg Thoma)
Bild 12/42: Jetzt kann die Benutzeroberfläche von Remix OS gestartet werden. (Screenshot: Jörg Thoma)
Bild 13/42: Der Desktop unterscheidet sich kaum von denen anderer Betriebssysteme. (Screenshot: Jörg Thoma)
Bild 14/42: Es gibt ein Startmenü und eine Taskleiste ...
Bild 15/42: ... sowie eine Systemleiste samt Benachrichtigungsfeld, ...
Bild 16/42: ... eine Uhr samt Kalender und ...
Bild 17/42: ... ein Widget, das den verwendeten Arbeitsspeicher anzeigt. (Screenshots: Jörg Thoma)
Bild 18/42: Auch ein Dateimanager liegt Remix OS bei. (Screenshot: Jörg Thoma)
Bild 19/42: Wie bei anderen Desktops lassen sich Fenster unter Remix OS vergrößern und verkleinern oder ...
Bild 20/42: ... maximieren. Geöffnete Anwendungen erscheinen als Icon in der Taskleiste. (Screenshots: Jörg Thoma)
Bild 21/42: Auch der integrierte Android-Standardbrowser ...
Bild 22/42: ... lässt sich so bildschirmfüllend betrachten. (Screenshots: Jörg Thoma)
Bild 23/42: Das zunächst auf Englisch eingestellte Remix OS kann ...
Bild 24/42: ... über die Systemeinstellungen ...
Bild 25/42: ... für den deutschen Sprachraum ...
Bild 26/42: ... angepasst werden. (Screenshots: Jörg Thoma)
Bild 27/42: Ein Terminal gibt es ebenfalls. (Screenshot: Jörg Thoma)
Bild 28/42: Im Root-Terminal sorgen diese Befehle dafür, dass Googles Dienste aktiviert werden. (Screenshot: Jörg Thoma)
Bild 29/42: Anschließend müssen aktuelle Daten in Googles Play-Dienste und ...
Bild 30/42: ... die des Google-Dienste-Frameworks gelöscht werden. (Screenshots: Jörg Thoma)
Bild 31/42: Nach einem Neustart ...
Bild 32/42: ... muss die Play-Dienste-App über den Browser nochmal aktualisiert werden. (Screenshots: Jörg Thoma)
Bild 33/42: Dazu muss man sich zunächst bei Google anmelden. (Screenshot: Jörg Thoma)
Bild 34/42: Anschließend kann das Update installiert werden. (Screenshot: Jörg Thoma)
Bild 35/42: Jetzt erscheint der Play Store im Startmenü. (Screenshot: Jörg Thoma)
Bild 36/42: Zuerst sollten die wichtigsten Spiele installiert werden. (Screenshot: Jörg Thoma)
Bild 37/42: Für installierte Apps werden Starter auf dem Desktop abgelegt. (Screenshot: Jörg Thoma)
Bild 38/42: Wer stattdessen arbeiten will, kann die entsprechenden Anwendungen aus dem Play Store installieren und nutzen. (Screenshot: Jörg Thoma)
Bild 39/42: Remix OS bringt auch ein Kontextmenü mit, das allerdings bislang nur ...
Bild 40/42: ... auf dem Desktop funktioniert. Apps unterstützen es nicht. (Screenshots: Jörg Thoma)
Bild 41/42: Mangels Sensoren auf dem PC dürften aber viele Apps nicht korrekt funktionieren. (Screenshot: Jörg Thoma)
Bild 42/42: Remix OS 2.0 Beta basiert auf Android 5.1.1. (Screenshot: Jörg Thoma)
Fündig werden wir stattdessen auf der Projektseite von Android-x86. Dort erfahren wir, dass lediglich die Linux-eigenen Treiber für Grafikeinheiten von Intel funktionieren. Wer also Grafikkarten von Nvidia oder AMD nutzt, bleibt aktuell meist außen vor. Zwar startet der Linux-Kernel klaglos, spätestens beim Start der grafischen Oberfläche scheitert Remix OS aber. Am Shell-Prompt bleibt dann nur noch die Eingabe von "reboot", um den Rechner neu zu starten.
