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Reformen: ARD und ZDF schließen drei Fernsehsender

Die beiden großen Fernsehsender werden mehr zusammenarbeiten. Das Ziel: Geld und Ressourcen sparen, die aus Rundfunkbeiträgen stammen.
/ Oliver Nickel
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Das ZDF wird künftig mehr mit der ARD zusammenarbeiten. (Bild: Joe Klamar/AFP/Getty Images)
Das ZDF wird künftig mehr mit der ARD zusammenarbeiten. Bild: Joe Klamar/AFP/Getty Images

Die öffentlich-rechtlichen Sender ARD und ZDF haben einige Änderungen für ihr Angebot angekündigt. Demnach werden drei Teilsender eingestellt: Tagesschau24, ARD Alpha und One. Diese sollen entweder in andere Sender aufgehen oder komplett aufgelöst werden. Dieses Vorhaben soll zum 31. Dezember 2026 abgeschlossen sein, berichtet das Onlineportal der Tagesschau(öffnet im neuen Fenster) .

Das Angebot von Tagesschau24 wird dabei nicht komplett verschwinden, es soll stattdessen in Teilen mit dem Sender Phoenix zusammengelegt werden. Dieser wird aktuell sowohl von ARD als auch von ZDF geführt. "Für Breaking-News behalten wir die Infrastruktur und journalistische Kompetenz, die wir für tagesschau24 erfolgreich etabliert haben" , sagt ARD-Chef Florian Hager. Solche schnellen News-Meldungen werden in linearen und non-linearen Angeboten ausgespielt.

Vorgabe des Reformvertrags

Der bisher vom ZDF geführte Kanal ZDFinfo soll zudem zu einem Gemeinschaftsprojekt zwischen ARD und ZDF umgebaut werden. Dort werden vor allem Dokumentationen ausgestrahlt. Gleiches gilt für den auf ein junges Publikum ausgerichteten Sender Neo, der bisher ebenfalls unter ZDF-Verwaltung steht. Diese Vorhaben sollen die Zusammenarbeit zwischen den beiden großen Sendern stärken. Auch werden Ressourcen auf weniger verfügbare Sender gebündelt.

Die Reformen dienen vor allem den Vorgaben des Reformstaatsvertrages(öffnet im neuen Fenster) vom Dezember 2025. Dieser sieht vor, dass generell weniger einzelne Sender betrieben werden, was Geld sparen soll. Das Angebot für junge Zuschauer soll von vier auf drei Sender gekürzt werden. Allgemeine Informationskanäle sollen auf zwei Sender verteilt werden. Auch werden mindestens 16 Radiosender gestrichen.


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