Reichen-Diskussion: Elon Musk lässt Twitter über 10-%-Aktienverkauf abstimmen

Tesla-Chef Elon Musk hat in einem Tweet dazu aufgefordert, abzustimmen, ob er 10 Prozent seiner Aktien verkaufen soll, um Steuern zahlen zu müssen.

Artikel veröffentlicht am , Michael Linden
Tesla-Kurs Anfang November 2021
Tesla-Kurs Anfang November 2021 (Bild: Apple/Foto: Golem.de)

Es wären etwa 23 Milliarden US-Dollar, die Tesla-Chef Elon Musk bei der aktuellen Bewertung der Tesla-Aktie an der Börse theoretisch erlösen könnte, wenn er 10 Prozent seiner Aktien am US-Autobauer verkauft. Derzeit hält der Tesla-Chef etwa 23 Prozent der Aktien, was einem Wert von 230 Milliarden US-Dollar entspricht.

Stellenmarkt
  1. Kubernetes Engineer (m/w/d)
    LexCom Informationssysteme GmbH, München
  2. Abteilungsleitung (m/w/d) Softwareentwicklung
    KDO Service GmbH, Oldenburg
Detailsuche

Für dieses Aktienpaket muss Elon Musk derzeit keine Steuern zahlen, solange er die Kursgewinne nicht realisiert. "In letzter Zeit wird viel über nicht realisierte Gewinne als Mittel zur Steuervermeidung gesprochen", schreibt Musk in dem Tweet, dem auch die Abstimmung anhängt, ob er verkaufen soll oder nicht. Er schlägt vor, zehn Prozent seiner Tesla-Aktien zu verkaufen. Die Umfrage war auf 24 Stunden Laufzeit angesetzt. Musk hat 62,5 Millionen Follower, aber jeder Twitter-Nutzer kann sich an der Abstimmung beteiligen. Bislang haben mehr als 2,6 Millionen Menschen an der Umfrage teilgenommen, und das "Ja" zu dem Aktienverkauf liegt mit gut 56 Prozent deutlich vorne.

Musk hatte sich im Vorfeld gegen die Verteuerung nicht realisierter Gewinne ausgesprochen, will mit dem Aktienverkauf jedoch eine Alternative anbieten, auf die er dann Steuern zahlen muss. Da er weder ein Gehalt noch Boni erhalte, sei der Verkauf von Aktien der einzige Weg für ihn, steuerpflichtig zu werden, so Musk.

Golem Akademie
  1. Advanced Python – Fortgeschrittene Programmierthemen: virtueller Zwei-Tage-Workshop
    27.–28. Januar 2022, Virtuell
  2. C++ Programmierung Basics: virtueller Fünf-Tage-Workshop
    13.–17. Dezember 2021, virtuell
Weitere IT-Trainings

Im US-Kongress wird über eine Milliardärssteuer in Höhe von 23,8 Prozent auf Gewinne bei Wertpapieren diskutiert, egal ob diese Wertpapiere verkauft wurden oder nicht.

Wenn Musk so viele Tesla-Aktien verkaufen würde, hätte das wahrscheinlich einen erheblichen negativen Einfluss auf den Kurs, der derzeit auf einem Rekordniveau verharrt. Am 5. November 2021 notierte er bei 1.222,09 US-Dollar und hat sich seit Juni 2021 damit mehr als verdoppelt.

Der Tesla-Chef profitiert von einer, bei seiner Vertragsverlängerung 2018 um weitere zehn Jahre als Vorstandschef geschlossenen Zielvereinbarung. Darin wurden zwölf Zielmarken festgelegt, von deren Erreichung Musk profitiert. So wurde beispielsweise auch eine riskant erscheinende Wette auf den Aktienkurs zentrales Element der Vereinbarung.

Musk bekommt dem Vertrag nach pro 50 Milliarden US-Dollar Börsenwert ein Prozent der gehandelten Aktien des Unternehmens. Bisher hatte Musk die Ziele erreicht. Der Zeitpunkt der Twitter-Abstimmung scheint deshalb nicht von ungefähr zu kommen: Musk muss vermutlich auch deshalb Aktien verkaufen, um Steuern auf Optionen begleichen zu können, die 2022 auslaufen.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


Cavaron 14. Nov 2021 / Themenstart

So, entgegen deiner böswilligen Behauptung spart Musk eben nicht Steuern durch einen...

Bonarewitz 09. Nov 2021 / Themenstart

Und im Endeffekt sind wir alle selbst schuld, weil wir immer die gleichen Parteien...

felix.schwarz 09. Nov 2021 / Themenstart

Nein. Ich beziehe mich auf § 18 Abs. 1 InvStG ("Vorabpauschale"). Auf dieser Basis...

Dwalinn 08. Nov 2021 / Themenstart

Also zumindest laut der Schufa Seite wird sowas nur verwendet wenn sonst überhaupt keine...

felix.schwarz 08. Nov 2021 / Themenstart

Das stimmt so nicht. Falls du die Vorabpauschale meinst: Dabei wird gerade keine Steuer...

Kommentieren



Aktuell auf der Startseite von Golem.de
Fälschung
Wieder Abmahnungen wegen Youporn-Streaming

Diesmal hat sich ein besonders dummer Betrüger an Abmahnungen zum Streaming bei Youporn versucht. In dem Brief stimmt fast keine Angabe.

Fälschung: Wieder Abmahnungen wegen Youporn-Streaming
Artikel
  1. Deutsche Telekom: Netflix, Facebook und Amazon sollen für Netzausbau zahlen
    Deutsche Telekom
    Netflix, Facebook und Amazon sollen für Netzausbau zahlen

    Deutsche Telekom, Vodafone und 11 weitere große europäische Netzbetreiber wollen jetzt Geld von den Content-Konzernen aus den USA sehen.

  2. Telekom-Internet-Booster: Feldtest bringt über 600 statt 50 MBit/s ins Haus
    Telekom-Internet-Booster
    Feldtest bringt über 600 statt 50 MBit/s ins Haus

    Die Telekom beginnt mit 5G DSL. Dafür wird im Haushalt eine Außenantenne benötigt.

  3. 800 MHz: Bundesnetzagentur dürfte nächste Auktion absagen
    800 MHz
    Bundesnetzagentur dürfte nächste Auktion absagen

    1&1 wird sich das neue Vorgehen nicht gefallen lassen. 800 MHz bietet wichtige Flächenfrequenzen auf dem Lande.

Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    Daily Deals • Heute ist Cyber Monday • AMD Ryzen 7 5800X 348€ • 3 für 2: Star Wars & Marvel • Bis 300€ Direktabzug auf TVs, Laptops uvm. • Bis 50% auf beyerdynamic + Gratis-Kopfhörer • Cyber Monday bei MM/Saturn (u. a. Xiaomi 11 Lite 5G 299€) • Alternate (u. a. be quiet CPU-Kühler 29,99€) [Werbung]
    •  /