Je älter die Hardware, desto besser
Aber auch auf dem aktuellen Acer Laptop Aspire E13 mit der Baytrail-Grafikeinheit von Intel verweigerte Remix OS sowohl vom USB-Stick als auch bei der Parallelinstallation unter Windows den Start. Hier hängte sich der Laptop beim Start von Android mit der Meldung "Apps are being started" aber komplett auf. Angesichts des Betastatus des Betriebssystems ist das wenig verwunderlich. Dennoch: Remix OS 2.0 verwendet die recht aktuelle Version 5.1.1 von Android samt Linux-Kernel in Version 4.4.2, der auch die Module Nouveau und Radeon für Nvidia- und AMD-Grafikkarten mitbringt. Mehr Glück haben wird auf einem fast antiken Netbook mit Intels Atom N570 samt der Grafikeinheit 3150 und auf einem Macbook Air 2013. Auf dem Macbook verwenden wir ausschließlich Remix OS, das auf einem USB-Stick installiert wurde, denn der Remix-OS-Installer funktioniert nur unter Windows ab Version 7.
Root-Shell für Entwickler
Die Shell startet übrigens im Root-Modus. Das ist ein deutlicher Hinweis darauf, dass sich Remix OS im Entwicklungsstatus befindet und gilt gleichzeitig als Warnung, dem experimentellen Betriebssystem keine wichtigen Daten zu überlassen und bei der Installation von Apps Vorsicht walten zu lassen. Remix OS bringt nämlich auch alle Komponenten mit, um auf die Betriebssysteme zuzugreifen, die auf dem Rechner installiert sind, auf dem es parallel läuft. Verschafft sich ein Eindringling über eine zweifelhafte App Zugriff auf Remix OS, kann er bei aktiviertem Root-Modus weitaus mehr Informationen abgreifen und das System sogar aus der Ferne übernehmen. Möglich ist dann auch ein Zugriff auf das parallel installierte Windows.
Die Root-Shell ist wohl eher für Entwickler gedacht, die entweder an Remix OS selbst arbeiten oder ihre Apps dort ausprobieren wollen. Sie können damit auf den sonst üblichen Zugriff über die Android Debug Bridge (ADB) verzichten. Jide setzt ohnehin nicht nur auf die Kooperation des Android-x86-Projekts, sondern auch auf die Entwicklergemeinde bei XDA-Developers(öffnet im neuen Fenster) . Dort haben bereits mehrere Entwickler Hinweise zur Nutzung des Android-Derivats veröffentlicht.
Android im Desktop-Look
Beim ersten Start von Remix OS muss eine erste Spracheinstellung vorgenommen werden. Zur Auswahl stehen zunächst nur Englisch und zwei chinesische Optionen. Anschließend lässt sich gegebenenfalls noch eine WLAN-Verbindung herstellen.
Bild 1/42: Der chinesische Hersteller Jide hat die Android-Variante Remix OS 2.0 als Beta veröffentlicht, die auch auf x86-Rechnern läuft. (Screenshot: Jörg Thoma)
Bild 2/42: Remix OS gibt es in einer 32- und 64-Bit-Version. (Screenshot: Jörg Thoma)
Bild 3/42: Die gezippte 64-Bit-Variante ist 734 MByte groß ...
Bild 4/42: ... und enthält neben dem Betriebssystem auch einen Installer sowie eine kurze Installationsanleitung. (Screenshots: Jörg Thoma)
Bild 5/42: Remix OS lässt sich neuerdings auch unter Windows installieren statt nur auf einem USB-Stick. (Screenshot: Jörg Thoma)
Bild 6/42: Der Installer legt Abbilddateien des Systems und einer Datenpartition unter Windows ab, die Partitionen selbst werden nicht verändert. (Screenshot: Jörg Thoma)
Bild 7/42: Neben System und Daten richtet der Remix-OS-Installer auch ein Grub-Menü ein, über das die Android-Variante nach einem Rechnerneustart gebootet werden kann. (Screenshot: Jörg Thoma)
Bild 8/42: Der Bootloader Grub wird über einen Eintrag im Startmenü von Windows aufgerufen. (Screenshot: Jörg Thoma)
Bild 9/42: Beim ersten Start von Remix OS wird zunächst die Datenpartition formatiert. (Screenshot: Jörg Thoma)
Bild 10/42: Danach werden eine erste Sprachauswahl ...
