Schreibgefühl wie bei den teureren Modellen
Als SoC kommt wie im Paper Pro Move ein nicht näher genannter Chip mit zwei Cortex-A55-Kernen und einer maximalen Taktrate von 1,7 GHz zum Einsatz. Der Arbeitsspeicher ist wie bei den anderen aktuellen Remarkable-Tablets 2 GByte groß, der Flash-Speicher 32 GByte. Das ist die Hälfte vom Paper Pro und Paper Pro Move.
Remarkable gibt eine Eingabelatenz von 21 ms an. Verglichen mit dem Remarkable 2 können wir keinen nennenswerten Unterschied bei der Latenz erkennen, wohl aber beim Schreibgefühl. Das Paper Pure verwendet wie das Paper Pro und Paper Pro Move Remarkables neue Stifte, die eine Spitze mit mehr Widerstand als die früheren haben. Entsprechend fühlt sich das Schreiben natürlicher an.
Wie bei den Pro-Modellen gibt es für das Paper Pure den Marker und den Marker Plus. Dieser ist etwas hochwertiger gebaut und hat auf der Rückseite eine Radierfunktion. Vom Schreibgefühl sind die beiden Stifte identisch, der Marker Plus liegt aufgrund des höheren Gewichts aber besser in der Hand.
Verwindungssteif dank Magnesiumrahmen
Obwohl das Gehäuse des Paper Pure aus Kunststoff und nicht aus Metall ist, fühlt sich das Tablet hochwertig an. Es ist zudem verwindungssteif, was am internen Rahmen aus Magnesium liegt. Dieser ist so konstruiert, dass er möglichst stabil ist, gleichzeitig aber nicht viel wiegt.
Wir konnten uns das Paper Pure auch auseinandergebaut anschauen. Remarkable versuchte, das Gerät so zu konstruieren, dass es möglichst leicht repariert werden kann: So ist der Akku nicht festgeklebt, die Rückseite ist mit zehn leicht zugänglichen Torx-Schrauben verschraubt. Remarkable hat seit Jahren ein Refurbished-Programm, dem eine leichte Reparierbarkeit natürlich zugutekommt.
Vom Betriebssystem her unterscheidet sich das Paper Pure nicht von den anderen aktuellen Remarkable-Tablets. Zum Einsatz kommt Remarkables eigenes OS, das auf Notizen fokussiert ist und keine Installation von Fremd-Apps zulässt. Der Hersteller ist nicht der Versuchung unterlegen, seinem neuen Tablet ein Android-Betriebssystem zu verpassen.
Das finden wir ausgezeichnet: Die Notiz-Tablets von Remarkable stehen seit jeher für ablenkungsfreies Arbeiten. Ein E-Book-Reader auf dem Schreibtablet, ein Browser, eine Magazin-App oder ein E-Mail-Programm mögen in manchen Situationen praktisch sein, lenken aber vom eigentlichen Zweck ab. Für solche Mischeinsatzzwecke gibt es andere Hersteller, denen Remarkable dieses Feld überlässt – etwa Boox.
Neue Funktionen sollen im Alltag helfen
Zusätzlich zu den bisherigen Funktionen wie einer guten Ordnerstruktur, zahlreichen Notizbuchvorlagen und Stiftoptionen sowie einer Transkribierung von geschriebenen Notizen in Text will Remarkable Produktivnutzern mit neuen Funktionen den Arbeitsalltag erleichtern. Das gelingt aber nur zum Teil.



