Zum Hauptinhalt Zur Navigation

Remarkable Paper Pro Move im Test: Klein, aber Remarkable

Remarkable hat sein Paper Pro verkleinert: Das neue Move ist handlicher und preiswerter, aber kein vollständiger Ersatz für das Original.
/ Tobias Költzsch
11 Kommentare News folgen (öffnet im neuen Fenster)
Das Paper Pro Move ist kleiner als bisherige Remarkable-Tablets. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Das Paper Pro Move ist kleiner als bisherige Remarkable-Tablets. Bild: Tobias Költzsch/Golem

Die E-Paper-Tablets von Remarkable gab es bisher nur im großen Format – das Paper Pro etwa hat ein 11,3 Zoll großes Farbdisplay. Das lässt viel Platz für Notizen und Zeichnungen, aber benötigt diesen Platz eben auch in der Tasche. Hier kommt das jüngste Modell in Remarkables Line-up ins Spiel: das Paper Pro Move .

Der Name "Move" deutet es schon an: Das Tablet soll sich besser für unterwegs eignen. Und tatsächlich ist das Gerät mit seinem 7,3-Zoll-Display wesentlich handlicher und lässt sich auch problemlos in eine Jackentasche stecken. Im Test zeigt sich das Move wie das größere Modell als technisch hochwertig, ein vollständiger Ersatz für das Paper Pro ist das kleinere Gerät aber nicht.

Das Paper Pro Move kommt im gleichen Design wie das Paper Pro: Der Aluminiumrahmen erinnert an ein zusammengeklapptes Buch, die Rückseite ist aus mattem Kunststoff. Die Abdeckung des Displays ist ebenfalls matt. Das erzeugt in Verbindung mit den Eingabestiften Marker oder Marker Pro ein Schreibgefühl, das dem auf Papier ähnelt – dazu gleich mehr.

Farbiges E-Ink-Display mit guter Auflösung

Das Display hat eine Auflösung von 1.696 x 954 Pixeln, was bei 7,3 Zoll zu einer Pixeldichte von 266 ppi führt. Das ist höher als beim Pixel Pro, das auf 229 ppi kommt. Das Move nutzt ein Bildschirmpanel mit E-Inks Gallery-3-Technologie, der Bildschirm kann bis zu 20.000 Farben darstellen. Wie das große Paper Pro hat auch das kleine Move eine gut funktionierende Handballenerkennung, wenn wir mit dem Stift schreiben.

Mit 195 x 108 x 6,5 mm ist das Paper Pro Move deutlich kleiner als das Paper Pro, mit 230 Gramm wiegt es zudem weniger als die Hälfte. Das kleine Tablet lässt sich bequem in einer Hand halten und tragen. Die Verarbeitung ist sehr hochwertig.

Das Move verwendet die gleichen Stifte wie das Paper Pro: den Marker oder den Marker Pro mit eingebauter Radierfunktion, der uns für den Test zur Verfügung steht. Anders als die Stifte früherer Remarkable-Tablets verwenden die aktuellen Marker Spitzen, die an die eines Apple Pencil erinnern.

Anzeige

Remarkable Paper Pro Move | ultrahandliches 7,3"-Farbtablet mit Marker Plus | das Digitale Taschen-Notebook für die Produktivität unterwegs

Jetzt sichern bei Amazon (öffnet im neuen Fenster)

Wenn Sie auf diesen Link klicken und darüber einkaufen, erhält Golem eine kleine Provision. Dies ändert nichts am Preis der Artikel.

Mit dem Marker Pro lässt sich auf dem Paper Pro Move sehr gut schreiben. Der Stift gleitet nicht wie auf einer glatten Glasoberfläche, sondern hat aufgrund des Spitzenmaterials und des matten Glases etwas Widerstand. Allerdings unterscheidet sich das Schreibgefühl ein wenig von dem auf dem großen Paper Pro.

Schreibgefühl auf dem großen Paper Pro ist etwas besser

Auf dem Paper Pro ist der Widerstand beim Schreiben etwas größer, weshalb es sich mehr so anfühlt, als würden wir mit einem Bleistift oder einem Füller auf Papier schreiben. Beim Paper Pro Move ist das Schreibgefühl rutschiger, es fühlt sich mehr nach Schreiben auf Glas an. Zugegebenermaßen merkt man das aber am ehesten im direkten Vergleich.