Bild 11/42: ... und die AGB präsentiert. (Screenshots: Jörg Thoma)
Bild 12/42: Jetzt kann die Benutzeroberfläche von Remix OS gestartet werden. (Screenshot: Jörg Thoma)
Bild 13/42: Der Desktop unterscheidet sich kaum von denen anderer Betriebssysteme. (Screenshot: Jörg Thoma)
Bild 14/42: Es gibt ein Startmenü und eine Taskleiste ...
Bild 15/42: ... sowie eine Systemleiste samt Benachrichtigungsfeld, ...
Bild 16/42: ... eine Uhr samt Kalender und ...
Bild 17/42: ... ein Widget, das den verwendeten Arbeitsspeicher anzeigt. (Screenshots: Jörg Thoma)
Bild 18/42: Auch ein Dateimanager liegt Remix OS bei. (Screenshot: Jörg Thoma)
Bild 19/42: Wie bei anderen Desktops lassen sich Fenster unter Remix OS vergrößern und verkleinern oder ...
Bild 20/42: ... maximieren. Geöffnete Anwendungen erscheinen als Icon in der Taskleiste. (Screenshots: Jörg Thoma)
Bild 21/42: Auch der integrierte Android-Standardbrowser ...
Bild 22/42: ... lässt sich so bildschirmfüllend betrachten. (Screenshots: Jörg Thoma)
Bild 23/42: Das zunächst auf Englisch eingestellte Remix OS kann ...
Bild 24/42: ... über die Systemeinstellungen ...
Bild 25/42: ... für den deutschen Sprachraum ...
Bild 26/42: ... angepasst werden. (Screenshots: Jörg Thoma)
Bild 27/42: Ein Terminal gibt es ebenfalls. (Screenshot: Jörg Thoma)
Bild 28/42: Im Root-Terminal sorgen diese Befehle dafür, dass Googles Dienste aktiviert werden. (Screenshot: Jörg Thoma)
Bild 29/42: Anschließend müssen aktuelle Daten in Googles Play-Dienste und ...
Bild 30/42: ... die des Google-Dienste-Frameworks gelöscht werden. (Screenshots: Jörg Thoma)
Bild 31/42: Nach einem Neustart ...
Bild 32/42: ... muss die Play-Dienste-App über den Browser nochmal aktualisiert werden. (Screenshots: Jörg Thoma)
Bild 33/42: Dazu muss man sich zunächst bei Google anmelden. (Screenshot: Jörg Thoma)
Bild 34/42: Anschließend kann das Update installiert werden. (Screenshot: Jörg Thoma)
Bild 35/42: Jetzt erscheint der Play Store im Startmenü. (Screenshot: Jörg Thoma)
Bild 36/42: Zuerst sollten die wichtigsten Spiele installiert werden. (Screenshot: Jörg Thoma)
Bild 37/42: Für installierte Apps werden Starter auf dem Desktop abgelegt. (Screenshot: Jörg Thoma)
Bild 38/42: Wer stattdessen arbeiten will, kann die entsprechenden Anwendungen aus dem Play Store installieren und nutzen. (Screenshot: Jörg Thoma)
Bild 39/42: Remix OS bringt auch ein Kontextmenü mit, das allerdings bislang nur ...
Bild 40/42: ... auf dem Desktop funktioniert. Apps unterstützen es nicht. (Screenshots: Jörg Thoma)
Bild 41/42: Mangels Sensoren auf dem PC dürften aber viele Apps nicht korrekt funktionieren. (Screenshot: Jörg Thoma)
Bild 42/42: Remix OS 2.0 Beta basiert auf Android 5.1.1. (Screenshot: Jörg Thoma)
Der Desktop von Remix OS unterscheidet sich kaum von denen anderer Betriebssysteme: Am unteren Teil des Displays gibt es eine Taskleiste samt Startknopf, über den ein Startmenü mit Verknüpfungen zu installierten Anwendungen aufgerufen werden kann. Öffnet man eine Anwendung, erscheint sie in einem eigenen Fenster mit einer Menüleiste. Von dort können die Fenster über entsprechende Schaltflächen maximiert, minimiert oder geschlossen werden. Dem App-Fenster ist ein Icon in der Taskleiste zugewiesen. Wie auf einem PC kann der Nutzer über die Taskleiste zwischen den Apps wechseln. Damit unterscheidet sich Remix OS vom klassischen Android, bei dem Anwendungen oftmals im Vordergrund im Vollbildmodus laufen, wenn das betreffende Gerät keinen Mehrfensterbetrieb unterstützt.
