Regulierung: Tesla macht Autopiloten in Europa wieder dümmer

Tesla hat ein neues Software-Update für das Model S und Model X in Europa verteilt, das die Fähigkeiten des Autopiloten einschränkt.

Artikel veröffentlicht am , Michael Linden
Sensorabdeckung des Autopiloten
Sensorabdeckung des Autopiloten (Bild: Tesla)

Tesla beschneidet die Fähigkeiten des Fahrerassistenzsystems Autopilot im Europa. Damit können das Model X und das Model S nach dem Aufspielen eines Updates weniger als die gleichen Fahrzeuge in den USA. Regulatorische Vorschriften machen dies erforderlich. Für das Model 3 wurden die Anpassungen schon vorgenommen, nun sind die älteren Fahrzeugmodelle dran.

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Wird der Autopilot verwendet, muss der Nutzer künftig alle 15 Sekunden Druck auf das Lenkrad ausüben. Außerdem wird der automatische Fahrspurwechsel, der auf Straßen mit zwei oder mehr Fahrspuren in jede Richtung funktioniert, eingeschränkt. Sind der automatische Fahrspurwechsel aktiviert und der Blinker eingeschaltet, wartet das Fahrzeug mindestens eineinhalb Sekunden, bevor es den Fahrspurwechsel startet, und bis zu fünf Sekunden, bevor es abbricht, wenn dieser nicht gestartet werden konnte.

Die Geschwindigkeitgrenze, bei der das Lenkrad während der Nutzung der Fahrassistenzfunktion Autosteer einschlagen kann, wurde abgesenkt. Dies könne die Fähigkeit des Fahrzeugs, Kurven zu fahren oder innerhalb der Spur zu bleiben, beeinträchtigen, schreibt Tesla in einer E-Mail an seine Kunden. Kunden können das Aufspielen des Updates Over-the-Air auf Dauer nicht verhindern.

Der Downgrade ist nicht das einzige Problem Teslas. Der Elektroautohersteller hat auch Ärger mit der Zentrale zur Bekämpfung unlauteren Wettbewerbs. Diese störte sich an Behauptungen Teslas, die Assistenzfunktionen des Model 3 ermöglichten bis Ende des Jahres "automatisches Fahren innerorts". Die Zentrale habe diese und weitere Aussagen als irreführend beanstandet und daher beim Landgericht (LG) München I Unterlassungsklage eingereicht (Az. 33 O 14041/19), heißt es in einer Mitteilung vom 29. Oktober 2019.

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Darüber hinaus moniert die Wettbewerbszentrale Formulierungen wie "Autopilot inklusive" oder "volles Potenzial für autonomes Fahren". Diese Aussagen finden sich auf der Konfigurationsseite für das Tesla Model 3. Damit werde der Eindruck erweckt, dass die so beworbenen Fahrzeuge bis Ende des Jahres 2019 autonom fahren könnten und dürften.

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c3rl 25. Dez 2019

Das steht genau konträr zu dem, was man von Tesla-Fahrern hört. Die Bejubeln bei jedem...

c3rl 25. Dez 2019

Ergänzung: in einer Tesla-Werkstatt werden Updates auch per WLAN-Hotstop aufgespielt, mit...

DeepSpaceJourney 21. Dez 2019

Die schlagen nicht an, wenn man ruhig fährt, sondern wenn man ruckartige Lenkbewegungen...

J.B.S. 20. Dez 2019

Deshalb sollte man momentan den AP auf Landstraßen mit sehr engen Kurven auch nicht...



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