Rekord: T-Mobile US hat 71,5 Millionen Kunden

T-Mobile-Chef John Legere feiert in Las Vegas die Erfolge des Mobilfunkbetreibers. Er flucht über die Konkurrenz, macht sie lächerlich und lobt die Telekom-Tochter.

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T-Mobile-Chef John Legere auf dem Weg zu seinem CES-Auftritt
T-Mobile-Chef John Legere auf dem Weg zu seinem CES-Auftritt (Bild: T-Mobile/Screenshot: Golem.de)

T-Mobile US hatte im Jahr 2016 einen stärkeren Kundenzuwachs als erwartet. Das dritte Jahr in Folge seien über 8 Millionen neue Kunden gewonnen worden, sagte T-Mobile-Chef John Legere auf der Branchenmesse CES in Las Vegas. Davon hätten 4,1 Millionen feste Verträge (Postpaid), erklärte Legere unter Berufung auf vorläufige Zahlen des vierten Quartals 2016. Ende des Jahres hatte T-Mobile US 71,5 Millionen Kunden.

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Im vierten Quartal gewann das Unternehmen US 2,1 Millionen Neukunden. Die offiziellen Quartalszahlen stellt der Mobilfunkbetreiber im Februar 2017 vor.

Legere hat in den USA Kultstatus, ihm folgen bei Twitter 3,47 Millionen Menschen. Er liebt vulgäre Sprache und Angriffe auf die Konkurrenz AT&T, Verizon und Sprint, die er als arrogante Abzocker bezeichnet, die T-Mobile als disruptive Player "erledigen will". Er spricht aber auch offen über Schwächen des eigenen Unternehmens in der Vergangenheit.

Mehrheitseigner Deutsche Telekom

Die Telekom hatte ihre heutige US-Tochter einst für 28,5 Milliarden US-Dollar gekauft. Als das Unternehmen in vier von fünf Jahren Gewinneinbußen verzeichnete, wurde der Ausstieg beschlossen. Doch der Verkauf an AT&T für 39 Milliarden US-Dollar scheiterte am US-Justizministerium. AT&T zahlte für den Ausstieg eine Vertragsstrafe in Höhe von drei Milliarden US-Dollar.

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Danach wurde die Fusion mit dem Konkurrenten MetroPCS vollzogen. MetroPCS Communications, ehemals bekannt unter dem Namen General Wireless, betrieb das fünftgrößte Mobilfunknetzwerk in den USA und hatte im Januar 2012 eine Kundenzahl von 9,5 Millionen.

Auch ein Verkauf von T-Mobile USA an den Konkurrenten Sprint kam nicht zustande. Der Eigner Softbank wollte mehr als die Hälfte der Telekom-Anteile zu einem Preis von 16 Milliarden US-Dollar übernehmen.

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