Icons auf dem Desktop
Neben dem Startknopf wurden noch ein Pfeil- und ein Kreisknopf in die Taskleiste integriert: Ersterer fungiert als Zurückknopf, Letzterer minimiert alle geöffneten Fenster und lässt den Desktop erscheinen. Dort werden Verknüpfungen zu installierten Anwendungen abgelegt. Zunächst gibt es dort einen Papierkorb und Verknüpfungen zu einem Dateimanager und den Einstellungen. Außerdem gibt es im rechten Bildschirmbereich eine Statusleiste, die neben der Uhrzeit und Qualität einer WLAN-Verbindung auch Systemmeldungen anzeigt. Zusätzlich lässt sich zwischen verschiedenen Layouts der Tastatur wechseln oder die Lautstärke ändern.
Im Startmenü gibt es Verknüpfungen zum Mediaplayer MX Player und einem Musikplayer, der allerdings nicht funktioniert hat. Außerdem ist der ehemalige Standardbrowser von Android vorinstalliert. Chrome muss explizit nachinstalliert werden. Der vorinstallierte Browser startet in einem Fenster, das bereits an die Bildschirmauflösung von Remix OS angepasst ist und sich problemlos maximieren lässt. Der Browser hat allerdings noch etliche Macken: Über das Menü rechts oben lassen sich zwar die Einstellungen öffnen, der Browser stürzt aber beim nächsten Mausklick ab. Der Musikplayer zeigt nach dem Start lediglich ein komplett schwarzes Bild ohne Fensterleiste und lässt sich auch nicht mehr schließen. Vorhandene Musikstücke werden dort dann auch nicht angezeigt. Startet man einen Musiktitel direkt aus dem Dateimanager, wird er in einem kleineren Fenster mit den üblichen Steuerelementen abgespielt, das sich aber ebenfalls nicht mehr schließen lässt.
Mal Chrome OS, mal Android
Die Fenster einiger Anwendungen wie das der Taschenrechner-App starten im gleichen Hochformat wie auf einem Smartphone. Sie lassen sich dennoch maximieren, minimieren oder mit der Maus auch auf eine beliebige Größe ziehen. Die Skalierung funktioniert dabei problemlos. Remix OS erinnert mit seiner Fensterverwaltung daher eher an Chrome OS als an das klassische Android. Das Layout der Systemeinstellungen erinnert dann aber doch wieder an Android. Dort lassen sich die Sprache und das Tastaturlayout auf Deutsch ändern.
Das auf der Webseite von Jide beworbene Kontextmenü gibt es zunächst nur bei einem Klick auf den Desktop. Darüber können neue Ordner erstellt, Verknüpfungen sortiert oder das Hintergrundbild des Desktops verändert werden. Außerdem gibt es eine Verknüpfung zu den Bildschirmeinstellungen. In den Alphaversionen konnte dort noch die Auflösung des Desktops angepasst werden. In der Beta fehlt diese Option. Der Nutzer muss sich mit der beim Start von Remix OS automatisch gesetzten Auflösung begnügen. Über ein Kontextmenü lassen sich über die Icons geöffneter Anwendungen in der Taskleiste Fenster wieder aufklappen oder Anwendungen schließen. In einzelnen Apps gibt es kein Kontextmenü. Sie müssen dafür wohl noch erweitert werden.
Zusätzliche Apps gibt es nur bei Google
Die App-Auswahl in der Betaversion von Remix OS ist bescheiden. Es fehlen jegliche Google-Apps, etwa der Play Store, der sich aber nachinstallieren lässt. Das in Remix OS integrierte Android bringt aber etliche Google-Dienste mit. Die Dienste schlummern teilweise deaktiviert im Betriebssystem und lassen sich in der Root-Shell mit ein paar Kommandozeilenbefehlen aktivieren. Auch Amazons App-Shop-App können wir einrichten. Einen eigenen App-Store bringt Remix OS nicht mit und es gibt bislang keine Hinweise darauf, dass Jide selbst an einem arbeitet.
