Regulierung: Regierung will schärfere Drohnen-Gesetze

Müssen private Drohnen in Deutschland bald registriert werden, und ist ein Drohnenführerschein nötig? Regierung und Opposition fordern schärfere Bestimmungen für private und kommerzielle Drohnenpiloten.

Artikel veröffentlicht am ,
Hexacopter im Flug
Hexacopter im Flug (Bild: Werner Pluta/Golem.de)

Die Bundesregierung plant laut einem Bericht des Magazins Focus strengere Nutzungsregeln für private und gewerbliche Drohnen. Demnach soll das Bundesverkehrsministerium bereits einen Gesetzentwurf erarbeiten, der in Kürze vorgelegt werden soll und eine Verschärfung der Luftverkehrsordnung (LuftVO) vorsieht. Der Nutzung privater und gewerblicher Kleindrohnen soll mit dem Gesetz enge Grenzen gesetzt werden.

Stellenmarkt
  1. IT-Mitarbeiter (m/w/d) Netzwerk- und Anwendungssupport
    VIVAVIS AG, Bochum
  2. IT-Referent (m/w/d)
    Wirtschaftsrat der CDU e.V., Berlin-Mitte
Detailsuche

CDU/CSU-Verkehrsexperte Ulrich Lange sagte dem Focus, dass der "Rechtsrahmen überprüft und an die neuen Entwicklungen angepasst werden muss". Grünen-Verkehrsexperte Stephan Kühn forderte, jede Drohne müsse registriert werden: "Es muss eine Kennzeichnung von Drohnen geben, schon allein wegen der Haftung bei Unfällen." Er verlangte auch einen Führerschein für Drohnen in Gewichtsklassen von 5 bis 25 Kilogramm. Die meisten Hobbydrohnen sind allerdings leichter.

Laut Minister Dobrindt (CSU) werden private Drohnen-Flüge in einer Höhe von mehr als 100 Metern, außerhalb der Sichtweite des Steuerers, über Industrieanlagen, Justizvollzugsanstalten, militärischen Anlagen, Menschenansammlungen, Unglücksorten oder Katastrophengebieten und Einsatzorten von Polizei oder anderen Sicherheitsbehörden oder -organisationen, Kraftwerken und Anlagen der Energieerzeugung und -verteilung sowie Bundesfernstraßen und Eisenbahnlinien verboten.

Alle gewerblich und privat genutzten Geräte ab 0,5 kg sollen künftig kennzeichnungspflichtig werden‎, um bei Missbrauch oder Unfällen den Verursacher identifizieren zu können, so das Bundesverkehrsministerium. Wie dies geschehen soll, ist derzeit nicht bekannt.

Golem Akademie
  1. Penetration Testing Fundamentals
    23.-24. September 2021, online
  2. Microsoft 365 Security Workshop
    27.-29. Oktober 2021, Online
  3. IT-Fachseminare der Golem Akademie
    Live-Workshops zu Schlüsselqualifikationen
Weitere IT-Trainings

In den USA berichten Verkehrspiloten häufiger von gefährlichen Begegnungen mit Drohnen in der Nähe von Flughäfen. Einige Beinahe-Unfälle soll es bereits gegeben haben, vor allem mit Hubschraubern. So hat sich laut FAA die Zahl der Drohnensichtungen durch Piloten von 2014 auf 2015 verdoppelt. Allein in der zweiten Jahreshälfte 2014 registrierte die Behörde knapp 200 Zwischenfälle mit Drohnen.

Die US-Regierung will deshalb eine Registrierungspflicht für unbemannte Luftfahrzeuge (Unmanned Aerial Vehicles, UAV) einführen. Grund sind die vielen Zwischenfälle von Drohnen mit Flugzeugen. Mutmaßlich werden die UAVs in den USA ein Kennzeichen oder eine Registrierungsnummer bekommen, über die ein Besitzer identifiziert werden kann. Ausgenommen werden lediglich sehr kleine Fluggeräte, die praktisch kein Risiko für die Luftfahrt darstellen.

Der Focus berichtet auch von Zwischenfällen in Deutschland, bei denen Rettungshubschrauber durch Minidrohnen gefährdet worden seien. Ein ernster Zwischenfall in diesem Bereich dürfte schnell zu Forderungen nach einem generellen Verbot von Kleindrohnen führen.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


Aktuell auf der Startseite von Golem.de
Elon Musk
Tesla Model S bekommt ausschließlich Knight-Rider-Lenkrad

Elon Musk hat klargestellt, dass es für das Model S und das Model X kein normales Lenkrad mehr geben wird. Das D-förmige Lenkrad ist Pflicht.

Elon Musk: Tesla Model S bekommt ausschließlich Knight-Rider-Lenkrad
Artikel
  1. Loongson 3A5000: Chinesische Quadcore-CPU mit eigenem Befehlssatz
    Loongson 3A5000
    Chinesische Quadcore-CPU mit eigenem Befehlssatz

    50 Prozent schneller als der Vorgänger-Chip und dabei sparsamer: Der 3A5000 mit LoongArch-Technik stellt einen wichtigen Umbruch dar.

  2. Probefahrt mit EQS: Mercedes schüttelt Tesla ab, aber nicht die Klimakrise
    Probefahrt mit EQS
    Mercedes schüttelt Tesla ab, aber nicht die Klimakrise

    Der neue EQS von Mercedes-Benz widerlegt die Argumente vieler Elektroauto-Gegner. Auch die Komforttüren gefallen uns.
    Ein Bericht von Friedhelm Greis

  3. Förderprogramm: Bund will Fachkräfte für Akkuindustrie ausbilden lassen
    Förderprogramm
    Bund will Fachkräfte für Akkuindustrie ausbilden lassen

    Die Aus- und Weiterbildung für Fachleute im Bereich Akkuproduktion und -entwicklung wird mit 40 Millionen Euro aus der Staatskasse gefördert.

Esquilax 09. Nov 2015

Ich hab nen Kumpel mit TDR, der über 5 kg wiegt. Meine Information war, dass er mit dem...

sss123 09. Nov 2015

für solche Spielzeuge: http://i.imgur.com/NKMvgP9.jpg Auch die Frage, ob ich damit in...

unknown75 09. Nov 2015

Naja ganz so einfach ist es dann doch nicht, dann dürfte ich ja nicht mal eben so ein...

Oktavian 09. Nov 2015

Im Prinzip richtig. Allerdings weißt mich mein Autoverkäufer (es muss doch mal wieder...

Der Rechthaber 09. Nov 2015

Die bringen, während ich hier schreibe, gerade wieder Menschen um. Und die...



  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    Schnäppchen • 30% Rabatt auf Amazon Warehouse • ASUS TUF VG279QM 280 Hz 306,22€ • Fractal Design Meshify C Mini 69,90€ • Acer Nitro XF243Y 165Hz OC ab 169€ • Samsung C24RG54FQR 125€ • EA-Promo bei Gamesplanet • Alternate (u. a. Fractal Design Define S2 106,89€) • Roccat Horde Aimo 49€ [Werbung]
    •  /