Red Storm Entertainment: Ubisoft stoppt Spieleentwicklung bei Traditionsstudio
Ubisoft beendet die Spieleentwicklung bei Red Storm Entertainment. Das Studio in Cary im US-Bundesstaat North Carolina wird damit faktisch entkernt und verliert seine Rolle als Entwicklerteam.
Wie Games Industry(öffnet im neuen Fenster) und weitere US-Medien berichteten, fallen 105 Arbeitsplätze weg. Red Storm bleibt zwar bestehen, wird aber auf Support-Aufgaben reduziert, etwa für interne Technik und die Snowdrop-Engine. Eigene Spiele entstehen dort künftig nicht mehr.
Der Schritt kommt nicht überraschend, sondern wirkt wie der Endpunkt einer längeren Entwicklung. Bereits im August 2024 und im Juli 2025 baute Ubisoft bei Red Storm Stellen ab.
Rainbow Six hat das Taktik-Shooter-Genre geprägt
Parallel rückt der Konzern seine Struktur stärker auf wenige zentrale Einheiten aus. Red Storm gehörte zuletzt zum sogenannten Creative Network, also zu den Teams außerhalb der fünf großen Kreativhäuser, die Ubisoft strategisch priorisiert.
Red Storm spielte in diesem Gefüge schon länger keine tragende Rolle mehr. Statt eigener Großprojekte war das Team vor allem unterstützend tätig, während wichtige Marken innerhalb anderer Studios gebündelt wurden.
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Für die Branche ist das ein weiteres Signal, wie konsequent große Publisher ihre Strukturen verschlanken: weniger eigenständige Teams, mehr Zentralisierung und weiter harte Einschnitte bei Personal und Projekten.
Red Storm Entertainment wurde 1996 von Autor Tom Clancy mitgegründet und entwickelte die hochgelobten, stilbildenden ersten Rainbow-Six- und Ghost-Recon-Spiele, bevor Ubisoft das Studio im Jahr 2000 übernahm. Bislang äußerte sich der französische Publisher nicht öffentlich zu dem Thema.
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