Bild 1/42: Der chinesische Hersteller Jide hat die Android-Variante Remix OS 2.0 als Beta veröffentlicht, die auch auf x86-Rechnern läuft. (Screenshot: Jörg Thoma)
Bild 2/42: Remix OS gibt es in einer 32- und 64-Bit-Version. (Screenshot: Jörg Thoma)
Bild 3/42: Die gezippte 64-Bit-Variante ist 734 MByte groß ...
Bild 4/42: ... und enthält neben dem Betriebssystem auch einen Installer sowie eine kurze Installationsanleitung. (Screenshots: Jörg Thoma)
Bild 5/42: Remix OS lässt sich neuerdings auch unter Windows installieren statt nur auf einem USB-Stick. (Screenshot: Jörg Thoma)
Bild 6/42: Der Installer legt Abbilddateien des Systems und einer Datenpartition unter Windows ab, die Partitionen selbst werden nicht verändert. (Screenshot: Jörg Thoma)
Bild 7/42: Neben System und Daten richtet der Remix-OS-Installer auch ein Grub-Menü ein, über das die Android-Variante nach einem Rechnerneustart gebootet werden kann. (Screenshot: Jörg Thoma)
Bild 8/42: Der Bootloader Grub wird über einen Eintrag im Startmenü von Windows aufgerufen. (Screenshot: Jörg Thoma)
Bild 9/42: Beim ersten Start von Remix OS wird zunächst die Datenpartition formatiert. (Screenshot: Jörg Thoma)
Bild 10/42: Danach werden eine erste Sprachauswahl ...
Bild 11/42: ... und die AGB präsentiert. (Screenshots: Jörg Thoma)
Bild 12/42: Jetzt kann die Benutzeroberfläche von Remix OS gestartet werden. (Screenshot: Jörg Thoma)
Bild 13/42: Der Desktop unterscheidet sich kaum von denen anderer Betriebssysteme. (Screenshot: Jörg Thoma)
Bild 14/42: Es gibt ein Startmenü und eine Taskleiste ...
Bild 15/42: ... sowie eine Systemleiste samt Benachrichtigungsfeld, ...
Bild 16/42: ... eine Uhr samt Kalender und ...
Bild 17/42: ... ein Widget, das den verwendeten Arbeitsspeicher anzeigt. (Screenshots: Jörg Thoma)
Bild 18/42: Auch ein Dateimanager liegt Remix OS bei. (Screenshot: Jörg Thoma)
Bild 19/42: Wie bei anderen Desktops lassen sich Fenster unter Remix OS vergrößern und verkleinern oder ...
Bild 20/42: ... maximieren. Geöffnete Anwendungen erscheinen als Icon in der Taskleiste. (Screenshots: Jörg Thoma)
Bild 21/42: Auch der integrierte Android-Standardbrowser ...
Bild 22/42: ... lässt sich so bildschirmfüllend betrachten. (Screenshots: Jörg Thoma)
Bild 23/42: Das zunächst auf Englisch eingestellte Remix OS kann ...
Bild 24/42: ... über die Systemeinstellungen ...
Bild 25/42: ... für den deutschen Sprachraum ...
Bild 26/42: ... angepasst werden. (Screenshots: Jörg Thoma)
Bild 27/42: Ein Terminal gibt es ebenfalls. (Screenshot: Jörg Thoma)
Bild 28/42: Im Root-Terminal sorgen diese Befehle dafür, dass Googles Dienste aktiviert werden. (Screenshot: Jörg Thoma)
Bild 29/42: Anschließend müssen aktuelle Daten in Googles Play-Dienste und ...
Bild 30/42: ... die des Google-Dienste-Frameworks gelöscht werden. (Screenshots: Jörg Thoma)
Bild 31/42: Nach einem Neustart ...
