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Regulierung: Telekom-Chef sinniert über Preisgestaltung auf dem Land

Die Telekom will die Regulierung auf dem Land so weit wie möglich reduzieren. Abseits der urbanen Räume wäre es wirtschaftlich sinnvoll, das DSL-Endkundenangebot nach den Kosten auszurichten, sagte Telekom-Chef Tim Höttges.

Artikel veröffentlicht am ,
Tim Höttges
Tim Höttges (Bild: Ina Fassbender/Reuters)

Die Deutsche Telekom möchte, dass der Netzausbau auf dem Land wirtschaftlich lohnender wird, und lobt, dass der neue EU-Kommissar Günther Oettinger sich Gedanken darüber macht, Telekommunikationsunternehmen mit mehr Ertragssicherheit zu mehr Investitionen zu bewegen. "Ich kann nur begrüßen, wenn die EU nicht mehr nur sinkende Tarife als wichtigstes Ziel ihrer Telekommunikationspolitik ansieht", sagte Telekom-Chef Tim Höttges der Rheinischen Post. Oettinger hatte in diesem Zusammenhang längere Kündigungsfristen für VDSL-Anschlüsse ins Spiel gebracht.

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Der neue EU-Digitalkommissar Günther Oettinger hatte angekündigt, die Profitabilität der "Investitionen zu erhöhen, indem wir etwa den Anbieterwechsel für eine gewisse Zeit untersagen". Er rede nicht von "Monopolen auf ewig, sondern über einige Jahre, in denen der Investor Planungssicherheit hat". Oettinger kündigte an, das Thema mit den Regulierungsbehörden besprechen zu wollen.

Höttges forderte, die Regulierung insgesamt zu ändern: In Städten müsste die Telekom ihre Preise frei gestalten dürfen, weil sie dort oft "nur noch Nummer zwei oder drei" sei. Auf dem Land könnten dagegen höhere Preise ein Modell sein, um Investitionen anzulocken. "Abseits der urbanen Räume wäre es prinzipiell wirtschaftlich sinnvoll, wenn wir unsere Großhandelspreise für die Wettbewerber und das Endkundenangebot nach den Kosten ausrichten könnten. Dann würden sich Investitionen abseits eng besiedelter Gebiete etwas mehr lohnen. Aber das ist Theorie, ich setze eher auf regionale Zuschüsse für den Netzausbau als auf Tarifzuschläge auf dem Land."

Zudem griff Höttges erneut US-Internetkonzerne wie Google, Facebook oder Apple an. Bei deren Angebot von immer mehr Kommunikationsdiensten handele es sich um einen "unfairen Eingriff" in den europäischen Telekommunikationsmarkt, sagte er. Es sei nicht länger zu akzeptieren, dass Google "pro Monat eine Milliarde Euro Gewinn macht, ohne sich beim Netzausbau zu engagieren". Die EU solle nun für die gleichen rechtlichen und regulatorischen Rahmenbedingungen für Telefon- und Internetkonzerne sorgen.

Höttges: "Die Internetkonzerne schaffen geschlossene Systeme und alle akzeptieren, dass ich zum Beispiel die Musik, die ich bei iTunes gekauft habe, nicht über einen anderen Dienst nutzen kann. Warum eigentlich?"

Update vom 28. November 2014:

Die Telekom fühlte sich durch einige Formulierungen in der ursprünglichen Fassung dieses Artikels falsch wiedergegeben. Wir haben deshalb Überschrift und ersten Absatz überarbeitet.



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Neuro-Chef 27. Nov 2014

O2 = Telefonica => teilweise eigenes Glasfasernetz, aber wenn überhaupt nur sehr wenige...

KarlaHungus 21. Nov 2014

Kannst Du ne Quelle beibringen wo er sich Internet2 bestellen will oder warum machst Du...

König_der_Narren 21. Nov 2014

Naja Herr Öttinger hatte schon diverse Ideen in seiner Vergangenheit gehabt, die äusserst...

plutoniumsulfat 20. Nov 2014

hat ja nicht jeder zwei Großeltern, die den ganzen Tag 4k streamen, zwei arbeitslose...

MichaelEbenig 19. Nov 2014

Wenn ich den Artikel richtig gelesen habe wurde Tim Höttges gefragt, ob er sich...


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