Regulierung: FCC will Internetzugang im Flugzeug standardisieren

Seit dem Jahr 2001 vergibt die Federal Communications Commission (FCC) Einzelgenehmigungen für Geräte, die einen Internetzugang im Flugzeug ermöglichen. Wie die Behörde mitteilt(öffnet im neuen Fenster) , sollen diese Verfahren nun vereinheitlicht werden. Dazu sollen einzelne Geräte einer FCC-Prüfung unterzogen werden. Sofern alle Komponenten eines Onlinesystems für Flugzeuge die Tests bestehen, können sie eingesetzt werden. Auch die Zusammenarbeit mit der US-Flugsicherheitsbehörde FAA will die FCC verbessern.
Die Prüfungen beziehen sich vor allem auf die Zuverlässigkeit anderer Geräte im Flugzeug, die durch den von Satelliten oder von Bodenstationen bereitgestellten Internetzugang nicht gestört werden dürfen. Die FCC fasst beide Möglichkeiten unter dem Begriff "Earth Stations Aboard Aircraft" (ESAA) zusammen. Wie bei einem Hotspot am Boden stellt eine WLAN-Infrastruktur im Flugzeug den Onlinezugang für die Reisenden zur Verfügung.
Der Internetzugang für Besatzung und Passagiere im Flugzeug wird zwar seit zehn Jahren von vielen Fluglinien angeboten, ist aber aufgrund hoher Preise, technischer Schwierigkeiten und schlechter Akzeptanz noch nicht selbstverständlich. So hatte beispielsweise die deutsche Lufthansa bereits Anfang 2003 ihren Dienst Flynet eingeführt und 2006 wieder beendet : Die von Boeing stammende Technik wurde nicht weiter angeboten. Erst Ende 2010 bot die Lufthansa auf einigen Nordatlantikstrecken den Dienst wieder an , und noch Anfang 2011 sprach sich in einer Befragung eine Mehrheit gegen die Nutzung von Internet und Handy im Flugzeug aus.
Ein billiges Vergnügen ist die Onlinewelt über den Wolken weiterhin nicht. Für eine Stunde Netz verlangt Lufthansa(öffnet im neuen Fenster) 10,95 Euro, 24 Stunden Zugang kosten 19,95 Euro.