Bild 32/42: ... muss die Play-Dienste-App über den Browser nochmal aktualisiert werden. (Screenshots: Jörg Thoma)
Bild 33/42: Dazu muss man sich zunächst bei Google anmelden. (Screenshot: Jörg Thoma)
Bild 34/42: Anschließend kann das Update installiert werden. (Screenshot: Jörg Thoma)
Bild 35/42: Jetzt erscheint der Play Store im Startmenü. (Screenshot: Jörg Thoma)
Bild 36/42: Zuerst sollten die wichtigsten Spiele installiert werden. (Screenshot: Jörg Thoma)
Bild 37/42: Für installierte Apps werden Starter auf dem Desktop abgelegt. (Screenshot: Jörg Thoma)
Bild 38/42: Wer stattdessen arbeiten will, kann die entsprechenden Anwendungen aus dem Play Store installieren und nutzen. (Screenshot: Jörg Thoma)
Bild 39/42: Remix OS bringt auch ein Kontextmenü mit, das allerdings bislang nur ...
Bild 40/42: ... auf dem Desktop funktioniert. Apps unterstützen es nicht. (Screenshots: Jörg Thoma)
Bild 41/42: Mangels Sensoren auf dem PC dürften aber viele Apps nicht korrekt funktionieren. (Screenshot: Jörg Thoma)
Bild 42/42: Remix OS 2.0 Beta basiert auf Android 5.1.1. (Screenshot: Jörg Thoma)
Im Startmenü gibt es auch eine Verknüpfung zu einem Terminal, das allerdings nur mit normalen Benutzerrechten läuft. Stattdessen wechseln wir wie unter Linux gewohnt mit Strg-Alt-F1 auf die erste Konsole, die wieder ein Prompt mit Root-Rechten bietet. Dort geben wir die im Forumsbeitrag des Nutzers remixtester(öffnet im neuen Fenster) aufgelisteten Befehle ein und wechseln anschließend mit Strg-Alt-F7 zurück zum Desktop.
Nicht alle Apps laufen rund
Wir folgen weiter der Anleitung für die aktuelle Beta, die weiter unten auf der Webseite bei XDA-Developers zu lesen ist, und löschen in den Einstellungen die aktuellen Daten der Google-Play-Dienste und des Google-Dienste-Frameworks. Nach einem Neustart von Remix OS öffnen wir den Browser und suchen nach "Google Play Dienste". Die Suchergebnisse zeigen die offizielle App von Google an, die wir anklicken. Daraufhin lädt das APK-Paket herunter und installiert sich automatisch. Anschließend müssen wir uns noch mit unserem Google-Konto anmelden. Schließlich werden die Dienste aktualisiert und wir haben Zugriff auf Googles Play Store.
Nicht alle Anwendungen funktionieren freilich einwandfrei, auch wenn wir sie installieren können. Der App für den Zugriff auf die Mediathek von ARD fehlt etwa die Runtime "Crosswalk Project". Außerdem fehlen dem PC möglicherweise Sensoren, etwa der Beschleunigungsmesser, der Kompass oder das GPS für die Standortdienste, die Anwendungen wie Maps oder auch einen Sternenatlas benötigen. Aber auch die x86-Plattform macht einigen Anwendungen zu schaffen, etwa Benchmark-Programmen wie Geekbench. Anwendungen wie Google Docs oder Microsofts Word-App funktionieren hingegen ebenso klaglos wie der Kalender und E-Mail-Apps von Google.
Die Apps, die funktionieren, etwa Google Docs oder Microsofts Word, lassen sich problemlos mit der Maus und der Tastatur bedienen. Was fehlt, ist die Möglichkeit, mit dem Mausrad zu zoomen, das funktioniert nur auf Rechnern mit Touchpad. In den Systemeinstellungen gibt es noch keine Option, die Mauseingaben selbst zu konfigurieren. Und in dem Spiel Sugar Crush konnten wir unseren Namen nicht per Tastatur eingeben, offenbar erkannte die Anwendung die angeschlossene Tastatur gar nicht erst. Erst durch den Aufruf der Bildschirmtastatur ließ sich das nachholen. Insgesamt konnten wir Remix OS jedoch auch ohne Touchscreen mühelos bedienen, die Maus oder das Touchpad ersetzte das Tippen auf den Bildschirm weitgehend nahtlos.
