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Windows XP
Windows XP (Bild: Microsoft/Screenshot: Golem.de)

Registry-Hack: Riskanter Trick sorgt für Updates von Windows XP

Wird Windows XP weisgemacht, es wäre eine bestimmte Embedded-Variante, so bezieht das System weiterhin Updates von den Microsoft-Servern. Damit erhält der Nutzer aber nur mit Glück weiterhin ein sicheres System und verletzt möglicherweise die Lizenzbedingungen - und wie lange das klappt, ist unklar.

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Seit am 8. April 2014 nach über zwölf Jahren offiziell der Support für Windows XP eingestellt wurde, kursieren zahlreiche Tipps im Netz, wie man dennoch an Sicherheitsupdates kommt. Einer, der unter anderem im Forum von Sebijk.com veröffentlicht wurde, verbreitet sich derzeit rasant. Darin wird beschrieben, wie man mit einem einfachen Eingriff in die Registry eines Windows XP für herkömmliche PCs dem System vorgaukeln kann, es handle sich um die Version POSready.

Dies ist eine der vielen Embedded-Varianten von XP, die teils noch bis 2019 unterstützt werden. Dabei handelt es sich um stark abgespeckte Versionen des Betriebssystems, die unter anderem für Geldautomaten und Kassen eingesetzt werden, eben Point-of-Sale-Systeme (POS). Weitere Ausgaben sind Windows Embedded POS (WEPOS) und Windows Embedded Systems (WES).

Zu diesen Versionen sind die Desktopvarianten von Windows XP zwar binärkompatibel, die Updates sollten also zumindest laufen, aber es ist keinesfalls gesagt, dass Microsoft auch alle Lücken in den Desktopversionen über die Updates für die Embedded-Ausgaben schließt. Während das bei Fehlern im Kernel noch wahrscheinlich ist, dürften Bugs in den vorinstallierten Programmen und Treibern, die sich bei den Embedded-Versionen von den Desktopausgaben unterscheiden, wohl nicht repariert werden.

Ein dauerhaft sicheres Betriebssystem erhält man durch eine solche selbst gebaute Mischversion also nicht, es hilft nur der Umstieg auf ein moderneres Windows, Mac OS oder Linux. Wie Letzteres recht einfach geht und welche Distributionen sich empfehlen, zeigt unser Artikel "Linux ist nicht nur ein Lückenfüller". Eine Argumentationshilfe, um Update-Verweigerer vom Umstieg zu überzeugen, kann "Mama, dein Windows XP muss sterben" liefern.

Microsoft selbst hat mehrfach vor dem Verwenden von nicht offiziell vertriebenen Patches gewarnt, auch von den von Nutzern erstellten Update-Packs sollte Abstand genommen werden. Zudem ist nicht sichergestellt, wie lang der Trick mit einem einfachen Registry-Schlüssel noch funktioniert. Letztlich ist es möglicherweise nicht legal, Updates für ein System zu beziehen, für das man keine Lizenz besitzt. Selbst im Forum von Sebijk wird darauf hingewiesen, dass mit dem Eingriff eventuell die Nutzervereinbarung (EULA) verletzt wird. Auch Microsoft weist in einer älteren FAQ darauf hin, dass zum Beispiel Office-Anwendungen nicht für die Nutzung unter POSready lizenziert sind.


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FreiGeistler 28. Mai 2014

Für bessere Games nutzt man eh keine 6 Jährige Hardware, jüngere gibts mit...

Astorek 28. Mai 2014

... Wenn einem der eigene Drucker streikt und dann beim Amt vorbeigeht und fragt, ob man...

plutoniumsulfat 28. Mai 2014

Sind hier alle neu? War doch vor gar nicht allzu langer Zeit ein Artikel dazu auf golem...

lisgoem8 28. Mai 2014

Du schreibst es richtig. Das sind leider noch immer die Probleme die Debian hat. Und für...

lisgoem8 28. Mai 2014

Linux Mint ist SCHRECKLICH! Solange die keine Autoupdates hinbekommen. Jedesmal soll man...



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