Gleiche Software und Funktionen wie auf Paper Pro

Wie beim Paper Pro schreiben wir auch auf dem Move mühelos Notizen auf einer der zahlreichen verfügbaren Vorlagen. Von kariert über liniert bis hin zu Notenblättern oder speziellen To-do-Listen und Kalendern sind die Möglichkeiten auch beim Move gefühlt unbegrenzt. Allerdings stehen die interaktiven Notizbücher und Kalender der Methods-Reihe nur Nutzern von Remarkables Connect-Abo zur Verfügung, das 2,99 Euro im Monat (29,90 Euro im Jahr) kostet und unter anderem noch Webspeicher enthält.

Die Software auf dem Move ist die gleiche wie auf dem großen Paper Pro, entsprechend gibt es hier keine Unterschiede zwischen den Modellen. Notizen können in Ordnern oder direkt in der Ablage gespeichert werden. In einer Notiz lassen sich die Stifte und weitere Funktionen über eine ausblendbare Leiste am oberen Bildrand auswählen.

An Stiften stehen neun Varianten zur Auswahl, darunter ein Textmarker. Bis auf diesen ist jeder Stift in drei Breiten und mehreren Farben verfügbar. Die Farben des Schattierers unterscheiden sich von den Vollfarben der übrigen Stifte. Der Textmarker hat nur sechs statt neun Farben (inklusive Schwarz und Weiß).

Kräftige Farben und unauffällige Hintergrundbeleuchtung

Die Farben sind wie beim Paper Pro für ein E-Paper-Tablet erstaunlich kräftig und vor allem bei natürlichem Lichteinfall auf das Display sehr gut zu erkennen und auseinanderzuhalten. Verwenden wir das Tablet im Dunkeln und drehen die Hintergrundhelligkeit hoch, verfälscht das die Farben etwas.

Die Hintergrundbeleuchtung ist generell nicht besonders hell, wodurch immerhin die Farben nicht stark verfälscht werden. In den Systemeinstellungen können wir einstellen, dass die Beleuchtung grundsätzlich stärker sein soll. Die mittlere Stufe entspricht dann der höchsten der Standardeinstellung.

Regeln wir im verstärkten Lichtmodus die Helligkeit dann ganz hoch, ist das Display zwar angenehm hell, die Farben sind dann aber verfälscht: Aus schwarzen Stiften werden dann dunkelblaue. Der gleiche Effekt lässt sich auch beim Paper Pro beobachten und ist systemimmanent bei den Remarkable-Tablets mit Beleuchtung.

Anzeige

Remarkable Paper Pro Move | ultrahandliches 7,3"-Farbtablet mit Marker Plus | das Digitale Taschen-Notebook für die Produktivität unterwegs

Jetzt sichern bei Amazon (öffnet im neuen Fenster)

Wenn Sie auf diesen Link klicken und darüber einkaufen, erhält Golem eine kleine Provision. Dies ändert nichts am Preis der Artikel.

Die Latenz beim Schreiben ist wie gewohnt niedrig, entsprechend flüssig geht die Eingabe von der Hand. Notizen lassen sich auswählen und verschieben, kopieren oder ausschneiden. Rechtecke oder Kreise können – wenn gewünscht – automatisch bei der Eingabe durch vom System generierte Formen ersetzt werden. Über eine Bildschirmtastatur lässt sich auch Text in Typen eingeben; eine ansteckbare Tastatur wie beim Paper Pro gibt es für das Move nicht.

Gute Umwandlung von Handschrift in Typentext

Typentext können wir wie beim Paper Pro auch aus unserer Handschrift generieren: Es lassen sich entweder einzelne handgeschriebene Seiten oder mehrere auf einmal umwandeln. Dafür müssen wir in den Einstellungen (oder bei der ersten Nutzung der Umwandlung) die von uns verwendete Sprache auswählen. Wer mehrere Sprachen verwendet, muss sie vor den Umwandlungen umstellen, was etwas umständlich sein kann.

Auch bei schlimmen Handschriften bekommt die Handschriftenerkennung des Paper Pro Move noch gute Resultate hin. Fehlerfrei sind sie nicht, das können wir angesichts der verwendeten Sauklaue der Software aber nicht vorwerfen. Um handschriftliche Notizen mit externen Personen zu teilen, ist die Umwandlung sehr gut.