Remix OS lässt sich auch wieder deinstallieren. Die Anwendung dafür liegt nach der Installation im Verzeichnis RemixOS im Stammverzeichnis des Windows-Laufwerks, das bei der Installation ausgewählt wurde.
Verfügbarkeit und Fazit
Remix OS 2.0 Beta gibt es kostenlos vom Hersteller(öffnet im neuen Fenster) . Die 64-Bit-Variante unterstützt UEFI, sofern Secure Boot deaktiviert ist. Sie lässt sich aber wie auch die 32-Bit-Variante problemlos auf Rechnern mit einem herkömmlichen Bios installieren und nutzen.
Bild 1/42: Der chinesische Hersteller Jide hat die Android-Variante Remix OS 2.0 als Beta veröffentlicht, die auch auf x86-Rechnern läuft. (Screenshot: Jörg Thoma)
Bild 2/42: Remix OS gibt es in einer 32- und 64-Bit-Version. (Screenshot: Jörg Thoma)
Bild 3/42: Die gezippte 64-Bit-Variante ist 734 MByte groß ...
Bild 4/42: ... und enthält neben dem Betriebssystem auch einen Installer sowie eine kurze Installationsanleitung. (Screenshots: Jörg Thoma)
Bild 5/42: Remix OS lässt sich neuerdings auch unter Windows installieren statt nur auf einem USB-Stick. (Screenshot: Jörg Thoma)
Bild 6/42: Der Installer legt Abbilddateien des Systems und einer Datenpartition unter Windows ab, die Partitionen selbst werden nicht verändert. (Screenshot: Jörg Thoma)
Bild 7/42: Neben System und Daten richtet der Remix-OS-Installer auch ein Grub-Menü ein, über das die Android-Variante nach einem Rechnerneustart gebootet werden kann. (Screenshot: Jörg Thoma)
Bild 8/42: Der Bootloader Grub wird über einen Eintrag im Startmenü von Windows aufgerufen. (Screenshot: Jörg Thoma)
Bild 9/42: Beim ersten Start von Remix OS wird zunächst die Datenpartition formatiert. (Screenshot: Jörg Thoma)
Bild 10/42: Danach werden eine erste Sprachauswahl ...
Bild 11/42: ... und die AGB präsentiert. (Screenshots: Jörg Thoma)
Bild 12/42: Jetzt kann die Benutzeroberfläche von Remix OS gestartet werden. (Screenshot: Jörg Thoma)
Bild 13/42: Der Desktop unterscheidet sich kaum von denen anderer Betriebssysteme. (Screenshot: Jörg Thoma)
Bild 14/42: Es gibt ein Startmenü und eine Taskleiste ...
Bild 15/42: ... sowie eine Systemleiste samt Benachrichtigungsfeld, ...
Bild 16/42: ... eine Uhr samt Kalender und ...
Bild 17/42: ... ein Widget, das den verwendeten Arbeitsspeicher anzeigt. (Screenshots: Jörg Thoma)
Bild 18/42: Auch ein Dateimanager liegt Remix OS bei. (Screenshot: Jörg Thoma)
Bild 19/42: Wie bei anderen Desktops lassen sich Fenster unter Remix OS vergrößern und verkleinern oder ...
Bild 20/42: ... maximieren. Geöffnete Anwendungen erscheinen als Icon in der Taskleiste. (Screenshots: Jörg Thoma)
Bild 21/42: Auch der integrierte Android-Standardbrowser ...
Bild 22/42: ... lässt sich so bildschirmfüllend betrachten. (Screenshots: Jörg Thoma)
Bild 23/42: Das zunächst auf Englisch eingestellte Remix OS kann ...
Bild 24/42: ... über die Systemeinstellungen ...
Bild 25/42: ... für den deutschen Sprachraum ...
Bild 26/42: ... angepasst werden. (Screenshots: Jörg Thoma)
Bild 27/42: Ein Terminal gibt es ebenfalls. (Screenshot: Jörg Thoma)
Bild 28/42: Im Root-Terminal sorgen diese Befehle dafür, dass Googles Dienste aktiviert werden. (Screenshot: Jörg Thoma)
Bild 29/42: Anschließend müssen aktuelle Daten in Googles Play-Dienste und ...
