Release der Version 1.0: Opencloud als quelloffene Alternative zu Microsoft Office

Der deutsche Anbieter Opencloud entwickelt seit einiger Zeit ein Cloudsystem , das sich gut in Behörden und anderen Einrichtungen integrieren lässt. Dabei soll das Konzept möglichst quelloffen und transparent sein.
Das Unternehmen hat einen wichtigen Meilenstein angekündigt und die Opencloud 1.0(öffnet im neuen Fenster) vorgestellt. Es ist die erste fertig entwickelte Rolling-Release-Version der Software.
Allerdings soll sich diese noch nicht ganz für den Produktivbetrieb eignen. Stattdessen können User sie auf den eigenen Systemen installieren und testen. Die Demo kann über die Webseite des Herstellers angefordert werden.
DSGVO-konforme Cloud?
Opencloud 1.0 soll eine Open-Source-Alternative zu Komplettlösungen von Unternehmen wie Google oder Microsoft sein. So wird etwa mit Workspaces ein unternehmensübergreifender Datenspeicher angeboten. Dort können verschiedene Datenräume für unterschiedliche Teams im Unternehmen definiert werden.
Das erinnert ein wenig an den Microsoft-Dienst Sharepoint. Dabei sollen die strengeren Regeln der DSGVO eingehalten und Daten beispielsweise auf lokalen Servern gespeichert werden können.
Mithilfe von Opencloud wird auch eine Cloud-Office-Suite angeboten. Die basiert auf dem Projekt Collabora, einer freien und auf Libre Office basierenden Alternative zu Microsoft Office und Co.
Es soll dabei auch möglich sein, Dokumente in der Cloud zu speichern, von dort aus zu synchronisieren und mit mehreren Menschen gleichzeitig zu bearbeiten. Mit dabei ist zudem eine von Active Directory inspirierte User- und Rechteverwaltung.
Mit einem im März 2025 geplanten Produktionsrelease will Opencloud zudem Kundensupport anbieten. Es wird wohl mehrere Supportpakete für individuelle Bedürfnisse geben. Derweil wird die Open-Source-Community aufgerufen, ebenfalls am Projekt auf Github(öffnet im neuen Fenster) mitzuwirken.