Reisen: Airbnb beantragt Börsengang

Bisher war unklar, ob Airbnb seinen Plan trotz der Coronavirus-Pandemie in die Tat umsetzen wird.

Artikel veröffentlicht am , / dpa
Airbnb reicht Antrag für Börsengang ein.
Airbnb reicht Antrag für Börsengang ein. (Bild: Toshifumi Kitamura/AFP via Getty Images)

Der Ferienwohnungsvermittler Airbnb ist auf dem Weg an die Börse. Das Unternehmen aus San Francisco reichte einen vertraulichen Antrag für eine Aktienplatzierung ein. Wie viele Aktien und zu welchem Preis dabei angeboten werden sollen, werde zu einem späteren Zeitpunkt entschieden, teilte Airbnb mit. Wann das sein wird, ist nicht bekannt.

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Airbnb hatte schon seit einiger Zeit einen Börsengang für dieses Jahr in Aussicht gestellt. Aufgrund der Coronavirus-Pandemie war jedoch unklar, ob es so bald dazu kommen wird. Nach einem ersten Einbruch beim Umsatz durch die Pandemie sah die Firma zuletzt eine Erholung ihres Geschäfts dank Nutzern, die auf kürzere Entfernungen als früher verreisen, oft mit dem Auto.

Startups in den USA haben die Möglichkeit, ihren Antrag für einen Börsengang vertraulich bei der Börsenaufsicht SEC einzureichen - und die Informationen erst später öffentlich zu machen. Davon haben bereits diverse Firmen Gebrauch gemacht.

Coronavirus-Pandemie belastet das Geschäft von Airbnb

Im April 2020 hatte sich Airbnb 1 Milliarde US-Dollar zusätzlich beschafft, um die Belastung durch die Coronavirus-Pandemie zu überstehen. Es war eine strategische Investition der beiden Beteiligungsgesellschaften Silver Lake und Sixth Street Partners. Das Ganze wurde über Aktien und Schuldtitel realisiert.

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Die Coronakrise traf Airbnb hart, denn Reisen jeglicher Art fanden für einige Wochen kaum noch statt. Damit konnte die Kundschaft, die eine Unterkunft über Airbnb gebucht hatte, diese nicht mehr erreichen. Airbnb musste dann geleistete Mietzahlungen erstatten, ohne dass neue Einnahmen in großem Umfang dazu kamen.

Wie Daten vom März 2020 zeigen, musste Airbnb zwischen Mitte Februar und Mitte März einen Einbruch des Umsatzes um mehr als die Hälfte verkraften. In Deutschland lag der Airbnb-Umsatz in der Woche ab 16. Februar bei 31 Millionen Euro, in der ab 15. März nur noch bei 16 Millionen Euro. In Frankreich, dem wichtigsten Markt des Vermittlers in Europa, ging der Umsatz von 120 auf 65 Millionen Euro zurück. In Italien verringerte sich der Umsatz von 58 auf 31 Millionen, in Spanien von 59 auf 33 Millionen Euro.

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