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Reformpaket der Bundesregierung: Smart Meter light soll kommen

Dass das deutsche Stromnetz der Energiewende hinterherhinkt, ist schon länger bekannt. Es soll schnell flexibel werden, nur der Weg dahin bleibt unklar.
/ Mario Petzold
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Frankreich gilt mit dem Messsystem Linky auch weltweit als Pionier. (Bild: AFP via Getty Images/Damien Meyer)
Frankreich gilt mit dem Messsystem Linky auch weltweit als Pionier. Bild: AFP via Getty Images/Damien Meyer
Inhalt
  1. Reformpaket der Bundesregierung: Smart Meter light soll kommen
  2. Nicht nur die Energiewende profitiert

Im umfangreichen Maßnahmenpaket(öffnet im neuen Fenster), das die Bundesregierung kürzlich beschlossen hat, findet sich unter Punkt 16 der Begriff Smart Meter light. Ein solches Gerät zu etablieren, könnte Milliarden einsparen, das Stromnetz gezielt entlasten und die Probleme eines seit Jahren schleppenden Smart-Meter-Rollouts überwinden helfen.

Die Idee dahinter ist, dass ein solches Gerät, dessen technische Umsetzung grundlegend realisierbar ist, in enger Taktung den Stromverbrauch eines Anschlusses misst und zentral speichert. In Kombination mit einem dynamischen Netzentgelt und Strompreis könnten insbesondere Privathaushalte ihren Verbrauch dadurch gezielt steuern.

Ein Smart Meter light könnte überall dort verwendet werden, wo ein intelligentes Messsystem (auch Smart Meter genannt) erst in vielen Jahren oder wegen der höheren Kosten gar nicht zum Einsatz kommen dürfte. Das sind vor allem Haushalte ohne eigene Wärmepumpe oder Wallbox und natürlich Mietwohnungen.

Hoher Aufwand für die flächendeckende Nutzung

Eine entscheidende Voraussetzung, damit der Einsatz eines Messsystems sich lohnt, will die Bundesnetzagentur gerade schaffen(öffnet im neuen Fenster). Sie kündigte für 2027 die Entwicklung eines konkreten Konzepts an, um dynamische Netzentgelte flächendeckend einzuführen.

Dafür werden Daten aus dem Stromnetz benötigt, die bisher nicht erhoben werden. Auch will die Behörde noch prüfen, wie sich solche an realen Begebenheiten angelehnte Gebühren auswirken. Gemeint ist damit, ob sich Redispatchkostenverringern lassen, also die Abregelung von erneuerbaren Energieanlagen und der Einsatz von Reservekraftwerken. Diese Maßnahmen verursachten zuletzt Kosten in Höhe von 3 Milliarden Euro im Jahr.

Dass es bezahlbare und sichere Smart Meter geben kann, zeigen zum Beispiel Frankreich oder Großbritannien, wo die Geräte nur einen Bruchteil der Kosten verursachen, die in Deutschland angesetzt werden.

Zudem sind in beiden Ländern die meisten Haushalte bereits entsprechend ausgestattet. In Deutschland lag der Anteil der Anschlüsse mit einem intelligenten Messsystem zum 31. Dezember 2025 bei 5,5 Prozent(öffnet im neuen Fenster).


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