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Regulierung: Bundesnetzagentur will Glasfaserausbau unterstützen

Die Bundesnetzagentur gibt zu, dass der Ausbau von Glasfaser-Anschlüssen in Deutschland "nur langsam vorankommt". Jetzt soll eine weitere Lockerung der Regulierung helfen. Die Wettbewerber sind dagegen.

Artikel veröffentlicht am ,
Netzausbau der Telekom, meist ist es FTTC
Netzausbau der Telekom, meist ist es FTTC (Bild: Deutsche Telekom)

Die Bundesnetzagentur sammelt Vorschläge, wie ein beschleunigter Ausbau von Glasfasernetzen regulatorisch unterstützt werden kann. Das gab die Behörde am 14. März 2017 bekannt. Geprüft werden soll eine zusätzliche Flexibilisierung.

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"Die Unternehmen brauchen Anreize, in den Ausbau von Glasfasernetzen zu investieren. Ihnen sollten die nötigen Freiheitsgrade gewährt werden, um den Ausbau schneller voranzubringen", sagte Behördenchef Jochen Homann. Insgesamt gelte es, bei neuen Technologien weniger zu regulieren.

Möglich sei, die Endkundenpreise als Ausgangspunkt zu nutzen, um den Preis für die Nutzung der Glasfaser durch Dritte festzulegen. Der Mietpreis könne sich mit den Endkundenpreisen entwickeln und auch regional unterscheiden.

Die Bundesnetzagentur räumt ein, dass der Ausbau von Glasfaseranschlüssen in Deutschland "nur langsam vorankommt". Grund sei die oft zurückhaltende Nachfrage. Wegen derzeit unzureichender Zahlungsbereitschaft der Kunden rechne sich der Ausbau von Glasfaser in vielen Regionen erst perspektivisch. Deutschland erreicht laut Angaben des FTTH Council 647.600 Glasfaserkunden und 2.358.100 Homes passed. Insgesamt liegt das Land bei der Versorgung in Europa damit weiter zurück. Im Ranking der EU 39 ist es der vorletzte Platz bei den FTTH/B-Kunden.

Alle gegen Lockerung

Für den Bundesverband Breitbandkommunikation (Breko) stehe eine Lockerung der Zugangsregulierung bei einem Anteil der Deutschen Telekom von mehr als 80 Prozent im Anschlussbereich nicht zur Debatte. "Diese würde dem Markt dringend benötigte Mittel für den Ausbau mit Glasfaseranschlüssen bis in alle Gebäude entziehen", sagte Breko-Geschäftsführer Stephan Albers.

Richtig sei dagegen ein Open-Access-Modell, um den flächendeckenden Glasfaserausbau bis in alle Gebäude Deutschlands zu beschleunigen.

Auch der VATM (Verband der Anbieter von Telekommunikations- und Mehrwertdiensten) ist gegen eine völlige Abschaffung der Zugangsregulierung. "Der Wirtschaft und dem Mittelstand innovative Dienste im Wettbewerb nur noch auf alten Kupfernetzen anzubieten, aber auf moderner Glasfaser zu verweigern, blockiert unseren Weg in die Gigabit-Gesellschaft, schadet dem Wirtschaftsstandort und kostet Arbeitsplätze", erklärte VATM-Präsident Martin Witt.

Alle Marktteilnehmer sind aufgefordert, bis zum 26. April 2017 zu dem Konsultationspapier Stellung zu nehmen.

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tschaefer 15. Mär 2017

"vollwertige IPv6 Adresse" Bei welchem Provider gibt es denn keine "vollwertigen" IPv6...

Dwalinn 15. Mär 2017

Wer sagt das das eine Arme Sau ist? Ein Land mit 100% VDSL mit 100/40 Mbits wäre noch...

bombinho 15. Mär 2017

Mist, falsche Zahlen erwischt und keiner merkt es! Das sind die geschalteten...

Sharra 14. Mär 2017

Telcos gehören, als Betreiber grundlegender Infrastruktur, eher dazu verpflichtet, ihrer...

Moe479 14. Mär 2017

ich hätte es als als regierung schon längst unter abschreibungsmöglichkeiten...


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