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Betreiber der Boeing 787, hier das Modell 787-8 in Heathrow, wurden über einen Softwarefehler informiert.
Betreiber der Boeing 787, hier das Modell 787-8 in Heathrow, wurden über einen Softwarefehler informiert. (Bild: Andreas Sebayang/Golem.de)

Regelmäßiger Neustart notwendig: Boeing entdeckt Softwarefehler im Dreamliner

Betreiber der Boeing 787, hier das Modell 787-8 in Heathrow, wurden über einen Softwarefehler informiert.
Betreiber der Boeing 787, hier das Modell 787-8 in Heathrow, wurden über einen Softwarefehler informiert. (Bild: Andreas Sebayang/Golem.de)

In der Softwaresteuerung der Boeing 787-8 und -9 alias Dreamliner steckt ein Fehler. Ein interner Zähler für bestimmte Generatoreinheiten läuft nach 248 Tagen über. Eine entsprechende Regel wurde durch die FAA bereits an Betreiber der Maschinen verteilt. Ein Grund zur Panik besteht nicht.

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Boeing hat in Labortests einen Softwarefehler entdeckt, der zum Ausfall der Generator Control Unit (GCU) des Dreamliners führen kann. Von diesen GCUs stecken je Triebwerk zwei Stück in einem Flugzeug, da jedes Triebwerk zwei Variable Frequency Starter Generator benötigt. Wie aus einem älteren Boeing-Artikel hervorgeht, kümmert sich die GCU unter anderen darum, die Triebwerke anzulassen und die Spannung zu regulieren. Fällt eine GCU aus, fällt auch die Stromversorgung in diesem System aus.

Während der Tests entdeckte Boeing, dass ein interner Zähler nach 248 Tagen überläuft und die Komponente zum Ausfall bringt. Für das Flugverhalten kritisch wird die Situation, wenn alle vier GCUs zu einer ähnlichen Zeit gestartet wurden und ohne Pause 248 Tage im Einsatz waren. Im Fall eines Interkontinental-Fluges wäre das etwa ein Abstand von 15 Stunden. Fallen alle GCUs aus, verliert der Pilot die Kontrolle über das Flugzeug. Unklar ist, ob er Möglichkeiten eines Systemneustarts hat. Um den Fehler zu vermeiden, sollten die GCUs alle 120 Tage neu gestartet werden. Das heißt, selbst wenn das bei einem Wartungsfenster vergessen wird, ist das erst einmal nicht kritisch.

Kein Grund zur Panik

Aus einem Dokument der Federal Aviation Administration, einer Unterbehörde des Department of Transportation der USA, geht allerdings nicht hervor, wie kritisch das Szenario in der Praxis ist und ob Flugzeugbetreiber tatsächlich GCUs über einen so langen Zeitraum ohne Neustart betreiben. Den Link zum Dokument hat Ars Technica veröffentlicht und spricht von einem potenziell katastrophalen Bug. Üblicherweise sind Flugzeuge möglichst lange in der Luft, und gerade teure Langstreckenflugzeuge befinden sich außerhalb der Wartungsfenster länger in der Luft als auf dem Boden.

Da die Dreamliner allerdings schon einige Jahre im Betrieb sind und deutlich häufiger Probleme mit brennenden Akkus hatten, lässt sich glücklicherweise bisher davon ausgehen, dass die Laborszenarien noch nicht im Flugalltag eingetreten sind. Zudem sind die Fluggesellschaften bereits gewarnt worden. Auch mit dem Bordcomputer gab es in der Vergangenheit vereinzelt Probleme: In einigen wenigen Fällen sind sie ausgefallen.

Laut FAA arbeitet Boeing bereits an einem Softwarepatch.

Der Dreamliner ist beliebt

Der Dreamliner wird derzeit in zwei Versionen angeboten. Neu ist die Boeing 787-9, eine verlängerte Version der 787-8. Davon sind Stand März 2015 erst 20 Maschinen ausgeliefert worden. Von dem älteren Modell 787-8 sind mehr als 200 Maschinen im Einsatz. Die Auslieferungszahl liegt bei 248 Einheiten. Insgesamt wurden von beiden Typen bereits jeweils über 450 Maschinen bestellt. Das neue Modell ist bei den Bestellern mit fast 500 Einheiten etwas beliebter. Für die noch nicht ausgelieferte Version 787-10 liegen laut Boeing 142 Bestellungen vor.

Der Dreamliner ist vor allem wegen seiner Wirtschaftlichkeit bei den Fluggesellschaften beliebt. Zudem erlaubt das vergleichsweise kleine Großraumflugzeug wirtschaftliche Langstreckenverbindungen abseits der großen Drehkreuze. Der Fluggast muss so mitunter weniger umsteigen. Airbus hat als Konkurrenten nur den größeren A350 im Angebot, dessen Auslieferung erst vor ein paar Monaten begann und der ebenfalls häufig bestellt wurde. Hierzulande wird die Lufthansa diesen Flugzeugtyp bald einsetzen. Den Dreamliner setzen in Europa unter anderem British Airways und die polnische LOT ein.

Aus eigener Erfahrung wissen wir, dass ein modernes Flugzeug nicht unbedingt erhöhten Komfort bedeutet. Der Dreamliner lässt sich sehr eng bestuhlen, was zusätzlich die Wirtschaftlichkeit erhöht, aber nicht von allen Fluggesellschaften auch ausgenutzt wird.

Nachtrag vom 2. Mai 2015, 12:17 Uhr

LOT ist keine Tochter der Lufthansa, wie ursprünglich geschrieben. Wir haben den Fehler korrigiert.


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WasntMe 04. Mai 2015

Ich will ja jetzt keine Spaßbremse sein, aber du solltest wissen, dass PAE bei den...

WasntMe 04. Mai 2015

Klar braucht man trotzdem den Hinweis um zu verhindern, dass jemand auf die Idee kommt...

shyps 03. Mai 2015

zu fehlerfrei-utopien lasse ich mich ja auch nicht hinreissen beruhigen kann mich boeing...

igor37 03. Mai 2015

Es gibt keine Flugzeuge, die von der Checkliste angefangen über den Flug bis zur Landung...

der kleine boss 03. Mai 2015

Ich glaube, du bist irgendwie falsch abgebogen hier



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