Zeitaufwendiges und instabiles Postident-Verfahren

In diesem Fall entschieden wir uns, die Registrierung per Postident-Verfahren vorzunehmen. Postident ist eines von mehreren Verfahren, um seine Identität online zu bestätigen, etwa bei der Eröffnung eines Bankkontos. Seit vielen Jahren kann diese Prüfung an jedem Postschalter vorgenommen werden, neuerdings bietet die Post die Prüfung aber auch online an.

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Dazu müssen wir uns die Postident-App auf das Smartphone herunterladen, die es für Android und iOS gibt. Nach der Eingabe persönlicher Daten auf der O2-Seite bekommen wir eine Vorgangsnummer und einen QR-Code, den wir mit der App einscannen. Dann beginnt der Videochat mit den Mitarbeitern der Post.

Die Qualität der Videoübertragung war dabei trotz Glasfaseranbindung im Büro und stabiler WLAN-Verbindung schlecht. Um den Prozess abzuschließen, mussten wir ihn drei Mal neu starten, weil die Verbindung abbrach. Während der Identifikation werden Fotos von der Vorder- und der Rückseite des Personalausweises angefertigt, außerdem ein Porträtfoto über die Selbstporträtkamera des Smartphones.

Abfotografierte Daten werden noch einmal überprüft

Danach werden alle ohnehin abfotografierten Daten noch einmal in einem langwierigen Verfahren abgeglichen. Inklusive Neustarts benötigten wir rund eine halbe Stunde, um den Prozess abzuschließen. Auch beim Postident-Verfahren mussten wir verpflichtend unsere Anschrift angeben, bei O2 selbst hingegen konnten wir eine beliebige Adresse eingeben.

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Nach der Identitätsprüfung dauert es erneut bis zu 30 Minuten, bis das Ergebnis der Prüfung an O2 weitergeleitet wird, dann erst beginnt der Prozess der eigentlichen Freischaltung der SIM-Karte. Wenn die Systeme langsam arbeiten, können also vom Beginn des Aktivierungsprozesses bis zur tatsächlichen Freischaltung der Karte bis zu zwei Stunden vergehen.

Ob sich dieser Aufwand tatsächlich lohnt und ob er geeignet ist, das von der Bundesregierung angestrebte Ziel der Terrorismusbekämpfung zu erreichen, darf bezweifelt werden. Denn SIM-Karten können auch heute noch massenhaft gekauft und auf bestimmte Namen registriert werden, dann aber weitergegeben oder verkauft werden.

Der ehemalige Bundesdatenschutzbeauftragte Peter Schaar sagte, dass nicht sichergestellt sei, dass der Käufer einer SIM-Karte auch tatsächlich der endgültige Nutzer sei. "Man müsste also diesen Registrierungsprozess immer wieder erneuern", sagte er. Das sei kaum praktikabel.

Und so müssen Nutzer wohl in Zukunft für eine Maßnahme mit fraglichem Nutzen viel zusätzlichen Aufwand investieren, wenn sie weiterhin anonym telefonieren wollen. Interessant dürfte die Regelung auch für Touristen werden, die sich nur ein paar Tage in Deutschland aufhalten und am Flughafen durch die Registrierung aufgehalten werden. Anonyme Karten vorab in Österreich zu bestellen, dürfte für die meisten Touristen wohl nicht praktikabel sein.

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 Händlern drohen hohe Strafen
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Neuro-Chef 30. Jan 2018

Was kam denn dabei raus?

Neuro-Chef 30. Jan 2018

Irrtum, das läuft per Video in einer App, aus dem Video werden dann vom Service...

robinx999 17. Aug 2017

Sind die Dienstleister die den Ident machen nicht die selben, die es auch für eine Bank...

robinx999 16. Aug 2017

Einfach mal etwas abwarten und es findet bestimmt irgendeine Überprüfung auch für...



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