Wir können mit der Systemsuche nicht nur in den getippten Notizen nach Begriffen suchen, sondern auch in den handschriftlich verfassten. Dafür legt das Paper Pro Move einen Index unserer Aufzeichnungen an, der dann durchsucht wird. Dadurch ist die Handschriftensuche erstaunlich schnell, auch die Ergebnisse sind gut.

Kleineres Format bedeutet: anderer Anwendungszweck

Für uns ist das Schreiben auf dem Paper Pro Move insgesamt etwas völlig anderes als auf dem Paper Pro. Das liegt nicht an der Technik oder der Software, sondern am Format. Das Move ist für uns ein Notizblock, das Paper Pro eher ein Notizheft. Der Unterschied: Auf dem Move machen wir tendenziell kurze, knappe Notizen, auf dem Paper Pro schreiben wir eher längere Abhandlungen.

Das liegt einfach an dem fehlenden Platz auf dem Move, wenn wir es hochkant verwenden. Zwar lässt sich das Gerät auch im Querformat nutzen, das finden wir angesichts des notwendigen Scrollens aber nicht besonders praktisch. Scrollen ist auf jedem Remarkable-Tablet immer noch eine etwas fummelige Sache, da ist das Move keine Ausnahme.

Auf einem großen Remarkable-Tablet gemachte Notizen haben auf dem Move aufgrund des kleineren Formats eine recht kleine Schrift – es sei denn, wir zoomen heran, was fummelig ist. Andersherum sind auf dem Move gemachte Notizen auf dem Paper Pro riesig. Wer beide Tablets parallel verwendet, muss mit den unterschiedlichen Formaten klarkommen.

Anzeige

Remarkable Paper Pro Move | ultrahandliches 7,3"-Farbtablet mit Marker Plus | das Digitale Taschen-Notebook für die Produktivität unterwegs

Jetzt sichern bei Amazon (öffnet im neuen Fenster)

Wenn Sie auf diesen Link klicken und darüber einkaufen, erhält Golem eine kleine Provision. Dies ändert nichts am Preis der Artikel.

Bei den interaktiven Methods-Vorlagen bietet Remarkable noch nicht alle im kleineren Format des Move an. Vorlagen wie To-do- oder normale Kalender gibt es schon im kleineren Format, die zahlreichen anderen Vorlagen hingegen nicht. Laden wir uns beispielsweise die Methods-Vorlage Meeting Index herunter, ist das auf dem kleinen Display des Move eine ziemlich frickelige Sache.

Noch nicht viele Vorlagen speziell fürs Move

Offenbar ist Remarkable dabei, die eigenen Methods-Vorlagen auch für das Move zu bringen. Das kleine Tablet ist aber schon ein paar Wochen auf dem Markt – und dafür finden wir die angepasste Auswahl bisher zu klein. Das ist schade, bieten die Vorlagen doch mit ihren internen, antippbaren Verlinkungen einen echten Mehrwert gegenüber den normalen Vorlagen.

Wie bei den anderen Remarkable-Tablets können wir auch Dateien auf das Tablet kopieren, um sie dort zu lesen oder Anmerkungen zu machen – etwa PDFs. Allerdings ist das – für uns unverständlich – immer noch unnötig umständlich: Wir müssen ein USB-Kabel anschließen, dann aber eine Webseite verwenden, um Dateien zu kopieren. Einfacher wäre es natürlich, wenn sich das Tablet wie andere Geräte als Massenspeicher direkt mit dem Rechner verbinden würde.

Alternativ können wir auch die Remarkable-App verwenden, um Dateien drahtlos auf das Tablet zu bekommen. Die App ist für Android und iOS verfügbar und erlaubt es nicht nur, Dateien an das Tablet zu schicken, sondern auch, Notizen anzufertigen. Sie können dann auf dem Paper Pro Move weiter bearbeitet werden. Allerdings können wir nur getippte Texte über ein Smartphone eingeben, keine handschriftlichen, und auch nur, wenn wir ein Connect-Abo haben.

Einbindung externer Clouddienste ist möglich

Remarkable zufolge sind übrigens sowohl die Daten auf dem Move selbst als auch die in der Cloud verschlüsselt. Neben der Remarkable-Cloud können wir über die sogenannten Integrations auch Dropbox, Google Drive und Onedrive verwenden. Wir können dann Dateien von den Clouddiensten importieren und Notizen von unserem Move dorthin exportieren.

