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Red Star OS: Sicherheitslücke in Nordkoreas Staats-Linux

Ein Firefox -Klon in Nordkoreas staatlichem Linux -Betriebssystem Red Star OS akzeptiert manipulierte Befehle – Angreifer können damit aus der Ferne Code ausführen. Es ist nicht der erste Fehler.
/ Hauke Gierow
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Nordkoreas Staats-Linux hat Sicherheitslücken. (Bild: Screenshot Golem.de)
Nordkoreas Staats-Linux hat Sicherheitslücken. Bild: Screenshot Golem.de

Die nordkoreanische Linux-Distribution Red Star OS hat eine Sicherheitslücke, mit der Angreifer aus der Ferne Kommandos ausführen können. Der Fehler liegt in der Art und Weise, wie ein vorinstallierter Firefox-Fork mit Unique Ressource Identifiers (URIs) umgeht. Die Sicherheitsfirma Hacker House hat die Schwachstelle gefunden(öffnet im neuen Fenster) und beschrieben.

Red Star OS verwendete einen Fork von Mozillas Firefox-Browser mit dem Namen Naenara. Der Browser wurde vom Korea Computer Center entwickelt und kann genutzt werden, um das nordkoreanische Intranet zu durchsuchen. Erst kürzlich hatte ein DNS-Zonentransfer gezeigt, wie wenig Domains tatsächlich in Nordkorea registriert sind .

Kommandozeile wird nicht bereinigt

Der Naenara-Browser hat aber offenbar Probleme in der Verarbeitung von URls. Feststehende Funktionen wie Mailto oder Cal werden von dem Programm in Version 3.5 ausgeführt, ohne die übergebenen Parameter um eventuell unerwünschte Codefragmente zu bereinigen. Daher reicht eine speziell präparierte Webseite, die Nutzer zum Klicken auf einen Link animiert, um beliebigen Code auszuführen.

Präpariert ein Angreifer zum Beispiel den Mailto-Link mit dem Parameter mailto:cmd wird der vorinstallierte Mailclient Evolution gestartet. Zur gleichen Zeit wird der Angriffscode dabei auf Kommandozeilenebene automatisch ausgeführt. Für die Übergabe verantwortlich ist offenbar eine Funktion im Verzeichnis /usr/bin/nnrurlshow.

Red Star OS wird seit dem Jahr 2010 entwickelt, erst im vergangenen Jahr erschienen die Installations-DVDs erstmals öffentlich , so dass auch westliche Nutzer das System ausprobieren konnten. In den vergangenen Jahren wurden bereits mehrere lokale Root-Exploits für das System entdeckt.


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