Reduzierung von Fluglärm: Nasa testet neue Konzepte für leisere Flugzeuge

Fluglärm ist störend für die Anwohner und teuer für die Fluggesellschaften. Die Nasa testet neue Flügeldesigns, um Flugzeuge leiser zu machen.

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Airbus A350 im Flug: Lärm fließt in Landegebühr ein.
Airbus A350 im Flug: Lärm fließt in Landegebühr ein. (Bild: Werner Pluta/Golem.de)

Fluglärm ist störend. Aber es sind nicht nur die Triebwerke, die Krach verursachen. Der Luftstrom entlang des Rumpfs und der Tragfläche sorgt ebenfalls für Geräusche. Die US-Luft-und Raumfahrtbehörde National Aeronautics And Space Administration (Nasa) entwickelt derzeit ein Flugzeug, das leiser sein soll.

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Zu den Geräuschquellen an einem Flugzeug abseits des Antriebs gehörten Auftriebsvorrichtungen wie der Vorflügel und die Klappen an Rückseite der Tragfläche, sagte Projektleiter David Lockard. "Modellversuche, Lärmmessungen im Überflug und Simulationen haben ergeben, dass der Vorflügel eine wichtige Lärmquelle im Anflug ist."

Vorflügel sollen weniger Krach machen

Sein Team entwickelt unter anderem an Vorflügeln, die für weniger Fluglärm sorgen. "Die geräuscharmen Vorflügel wurden mithilfe von Tests im kleinen Maßstab und rechnerischen Verfahren entwickelt, die ihre aerodynamische, strukturelle und akustische Leistung bewerteten", sagte Lockard.

Das Team nutzt dabei Formgedächtnislegierungen. Ein Material mit einem Formgedächtnis verändert unter bestimmten Bedingungen seine Form, etwa wenn es erwärmt wird. Kühlt das Material ab, kehrt es wieder in seine alte Form zurück. Formgedächtnislegierungen ermöglichten relativ große Verformungen, sagte Lockard. Im Januar dieses Jahres habe das Team an einem Modell im Maßstab 1:10 Konzepte für geräuscharme Vorflügel in einem Windkanal getestet, wie die Nasa erst jetzt bekannt gegeben hat.

Die Nasa will die Technik serienreif machen

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Ziel des Nasa-Projekts Advanced Air Transport Technology (AATT) ist, die Technologie für die Fluglärmreduzierung so weit entwickeln, dass sie von den Flugzeugherstellern übernommen werden kann. An solchen Systemen arbeitet die Nasa schon seit Jahren.

Davon werden laut Nasa natürlich die Menschen profitieren, die im Umfeld von Flughäfen leben und arbeiten, aber nicht nur sie: "Diese Lärmemission zu verringern, hat nicht nur direkte Vorteile für die Anwohner in der Nähe von Flughäfen, sondern auch finanzielle Vorteile", sagte Lockard. "An vielen Flughäfen fließt in die Landegebühren der Lärm ein, der von den Flugzeugen erzeugt wird, die die Start- und Landebahnen benutzen."

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