Regierung: Festlegung auf Glasfaser hat "nicht alle begeistert"
Die Festlegung auf einen Infrastrukturausbau hin zur Glasfaser ist nicht von allen in der Regierung mit gleicher Begeisterung aufgenommen worden. Das sagte Annegret Kramp-Karrenbauer, Generalsekretärin der CDU und ehemalige Ministerpräsidentin des Saarlands auf der VATM-Festveranstaltung zu 20 Jahren Liberalisierung des Telekommunikationsmarktes am 21. März 2018 in Berlin.
Die große Koalition strebt eine "flächendeckende digitale Infrastruktur von Weltklasse" mit Gigabit-Netzen bis 2025 an. Ihr Ziel lautet dabei: "Glasfaser in jeder Region und jeder Gemeinde, möglichst direkt bis zum Haus." Laut Kramp-Karrenbauer müssen die 5G-Frequenzen nun zügig versteigert werden, denn andere europäische Länder sind Deutschland einen Schritt voraus. Das Ziel im Koalitionsvertrag einer deutschen Führungsrolle zu "5G sei nicht einfach zu erreichen".
VATM: Ausbaukosten reduzieren
Martin Witt, Präsident des VATM (Verband der Anbieter von Telekommunitations- und Mehrwertdiensten), lobte das klare Bekenntnis zu Glasfaser und 5G der neuen Bundesregierung. "So etwas hatten wir noch nie. Die Festlegung, dass auch das Land versorgt wird, das ist sehr gut. " Die Politik solle den Rahmen schaffen, um Ausbaukosten zu reduzieren.
Markus Haas, Chef der Telefónica Germany, kritisierte die vermeintlich mangelnde Verlässlichkeit für Investitionen. Der frühere Konsens, keine Regulierung des Mobilfunks zuzulassen, sei mit dem Wegfall der EU-Roamingkosten gebrochen worden. Das sei den Investoren nur schwer zu erklären. Im künftigen Netz der Telefónica werde Fixed Wireless Access wichtig, stellte Haas in Aussicht.
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