Regulierung: Bundesnetzagentur senkt Preise für VDSL leicht
Die Bundesnetzagentur will die Preise nur leicht senken, die Konkurrenten der Deutschen Telekom für den Zugang zu ihrem VDSL-Netz zahlen müssen. Das gab die Regulierungsbehörde am 1. Dezember 2017 bekannt(öffnet im neuen Fenster). Vorgesehen ist, dass Konkurrenten für einen VDSL-Anschluss mit 16, 25 oder 50 MBit/s künftig 18,02 Euro monatlich statt bisher 18,56 Euro an die Telekom bezahlen.
VDSL mit 100 MBit/s im Netz der Telekom kostet weiterhin 19,10 Euro. Für ADSL sollen auch künftig monatlich 15,17 Euro fällig werden.
Wenn Konkurrenten im Kontingentmodell eine bestimmte Mindestmenge von VDSL-Anschlüssen abnehmen, bleiben die Preise bei 16, 25 oder 50 MBit/s in Höhe von 16,55 Euro monatlich. Bei VDSL 100 MBit/s – was nur mit Vectoring möglich ist – soll der Preis von bisher 19,10 auf 18,55 Euro fallen. Beim Kontingentmodell zahlen die alternativen Netzbetreiber für alle Anschlüsse zunächst einen Einmalbetrag an die Telekom.
Layer-2-Bitstrom ist durchgesetzt worden
Die Wettbewerbsbehörde hatte festgelegt, dass das Vectoring in Nahbereichen erst aktiviert werden durfte, nachdem der virtuell entbündelte Zugang am Kabelverzweiger (KVz-VULA) und das BNG-Layer-2-Zugangsprodukt allgemein verfügbar waren. Layer-2-Bitstrom wird mit Ethernet im Netz der Telekom transportiert.
Für die Telekom sei es nicht einfach gewesen, das Layer-2-Bitstrom-Produkt aufzusetzen, das Bundesnetzagentur und EU-Kommission gefordert hatten. "Das neue Vorleistungsprodukt so zu realisieren, war sehr aufwendig. Speziell die Anforderung der EU, ein eigentlich aktives Produkt zu einem TAL-Substitut – also passiv – zu machen, stellte uns vor größere Herausforderungen," sagte Telekom-Sprecher Philipp Blank im Dezember 2016.
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