Redbox: Vodafone stellt komplettes 5G-Netz in einer Box vor

Vodafone hat ein 5G-Campusnetz in einer Box vorgestellt. Wie der Mobilfunkbetreiber am 23. Juni 2020 erklärte(öffnet im neuen Fenster) , gibt es die Redbox in vier Varianten: Für die Vernetzung von Indoor-Standorten, für Innen- und Außenstandorte und jeweils kombinierbar mit der Mobilfunk-Infrastruktur von Vodafone.
Vodafone bietet 5G Campus-Netze mit den eigenen, mit Industrie-Frequenzen oder in Kombination. Zentraler Baustein der Campus-Netze ist die Vodafone Redbox, die gemeinsam mit dem schwedischen Mobilfunkausrüster Ericsson entwickelt wurde.
Um sein erstes 5G-Produkt für die Industrie zu entwickeln, hat Vodafone den Angaben zufolge in den vergangenen Monaten gemeinsam mit Partnern Erfahrungen gesammelt, von der einzelnen Tankstelle bis zur Werkshalle in der Automobil-Fertigung.
Die Redbox verbindet das 5G Campus-Netz mit der lokalen IT-Infrastruktur von Unternehmen und mit dem Vodafone-Kernnetz. Rechenzentren verarbeiten sensible Daten direkt vor Ort.
Bestandteil der Campus-Netze sind Service-Pakete. Techniker von Vodafone sollen den 5G-Betrieb sicherstellen und die lokale Netzinfrastruktur modernisieren.
Über eine Management-Oberfläche sollen Industriebetriebe die 5G Campus-Netze steuern und neue Sensoren, Maschinen oder Roboter mit dem lokalen Netz verbinden können.
Durch die Kombination von Vodafone- mit Industrie-Frequenzen werden mit den neuen Campus-Netzen Datenübertragungsraten von bis zu 3,7 Gigabit pro Sekunde im Download möglich. Daten können bei den Vodafone Campus-Netzen mit Latenzzeiten von rund zehn Millisekunden verarbeitet werden.
Die Bundesregierung vergibt seit dem 21. November 2019 gesonderte Mobilfunkfrequenzen, damit Unternehmen unabhängig von öffentlichen Netzen eine eigene 5G-Infrastruktur aufbauen können. Vor allem kleine und mittelständische Betriebe sollen davon profitieren. Die Frequenzgebühren bewegen sich je nach Laufzeit und Fläche zwischen 1.600 Euro beispielsweise für einen Bauernhof und 50.000 Euro für eine Fabrik.
Die Vergabebedingungen für lokale 5G-Frequenzen im Bereich 3,7 bis 3,8 GHz sind im November in Kraft getreten, sie waren nicht Gegenstand der Mitte Juni 2019 zu Ende gegangenen 5G-Auktion.



