Regierungsprogramm: CDU verspricht Tablets an allen Schulen

Die CDU will alle Schulen in Deutschland mit moderner Computertechnologie und Internetanschluss ausstatten. Laut einer früheren Studie des Bitkom arbeiten nur 15 Prozent der Schüler im Unterricht täglich mit dem PC.

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XO Tablet
XO Tablet (Bild: Engadget/Screenshot: Golem.de)

Die CDU verspricht im Wahlkampf, alle Schulen in Deutschland mit moderner Computertechnologie und Internetanschluss auszustatten. Das geht aus dem Entwurf für das Regierungsprogramm hervor, der der Rheinischen Post vorliegt. Unter der Überschrift "Schule 2.0" heißt es, in allen Schulen solle digitale Technik bereitstehen, etwa Tablets für alle Schüler. Diese sollten laut CDU "Lehrbücher ergänzen und Lerninhalte digital zugänglich machen. Mit einem Bildungspakt zwischen Bund, Ländern und Kommunen wollen wir dafür die Voraussetzungen schaffen."

Digitale Bildung solle außerdem Bestandteil der Lehrausbildung in Deutschland werden. Alle sanierungsbedürftigen Schulen sollten bis 2020 in Ordnung gebracht werden, dazu gehöre vor allem die bessere Ausstattung der Fachräume. Die Digitalisierung der Schulen soll nach dem Wunsch der CDU nach der Bundestagswahl in einer neuen Föderalismuskommission behandelt werden.

Laut einer Studie des Bitkom vom August 2011 arbeiteten nur 15 Prozent der Schüler in Deutschland im Unterricht täglich mit dem PC, weitere 41 Prozent ein oder mehrmals in der Woche. 43 Prozent der Schüler nutzten den PC seltener als wöchentlich oder gar nicht im Unterricht. 90 Prozent von ihnen haben Zugang zu Breitbandinternet. Zum Vergleich: Im Durchschnitt aller deutschen Haushalte sind es 67 Prozent. 86 Prozent der Lehrer besitzen einen mobilen Computer, drei Viertel einen PC.

Drei Viertel aller Lehrer stehen den elektronischen Medien nach eigenem Bekunden positiv oder eher positiv gegenüber, weitere zehn Prozent bezeichnen sich sogar als echte Technikfans. Mit zunehmendem Alter nimmt die Technikaffinität der Lehrer allerdings deutlich ab. Fast jeder dritte Lehrer über 50 sieht die digitalen Medien kritisch. Bei den unter 40-Jährigen sind es nur sieben Prozent.

"Eine dramatische Änderung hat es seitdem nicht gegeben", sagte ein Bitkom-Sprecher Golem.de. Auch die Informatik an sich müsse stärker in den Schulen verankert werden. Der Bitkom setze sich daher für ein Pflichtfach Informatik in der Sekundarstufe I ein. Nur wenn Lerninhalte, pädagogische Konzepte, technische Infrastruktur und ein verlässlicher finanzieller Rahmen zusammenkämen, gelinge der Kulturwandel in der Bildung.

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__destruct() 16. Jun 2013

Und auf Papier können Schüler zeichnen, wenn sie gelangweilt sind. oO Meine Fresse...

Carolinss 04. Jun 2013

Ich stimme dir zu 100 Prozent zu - das Kernproblem liegt an den Lehrern, die diese...

derdiedas 04. Jun 2013

Nö wundern kann ich mich schon lange nicht mehr. Die Interessen des Volkes werden denen...

Anonymer Nutzer 04. Jun 2013

Ich fürchte das es eins der "Wahlversprechen" ist, dass die Politiker durchaus einhalten...



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