Registries sind vielfältig

Registries können privatwirtschaftliche Unternehmen, Genossenschaften oder öffentliche Organisationen sein, aber auch in der Hand von Regierungen oder Universitäten liegen. In Deutschland sind es durchweg privatwirtschaftlich organisierte Unternehmen und Organisationen.

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Die Registry für Deutschlands Länderendung .de ist die Denic e.G. in Frankfurt, die Registry für .berlin die dotBerlin GmbH & Co. KG, deren Geschäftsführerin die Autorin ist, und für .hamburg die Hamburg Top-Level-Domain GmbH. In Europa ist AFNIC als Betreiber der .fr-Endung bekannt, SIDN für .nl und nic.at für die österreichische Endung .at. Der weltweit größte und bekannteste Betreiber von TLDs ist sicher Verisign, der unter anderem die Endungen .com und .net verwaltet. An Universitäten werden zum Beispiel .lt (die Länderendung Litauens), .pl (polnische Länderendung) und .mt (Länderendung von Malta) betrieben. Die Unternehmensgröße variiert dabei von einer Person, die sich beispielsweise bei einer kleinen Länderendung um den Betrieb kümmert, bis zu börsennotierten Konzernen mit mehreren Tausend Mitarbeitern - so wie bei Verisign.

Betreiber des DNS und des Whois-Service

Verantwortlich sind Registries - unabhängig von ihrer Größe - vor allem für drei Dinge: Erstens sorgen sie durch den Betrieb des DNS dafür, dass alle registrierten Domains unter ihrer Endung jederzeit auflösen. Zweitens betreiben sie den so genannten Whois-Dienst, der Auskunft über alle registrierten Domains samt dazugehörigen Daten sowie alle freien Domains gibt. Mit dem Whois-Service konnte auf Webseiten mit dem Namensschema whois.nic.tld bis zum Mai 2018 jeder nachsehen, wer der Inhaber einer Domain ist. Seit Inkrafttreten der Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) ist damit Schluss: Personenbezogene Daten werden bei der Registrierung einer Domain erhoben, aber anonymisiert an die Registry übertragen.

Jetzt gibt es nur noch einen eingeschränkten Whois-Service, ohne personenbezogene Daten. Nur wer ein berechtigtes Interesse nachweisen kann - wie ein Domain-Inhaber oder eine Staatsanwaltschaft im Rahmen von Ermittlungen - erhält Auskunft. Bei den älteren Top-Level-Domains für Länder sowie die generischen Endungen wie .com, .net und .org ist der Whois-Dienst übrigens nur teilweise unter der obigen URL zu finden.

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Für die Registrierung neuer Domains sind die Registries nicht zuständig, dafür gibt es Registrare wie Ionos, Strato und Godaddy. Da Webseitenbetreiber in der Regel neben der Domain weitere Produkte benötigen, bieten Registrare diese meistens im Paket an. Eine Domain wird dann zusammen mit Leistungen wie Speicherplatz, E-Mail-Adressen, SSL-Zertifikat und Webseitenbaukästen vermarktet.

Dennoch - und das ist die dritte Hauptaufgabe - spielen die Registries bei der Registrierung eine wichtige Rolle. Denn sie betreiben Server mit einer speziellen Software, das sogenannte Registry-System. Über dieses System registrieren die Registrare automatisiert über das EPP-Protokoll die Domains im Auftrag der Kunden.

Entwicklung der Systeme gemäß technischen Standards

Damit die DNS-Server, der Whois-Service und das Registry-System künftige Standards wie neue Requests for Comments (RFCs), neue Features und rechtliche Anforderungen wie die DSGVO abbilden können, werden sie permanent weiterentwickelt. Je nach Feature muss eine Änderung den Registraren mit einem Vorlauf von bis zu 180 Tagen angekündigt werden.

Ursache des langen Vorlaufs sind einerseits Verpflichtungen der Internet-Verwaltungsorganisation Icann (Internet Corporation for Assigned Names and Numbers), die je nach Änderung bestimmte Vorlaufzeiten vorgibt. Andererseits haben viele Vertriebspartner Reseller, an die wiederum Reseller angeschlossen sind - eine lange Kette an Vertriebsorganisationen erfordert auch lange Vorlaufzeiten.

Damit die Zone, also der Namensraum unter einer Top-Level-Domain, erreichbar ist, bedarf es jedoch weit mehr als DNS-Server, Whois-Service und Registry-System.

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 Registries: Die Verwalter der Top-Level-DomainsSupport, Updates, Informationen für die Nutzer 
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