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Regulierung und Strompreis: OpenAI plante Rechenzentrum in Deutschland

Ein milliardenschweres OpenAI-Rechenzentrum für Deutschland ist offenbar bis zum Kanzler verhandelt worden.
/ Andreas Donath
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OpenAI wollte in Deutschland offenbar ein riesiges Rechenzentrum bauen. (Bild: PAU BARRENA/AFP via Getty Images)
OpenAI wollte in Deutschland offenbar ein riesiges Rechenzentrum bauen. Bild: PAU BARRENA/AFP via Getty Images

OpenAI-Chef Sam Altman hat sich wegen des möglichen Baus eines hochmodernen KI-Rechenzentrums im vergangenen Jahr mehrfach mit der deutschen Staatsspitze getroffen. Im September sprach er mit Bundeskanzler Friedrich Merz, zudem führte er separate Gespräche mit Vizekanzler Lars Klingbeil und Digitalminister Karsten Wildberger, wie das Handelsblatt berichtete(öffnet im neuen Fenster).

OpenAI wollte dem Bericht zufolge eine Anlage mit einer Kapazität von bis zu einem Gigawatt errichten, mehr als alle bestehenden deutschen KI-Rechenzentren zusammen haben. Innerhalb der Regierung soll die Investition als Chance gegolten haben, Deutschland als Standort für KI-Infrastruktur zu positionieren.

Altman wollte den Standort allerdings nahe der französischen Grenze, damit das Werk auf günstigen französischen Atomstrom zugreifen kann, statt auf das vergleichsweise teure deutsche Netz. Das sagten mit den Gesprächen vertraute Personen dem Handelsblatt.

Folgegespräche verliefen vage

Deutschland schaltete seine letzten Atomkraftwerke 2023 ab. Merz bezeichnete diese Entscheidung wiederholt als unumkehrbar. Ein Projekt, das an Atomstrom gekoppelt ist, berührt damit einen politisch heiklen Punkt innerhalb der Koalition.

Insider sagten der Zeitung weiter, die Folgegespräche seien vage und ohne die technischen Details gewesen, die ein Projekt dieser Größenordnung normalerweise erfordere. In Regierungskreisen vermutet man dem Bericht zufolge, OpenAI habe nie ernsthaft vorgehabt, sich zu binden, sondern lediglich getestet, wie Berlin reagiere.

In Deutschland gelten strenge Vorschriften: Abwärmeauflagen und eine kommende Pflicht, Rechenzentren ab 2027 vollständig mit grünem Strom zu betreiben, erhöhen die Kosten. Das Kabinett lockerte im Juni zwar einen Teil dieser Vorgaben. Koalitionspläne sehen vor, dass Kommunen künftig einen größeren Anteil der Steuereinnahmen aus solchen Anlagen behalten dürfen. Ob das Projekt wieder auf die Agenda kommt, ist aber offen.


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