Relayr: Munich Re kauft Sensorik-Startup für 300 Millionen US-Dollar

Das Berliner Sensorik-Startup Relayr wird von seinem Partner Munich Re (Münchner Rück) übernommen. Der Anbieter von Retrofit Kits und Middleware für IoT soll unabhängig bleiben.

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Industrieanlagen vernetzen mit Relayr
Industrieanlagen vernetzen mit Relayr (Bild: Relayr)

Der Versicherungskonzern Munich Re kauft für 300 Millionen US-Dollar das Berliner Sensorik-Startup Relayr. Das gab der Rückversicherer bekannt. Das Unternehmen vernetzt mit Retrofit Kits industrielle Anlagen und den Handel im Bereich IoT (Internet Of Things).

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Die Gruppengesellschaft Hartford Steam Boiler (HSB) wird Relayr übernehmen. Seit Beginn der Zusammenarbeit mit HSB im Jahr 2016 werden die Produkte von Relayr durch Finanz- und Versicherungsangebote ergänzt. Torsten Jeworrek, Mitglied des Vorstands von Munich Re, sagte: "Wir kombinieren eigenes Risikowissen, Fähigkeiten zur Datenanalyse und Finanzkraft mit der technologischen Expertise von Relayr." Auch als Teil von Munich Re soll Relayr weiter eigenständig agieren und seine Startup-Kultur behalten. Das Unternehmen hat rund 200 Beschäftigte, die an sieben Standorten in den USA, Großbritannien, Deutschland und Polen arbeiten. Früher wurden auch Produkte für die Heimautomation entwickelt.

Relayr hat eine Plattform entwickelt, mit der Unternehmen alte und neue Versionen von Hardware und Software verbinden sowie Daten aus Maschinen und Geräten auslesen und analysieren können. Damit soll auch erkannt werden können, wann eine Maschine voraussichtlich ausfallen würde, und dies durch Wartung verhindert werden.

Die Relayr-Plattform und ihre Bestandteile sollen unabhängig vom Gerätefabrikat/-modell und der Verbindung arbeiten, die mit 3G, Wi-Fi, IEEE 802.15.4 (WPAN) und anderen möglich ist. Das System soll Geräte mit verschiedenen Protokollen oder händlerspezifischen proprietären Managementprotokollen verwalten können. Relayr-Middleware kann integriert werden in externe Authentifizierungssysteme, Unternehmenssysteme, Analysesysteme, Dashboards, Apps und Entwicklerwerkzeuge. Verbindungen etwa mit SAP und Cloud-Systemen sind möglich.

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