Anzeige

Remarkable Paper Pro Move | ultrahandliches 7,3"-Farbtablet mit Marker Plus | das Digitale Taschen-Notebook für die Produktivität unterwegs

Jetzt sichern bei Amazon (öffnet im neuen Fenster)

Wenn Sie auf diesen Link klicken und darüber einkaufen, erhält Golem eine kleine Provision. Dies ändert nichts am Preis der Artikel.

Die Integration ist praktisch, um bei den Cloudspeichern abgelegte Dokumente zu importieren und auf dem Move zu bearbeiten. Mit einem Connect-Abo können zudem Dateien auch per Slack geteilt werden, und nicht nur per E-Mail.

Das Paper Pro Move hat einen Akku mit einer Nennladung von 2.334 mAh. Das klingt nach nicht viel, allerdings benötigt ein E-Paper-Display auch merklich weniger Energie. Remarkable gibt die Akkulaufzeit mit zwei Wochen an; je nach Nutzung lässt sich das Tablet aber durchaus auch länger verwenden, vor allem, wenn es nur sporadisch für Notizen ohne Hintergrundbeleuchtung verwendet wird.

Remarkable Paper Pro Move: Verfügbarkeit und Fazit

Das Remarkable Paper Pro Move(öffnet im neuen Fenster) kostet mit dem Standardstift, sechs Stiftspitzen und einem USB-Kabel 479 Euro. Der Marker Plus kostet 50 Euro extra. Die günstigste Hülle aus einem Kunststoffgewebe kostet 69 Euro, die Lederhülle 149 Euro.

Fazit

Das Paper Pro Move ist eine gute Erweiterung des bisherigen Produktportfolios von Remarkable, das ausschließlich aus großen Tablets bestand. Wie das "Move" im Namen andeutet, eignet sich das kleine Remarkable sehr gut für Notizen unterwegs.

Dabei fungiert es aufgrund der Größe allerdings für uns eher wie ein Notizblock und weniger wie ein Notizbuch, wie es die anderen Remarkable-Tablets tun. Das ist irgendwie verständlich: Ein großes Notizbuch aus Papier ist schließlich auch etwas anderes als ein kleinerer Notizblock.

Zwar können wir das Move auch quer verwenden und durch Scrollen Notizen mit mehr Platz pro Zeile anfertigen, wirklich praktisch finden wir das aber nicht. Scrollen ist auf dem Move wie auf anderen Remarkable-Tablets mitunter etwas fummelig. Längere Traktate würden wir auf dem Move nicht schreiben wollen.

Technisch gesehen finden wir im Grunde keinen Unterschied zum größeren Paper Pro – mal abgesehen von der etwas rutschigeren Oberfläche beim Move. Das Display ist sehr gut lesbar, die Farben sind kräftig, die Hintergrundbeleuchtung ist sinnvoll einsetzbar. Der Stift reagiert ebenso gut wie auf dem größeren Paper Pro, was das Schreiben auch auf dem Move zum Vergnügen macht.

Anzeige

Remarkable Paper Pro Move | ultrahandliches 7,3"-Farbtablet mit Marker Plus | das Digitale Taschen-Notebook für die Produktivität unterwegs

Jetzt sichern bei Amazon (öffnet im neuen Fenster)

Wenn Sie auf diesen Link klicken und darüber einkaufen, erhält Golem eine kleine Provision. Dies ändert nichts am Preis der Artikel.

Auch die Software ist identisch, was dem Move die gleichen guten Vorlagen wie den anderen Remarkable-Tablets beschert. Mit einem Connect-Abo lässt sich auch die gute Cloudfunktion auf dem kleinen Tablet verwenden. Zusammen mit den exklusiven Vorlagen finden wir einen Preis von 30 Euro im Jahr noch vertretbar.

Insgesamt ist das Move eine sehr gute kleine Version von Remarkables großem Paper Pro. Dabei ist das Gerät aber vom Nutzungsszenario her eigenständig genug, dass wir es nicht als vollständigen 1-zu-1-Ersatz sehen würden. Allerdings ist das Move auch 170 Euro günstiger als das Paper Pro, es dient also durchaus als preiswerterer Einstieg in die Remarkable-Welt.


Relevante Themen