Neue Funktionen sind nicht zu Ende gedacht
So gibt es etwa die neue Funktion "Umwandeln und Teilen". Mit dieser sollen handschriftliche Notizen, anders als bisher, nicht nur in Text umgewandelt, sondern auch mittels einer KI analysiert werden. Das funktioniert aber nur in Verbindung mit den ebenfalls neuen Meeting-Notizen. Diese Funktion steht, wie Umwandeln und Teilen, auch Nutzern der älteren Remarkable-Tablets zur Verfügung, auch denen des Remarkable 2, allerdings nur mit einem kostenpflichtigen Connect-Abo.
Für die Meeting-Notizen können wir unseren Google- oder Outlook-Kalender mit dem Remarkable-Konto synchronisieren, allerdings insgesamt nur einen Kalender. Wird im Kalender ein Meeting eingetragen, erscheint dieses in einem neuen Pop-up-Menü auf der Hauptseite des Remarkable-Tablets. Klicken wir den Termin an, erstellt das System automatisch eine Meeting-Notiz mit dem Titel und Datum des Termins.
Wir können dann zum Meeting Notizen aufschreiben. Verwenden wir anschließend die neue Funktion Umwandeln und Teilen, werden die handschriftlichen Aufzeichnungen nicht nur in Text umgewandelt und an unsere E-Mail-Adresse verschickt, sondern es werden etwa auch To-do-Listen erstellt. Neben der mit KI erweiterten Transkription werden die handschriftlichen Originalaufzeichnungen mitgeschickt.
Umwandeln und Teilen mit KI-Analyse geht nur mit Meeting-Notizen
Die neue Umwandeln-und-Teilen-Funktion ist aber nur mit den neuen Meeting-Notizen kompatibel. Fügen wir den identischen Text aus einer Meeting-Notiz in eine normale Notiz ein und verwenden Umwandeln und Teilen, wird der Text ohne To-do-Liste umgewandelt. Die Logik dahinter können wir nicht nachvollziehen: Wir machen auch zu Meetings Notizen, die nicht in unserem Kalender stehen, und würden dabei auch gerne die KI-Analyse verwenden.
Die Analyse von Meeting-Aufzeichnungen samt Erstellung von To-do-Listen hat eine weitere Schwachstelle. Offenbar wird immer nur die erste Seite einer Notiz umgewandelt und nicht alle Seiten – zumindest haben wir auch nach tagelangem Suchen keine Möglichkeit dazu gefunden. Längere Meetings erfordern in der Regel Notizen auf mehreren Seiten. Remarkable zufolge sind die Meeting-Notizen-Funktion sowie Umwandeln und Teilen aktuell noch im Betastatus. Denkbar ist, dass die Probleme bald beseitigt werden.
Über ein Web-Interface und Apps für Mobiltelefone und PCs können Nutzer mit einem Connect-Abo über die Remarkable-Cloud auf die Inhalte zugreifen. Diese werden automatisch synchronisiert. Interessant ist die damit verbundene neue Bildschirmteilen-Funktion: Mit dieser können wir den Inhalt unseres Remarkable in Echtzeit an einen PC weiterleiten und auf einem großen Display anzeigen. Remarkable zufolge ist dafür kein Connect-Abo notwendig.
Die Latenz dabei ist in unseren Tests beeindruckend gering. Machen wir auf dem Remarkable Eingaben, werden diese sofort auf dem verbundenen PC wiedergegeben. Eine Einsatzmöglichkeit könnte etwa ein Brainstorming in einem Meeting sein. Remarkable-Aufzeichnungen können über eine neue Integration auch an ein Miro-Board gesendet werden.
Drei Wochen Akkulaufzeit
Die Nutzungsdauer des Paper Pure gibt Remarkable mit drei Wochen an, wenn das Tablet täglich eine Stunde lang zum Notizenmachen verwendet werde – gemeint ist dabei eine Stunde Schreibzeit. Da das Display nur zum Aktualisieren Energie benötigt und es kein Hintergrundlicht gibt, hält der Akku bei uns im Test in der Tat sehr lang. Es kommt immer auf das Nutzungsszenario an, aber die drei Wochen halten wir für realistisch.



