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Bitcoin-Gewinne: Softwareentwickler spendet Million an die Grünen

Ein Softwareentwickler hat den Grünen eine Rekordsumme gespendet. Seine Bitcoin -Investitionen sieht er wegen des Energieverbrauchs inzwischen kritisch.
/ Friedhelm Greis , dpa
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Der Bitcoin-Boom sorgt für eine Rekordspende zugunsten der Grünen. (Bild: Foto/Montage: Friedhelm Greis/Golem.de/Sabocini)
Der Bitcoin-Boom sorgt für eine Rekordspende zugunsten der Grünen. Bild: Foto/Montage: Friedhelm Greis/Golem.de/Sabocini / CC-BY-SA 4.0

Die Grünen haben eine Parteispende in Höhe von einer Million Euro erhalten. Angaben dazu veröffentlichte der Bundestag am 14. April auf seiner Internetseite(öffnet im neuen Fenster) . Es handele sich um den höchsten Betrag, den die Partei jemals auf einmal erhalten habe, sagte eine Grünen-Sprecherin der Nachrichtenagentur dpa. Parteien müssen Spenden ab 50.000 Euro beim Bundestagspräsidenten anzeigen.

Das Geld ist nach Angaben der Sprecherin für den Bundestagswahlkampf gedacht und kommt von einem Grünen-Mitglied aus Greifswald in Mecklenburg-Vorpommern. Der selbstständige Softwareentwickler wolle damit einen Impuls geben für einen Politikwechsel hin zu mehr Umwelt- und Klimaschutz, so die Sprecherin. Das Geld stamme aus Gewinnen aus der Digitalwährung Bitcoin.

"Der Spender hat uns gegenüber deutlich gemacht, dass er diese Gewinne als unverdienten Reichtum ansieht, den er nicht für sich beanspruchen, sondern gesellschaftlich einsetzen möchte, für etwas, das seiner Überzeugung entspricht" , sagte die Sprecherin. "Inzwischen sieht er das Bitcoin-System kritisch, unter anderem auch vor dem Hintergrund, dass die nötigen Rechenoperationen riesige Mengen Strom verbrauchen."

Energiefresser Bitcoin

Forscher schätzen , dass 2024 alleine in China für das Bitcoin-Mining knapp 297 Terawattstunden an elektrischer Energie benötigt werden. Das ist mehr als die Hälfte des deutschen Stromverbrauchs im Jahr 2020.

Aktuell liegt der Energieaufwand für Bitcoin laut dem Bitcoin Electricity Consumption Index (öffnet im neuen Fenster) der Universität Cambridge hochgerechnet bei rund 141 Terawattstunden im Jahr.

Für eine Bitcoin-Transaktion werden laut der Datenbank Statista(öffnet im neuen Fenster) im Schnitt 741 Kilowattstunden an elektrischer Energie benötigt. Laut einer Studie der Bank of America(öffnet im neuen Fenster) werden bei einer Transaktion mit einem Wert von 50.000 US-Dollar rund 270 Tonnen Kohlendioxid freigesetzt, so viel wie von 60 Verbrennerautos im Jahr.

Wie die Blockchain funktioniert - Cognizant (englisch)
Wie die Blockchain funktioniert - Cognizant (englisch) (02:10)

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