Reichweite von 930 km: Jet-Drohne Bayraktar Kizilelma hebt zum Erstflug ab
Der türkische Drohnenhersteller Baykar hat den Erstflug seiner neuen Jet-Drohne Kizilelma erfolgreich durchgeführt. Die Kizilelma ist Teil des Projekts MIUS (Muharip İnsansız Uçak Sistemi, Kampfflugzeugsystem ohne Menschen) und wurde für militärische Luft-Luft- und Luft-Boden-Einsätze entwickelt.
Sie ist mit einem Ivchenko-Progress AI-25TLT Turbofan-Triebwerk ausgestattet, das eine Schubkraft von 16,9 Kilonewton hat und mit Jet-A1 oder JP-8 Treibstoff betrieben wird.
Später soll den Angaben zufolge auch ein Ivchenko-Progress AI-322F Turbofan-Triebwerk mit einer Schubkraft von 24,5 kN beziehungsweise 44 kN mit Nachbrenner zum Einsatz kommen, wobei der Hersteller dies für die Überschall-Version der Drohne plant.
Die Drohne ist 14,7 Meter lang und hat eine Flügelspannweite von 10 Metern sowie eine Höhe von 3,3 Metern mit Fahrwerk. Sie kann Lasten von bis zu 1.500 kg transportieren, hat eine maximale Geschwindigkeit von 1.100 km/h und eine Kampfreichweite von 930 km. Die Marschgeschwindigkeit der Jetdrohne beträgt laut Newsweek(öffnet im neuen Fenster) 735 km/h. Baykar plant, sie 2023 einsatzbereit zu machen.
Die Bayraktar Kizilelma(öffnet im neuen Fenster) (übersetzt: roter Apfel) verfügt über ein Strahltriebwerk und ist mit Canards(öffnet im neuen Fenster) für erhöhte Manövrierfähigkeit ausgerüstet. Ihr Waffenschacht liegt innen. Neben dem internen Waffenschacht soll es externe Stationen geben. Die Drohne soll zudem Tarnkappen-Fähigkeiten aufweisen.
Darüber hinaus soll die Kizilelma über ein bedeutendes Alleinstellungsmerkmal verfügen. Laut Bayraktar könnte das unbemannte Kampfflugzeug auf dem türkischen Flugzeugträger TCG Anadolu stationiert werden.
Laut Aerotime wurde die Kizilelma(öffnet im neuen Fenster) erstmals im Juli 2021 angekündigt. Sie soll eine Weiterentwicklung der Bayraktar-TB2-Drohne sein, welche die Ukraine zur Abwehr der russischen Offensive einsetzt. Die TB2-Drohnen sind in der Lage, bis zu 220 km/h zu fliegen, Nutzlasten von bis zu 150 kg zu tragen und Nachrichten-, Aufklärungs- und Kampmissionen durchzuführen. Nach völkerrechtswidrigen Einsätzen durch türkische Truppen in Kurdistan, Syrien, Libyen und Berg-Karabach wird die Drohne angeblich in 16 Länder verkauft.
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