Release-To-Manufacturing: Ubuntu-Phone verlässt üblichen Release-Zyklus

Bisher basierten die Ubuntu-Phone-Images auf der jeweils aktuellen Distribution. Um noch vor Oktober ein stabiles Image an Hersteller auszuliefern, soll diese Strategie nun erstmals durchbrochen werden.

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Ubuntu-Phone-Images sollen noch vor Oktober RTM-Status erreichen.
Ubuntu-Phone-Images sollen noch vor Oktober RTM-Status erreichen. (Bild: Canonical)

Die Ubuntu-Phone-Abbilder erreichen laut dem Entwickler Colin Watson voraussichtlich noch in diesem Release-Zyklus, also vor Oktober dieses Jahres, den Status Release-To-Manufacturing (RTM). Die bis dahin noch ausstehenden Funktionen könnten aber wohl nicht als Stable-Release-Update (SRU) veröffentlicht werden, weshalb Watson vorschlägt, eine "abgeleitete Distribution" zu erstellen.

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Verschiedene Abbilder der Smartphone-Version von Ubuntu basierten in der Vergangenheit auf der jeweils aktuellen stabilen Version, neue Funktionen wurden als SRU integriert. Für die kommenden Arbeiten ist diese Vorgehensweise dem Team zufolge aber nicht mehr machbar, da es zu viele Probleme geben könnte, wie etwa Konflikte mit dem Rest der Ubuntu-Community.

Um das zu vermeiden, diskutierten die Beteiligten in Malta über mögliche Lösungen. Die komplette Entwicklung hätte etwa in ein PPA ausgelagert werden können, das auf dem Entwicklungszweig für das kommende Ubuntu 14.10 basiert. Mittelfristig würde es aber immer schwerer, die Pakete dafür zu aktualisieren. Deshalb hat sich das Team für die "abgeleitete Distribution" entschieden.

Kurzlebiger Distro-Fork

Der Plan sieht vor, sämtliche benötigten Pakete komplett in einen eigenen Zweig zu verlagern, der unabhängig von der Entwicklung anderer Bestandteile der Ubuntu-Distribution ist. Zunächst sollen die dafür notwendigen Anpassungen an der Infrastruktur vorgenommen werden, was in den kommenden zwei Monaten abgeschlossen sein soll.

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Im August könnte dann bereits eine erste Beta der Abbilder veröffentlicht werden. Diese wird über Launchpad erreichbar sein und auch die Entwicklung der Funktionen bis zum RTM werden in diesem Zweig öffentlich einsehbar sein. Wann genau die Abbilder stabil genug sind, legt das Team nach eigenem Ermessen fest. Watson geht aber davon aus, dass "zumindest einige Wochen" vergehen werden, nachdem die Infrastruktur zufriedenstellend läuft.

Den so entstandenen RTM-Zweig wird das Team nicht besonders lange pflegen. Vielmehr sollen die Abbilder so schnell wie möglich wieder auf dem nächsten stabilen Zweig der Distribution basieren. Seit dem MWC im Frühjahr ist bekannt, dass die Hersteller BQ und Meizu noch in diesem Jahr ein Smartphone mit Ubuntu als Betriebssystem auf den Markt bringen wollen.

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