Bild 30/42: ... die des Google-Dienste-Frameworks gelöscht werden. (Screenshots: Jörg Thoma)
Bild 31/42: Nach einem Neustart ...
Bild 32/42: ... muss die Play-Dienste-App über den Browser nochmal aktualisiert werden. (Screenshots: Jörg Thoma)
Bild 33/42: Dazu muss man sich zunächst bei Google anmelden. (Screenshot: Jörg Thoma)
Bild 34/42: Anschließend kann das Update installiert werden. (Screenshot: Jörg Thoma)
Bild 35/42: Jetzt erscheint der Play Store im Startmenü. (Screenshot: Jörg Thoma)
Bild 36/42: Zuerst sollten die wichtigsten Spiele installiert werden. (Screenshot: Jörg Thoma)
Bild 37/42: Für installierte Apps werden Starter auf dem Desktop abgelegt. (Screenshot: Jörg Thoma)
Bild 38/42: Wer stattdessen arbeiten will, kann die entsprechenden Anwendungen aus dem Play Store installieren und nutzen. (Screenshot: Jörg Thoma)
Bild 39/42: Remix OS bringt auch ein Kontextmenü mit, das allerdings bislang nur ...
Bild 40/42: ... auf dem Desktop funktioniert. Apps unterstützen es nicht. (Screenshots: Jörg Thoma)
Bild 41/42: Mangels Sensoren auf dem PC dürften aber viele Apps nicht korrekt funktionieren. (Screenshot: Jörg Thoma)
Bild 42/42: Remix OS 2.0 Beta basiert auf Android 5.1.1. (Screenshot: Jörg Thoma)
Fazit
Die Benutzeroberfläche mit der Fensterverwaltung funktioniert in Remix OS 2.0 trotz Betastatus erstaunlich gut. Besonders die Taskleiste ermöglicht einen deutlich schnelleren Wechsel zwischen Anwendungen als im klassischen Android. Gut gefällt uns die Idee, Android als portables Betriebssystem auf einem USB-Stick mit sich herumzutragen und auf einem beliebigen Rechner zu starten. Davon ist Remix OS aber mangels zuverlässiger Hardwareunterstützung aktuell aber noch weit entfernt. Denn noch startet es nur auf einer begrenzten Anzahl von Rechnern. Die Eingaben per Maus ersetzen die auf einem Touchscreen weitgehend. Ob das in Remix OS integrierte Kontextmenü langfristig auch in den einzelnen Apps umgesetzt werden kann, bleibt jedoch fraglich, da hier die jeweiligen Entwickler dafür sorgen müssen.
Deshalb stellt sich bei Remix OS die Sinnfrage: Warum in Konkurrenz zu Googles Android und Chrome OS treten? Für Jide könnte sich sein Android-Derivat aber auszahlen. Das Betriebssystem ist bis auf die Komponenten von Google freie Software, zudem weit verbreitet und deshalb auch bekannt. Die Entwickler können es nach Belieben weiter anpassen und gleichzeitig Nutzer mit einem bereits etablierten Betriebssystem locken.
Für den Hersteller Jide lohnt sich die Eigenentwicklung aber nur, wenn er selbst einen Appstore aufbaut. Denn das Zusammensuchen und Installieren von APKs aus verschiedenen Quellen ist mühsam und zeitraubend, auch wenn Googles Play Store und Amazons App-Shop-App mit etwas Mühe nachinstalliert werden können. Aktuell scheint die Entwicklung Remix OS zunächst nur für das Hardwareangebot von Jide gedacht zu sein, das mit dem Mini-PC Remix Mini noch sehr bescheiden ausfällt. Zudem ist das Gerät mit einem ARM-Prozessor ausgestattet.
Es sei nur der Anfang, steht auf der Webseite des Herstellers. Dabei macht Remix OS bereits jetzt einen guten Eindruck, auch wenn die Macken der Beta noch ziemlich zahlreich sind. Viel Arbeit werden die Entwickler noch vor sich haben, um ihr angekündigtes Ziel zu erreichen, Remix OS als universales, portables Betriebssystem zu etablieren.