Reigns The Witcher im Kurztest: Hexer wischen und Monster (auf-) mischen
Bekanntlich müssen wir auf The Witcher 4 noch ein Weilchen warten. Und auch wenn sich Gerüchte halten, wonach im Sommer eine dritte Erweiterung für The Witcher 3 den Bogen zum kommenden Serienteil schlagen könnte, hilft das nur bedingt gegen die Sehnsucht nach neuen Abenteuern mit dem Hexer.
Wer also jetzt schon wieder Lust auf Geralt, Yennefer und Rittersporn verspürt, der sollte einen Blick auf das für Windows-PC und mobile Endgeräte erhältlich Reigns – The Witcher werfen.
Statt epischer Open World, Monsterjagd mit Ölen und Zeichen sowie verzweigter Queststränge bekommen wir hier allerdings ein simples Spielprinzip serviert. Wie in der Reigns-Reihe üblich, wischen wir Karten nach links oder rechts und treffen so Entscheidungen.
Jede Wahl beeinflusst mehrere Werte wie Moral, Gold, Einfluss oder Sicherheit. Gerät einer dieser Balken aus dem Gleichgewicht, endet der Durchlauf. Wenn es dumm läuft, erscheint schon nach einer halben Minuten der Abspann mit Geralts Tod, viel länger als 5 bis 10 Minuten dauern aber auch die längsten Partien kaum.
Die deutschen Texte sind hübsch aufbereitet und transportieren durchaus den trockenen, manchmal zynischen Ton, den wir aus dem Witcher-Kosmos kennen. Immer wieder tauchen bekannte Figuren wie Vesemir, Yennefer oder Rittersporn auf, natürlich auch Geralt selbst steht im Zentrum.
Trotzdem fühlt sich das Ganze nur bedingt wie ein echtes Witcher an. Dafür fehlt schlicht die erzählerische Wucht und die spielerische Tiefe der Hauptreihe. Vieles bleibt Skizze, Anekdote, charmante Randnotiz.
Reigns – The Witcher: Verfügbarkeit und Fazit
Optisch setzt das von Nerial(öffnet im neuen Fenster) entwickelte Spiel auf eine schlichte, stilisierte Darstellung. Die simple Grafik passt zum Kartenformat, wirkt aber angesichts der prominenten Vorlage arg unspektakulär.
Neu sind kleinere Kampfeinlagen, die als eigene Minispiele eingebunden sind. Diese brechen den sonst flüssigen Entscheidungsrhythmus auf und sind zunächst gewöhnungsbedürftig.
Reigns – The Witcher ist für Windows-PC (Gog, Steam) sowie für Android (ab 6.0) und iOS (ab 15) für 6 Euro erhältlich. Es ibt nur eine etwas schrille Kunstsprache als Sprachausgabe, die deutschen Bildschirmtexte sind sehr gut übersetzt.
Fazit
Unterm Strich ist Reigns – The Witcher ein nettes kleines Spiel für zwischendurch. Das einfache Prinzip funktioniert, die Texte unterhalten, und der Wiederspielwert ist dank vieler möglicher Ereignisse durchaus vorhanden.
Wer jedoch ein vollwertiges Rollenspiel im Stil der Hauptserie erwartet, wird enttäuscht sein. Durchaus ein empfehlenswerter Titel für Fans, die sich die Wartezeit verkürzen möchten.
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