Regierungsplan: Bund will Telekom bei Investitionen unterstützen

Die Bundesregierung strebt einen Investitionsschub für die Deutsche Telekom an. Dazu soll die staatliche Förderbank KfW auf eine Bar-Dividende aus ihrem Anteil an dem Konzern verzichten. Es geht um eine hohe Summe.

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KfW soll auf Bardividende verzichten.
KfW soll auf Bardividende verzichten. (Bild: Ina Fassbender/Reuters)

Die Bundesregierung prüft derzeit verschiedene Möglichkeiten, die Telekom finanziell zu entlasten und ihr so weiteren Spielraum für Investitionen in den Ausbau ihrer Breitbandnetze zu geben. "Im Mittelpunkt der Überlegungen steht, dass die Telekom der staatlichen Förderbank KfW keine Dividende ausschüttet, sondern im gleichen Wert neue Aktien ausgibt", sagten Regierungskreise dem Handelsblatt. Eine Entscheidung sei allerdings noch nicht gefallen.

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Die Telekom bietet ihren Aktionären bereits ab der Dividendenzahlung im Mai 2013 erstmals die Wahlmöglichkeit einer Barausschüttung wie bisher oder eine Sachdividende in Form von Aktien. Das hatte der Konzern vor gut einer Woche bekanntgegeben.

Sollte der Bund sich wirklich bei seinem KfW-Paket in Höhe von 17 Prozent für die Variante der Sachdividende entscheiden, blieben dem Konzern erhebliche finanzielle Mittel zusätzlich in der Kasse: Bei einer Dividende von 70 Cent wären das für 2012 bei 70 Cent pro Anteilsschein mehr als 500 Millionen Euro. Auch wenn der Konzern wie angekündigt für die Ausschüttungstermine 2014 und 2015 seine Dividende auf nur noch 50 Cent absenkt, machten das immerhin noch knapp 370 Millionen Euro pro Jahr aus. Zusammen also fast 1,25 Milliarden Euro.

Es ist das erste Mal, dass ein Dax-Unternehmen eine solche Ausschüttungsvariante anbietet. In Europa gibt es die sogenannte "Dividend in Kind" dagegen häufiger. Vor allem Telekom-Unternehmen wie Spaniens Telefónica haben sie schon mehrfach genutzt. Die Sachdividende gilt als wenig populär, verwässert die zusätzliche Ausgabe von Aktien doch den Aktienkurs und den Gewinn pro Anteilsschein.

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