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Red Magic 3 im Test: Eine Menge Smartphone für 480 Euro

Nubias Red Magic 3 ist für Mobile-Gamer gedacht - und bietet als eines der ersten Smartphones einen eingebauten Lüfter. Dank seiner Topausstattung ist das Gerät aber nicht nur für Spieler interessant, wie unser Test zeigt.

Ein Test von veröffentlicht am
Das Red Magic 3 von Nubia hat Schultertasten.
Das Red Magic 3 von Nubia hat Schultertasten. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)

Spiele für Smartphones haben sich in den vergangenen Jahren stark weiterentwickelt. Waren grafisch ansprechende Shooter wie Shadowgun vor einigen Jahren noch die Ausnahme, gibt es mittlerweile zahlreiche gut aussehende Mobile-Games, die zudem noch eine gute Spieltiefe bieten. Entsprechend haben einige Smartphone-Hersteller Geräte im Portfolio, die sich explizit an Spieler richten - einer davon ist das chinesische Unternehmen Nubia mit seiner Red-Magic-Reihe. Das neue Red Magic 3 soll dank seines 90-Hz-Displays, der aktiven Kühlung, des schnellen Prozessors und des Gaming-Menüs Vorteile beim Spielen bieten.

Wir haben uns das Red Magic 3 im Test genauer angeschaut und überprüft, ob es für Gamer wirklich Vorteile im Vergleich mit anderen Oberklasse-Smartphones gibt. Dabei haben wir festgestellt, dass das Gerät unabhängig von der Zielgruppenausrichtung ein Top-Smartphone zu einem verhältnismäßig niedrigen Preis ist - wenn man die einzelne Kamera und die für den Otto Normalnutzer etwas schräge Optik akzeptiert.

Wie es sich für Gaming-Hardware gehört, hat das Red Magic 3 schnittige Verzierungen: Auf der Rückseite fallen besonders vier rote Dreiecke sowie der leicht angeschrägte untere und obere Bereich auf. Auch der Fingerabdrucksensor - Nubia verbaut einen klassischen auf der Rückseite, keinen unter dem Display-Glas - ist weder rund noch rechteckig, sondern sechseckig. Der Funktion tut das keinen Abbruch, sieht verglichen mit anderen Smartphone-Designs aber etwas verwegener aus. Verglichen mit dem Vorgänger Red Magic Mars hat Nubia am Design übrigens nicht viel geändert.

Ebenfalls auf der Rückseite ist ein LED-Streifen verbaut, der standesgemäß 16 Millionen Farben darstellen kann. Aktiviert wird dieser nur bei Benachrichtigungen oder wenn das Gaming-Menü angeschaltet wird - dazu später mehr. In den Einstellungen kann zwischen unterschiedlichen Farben und Leuchteffekten gewählt werden. Nutzer können den Streifen aber auch komplett deaktivieren.

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Die Vorderseite hingegen wirkt im Vergleich zur Rückseite regelrecht brav und kommt ohne Gaming-Verzierungen aus. Das Red Magic 3 hat einen 6,65 Zoll großen Bildschirm, der entsprechend fast genauso groß wie der des Oneplus 7 Pro ist. Da Nubia allerdings die Frontkamera traditionell oberhalb des Displays verbaut, ist der Rahmen um den Bildschirm beim Red Magic 3 breiter. Dadurch ist das Smartphone merklich größer als das Oneplus 7 Pro: Das Red Magic 3 ist nichts für kleine Hosentaschen. Angesichts des von der Größe her für Gaming gut geeigneten Bildschirms finden wir die Ausmaße aber vertretbar. Zudem wird die Bilddarstellung nicht durch eine Notch oder ein Loch im Display gestört.

Das Display hat eine Auflösung von 2.340 x 1.080 Pixeln, auf einen höher auflösenden Bildschirm hat Nubia wohl aus Kostengründen verzichtet. Dafür kann das OLED-Display Bildschirmraten von bis zu 90 Hz wiedergeben, was beim Red Magic 3 allerdings nur für Spiele gedacht ist: Wir können die Option nur im Spielemodus aktivieren, nicht generell für das gesamte System. Das Display unterstützt Videowiedergabe in HDR, dank der wir Youtube-Videos mit höherem Dynamikumfang schauen können.

  • Eine mit dem Red Magic 3 gemachte Tageslichtaufnahme (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
  • Zum Vergleich: das gleiche Motiv, mit dem Oneplus 7 Pro aufgenommen (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
  • In der Detailvergrößerung zeigt sich, dass das Red Magic 3 eine höhere Kantenschärfe hat. (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
  • Das Oneplus 7 Pro hat insgesamt eine geringere Schärfe. (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
  • Das Red Magic 3 kann auch Bilder bei voller 48-Megapixel-Auflösung machen. (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
  • Zum Vergleich: ein 48-Megapixel-Bild, mit dem Oneplus 7 Pro aufgenommen (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
  • In der Vergrößerung ist zu erkennen, dass gegenüber dem 12-Megapixel-Modus zwar die Artefakte zunehmen, aber auch die Detailschärfe. (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
  • Das Oneplus 7 Pro bildet trotz gleichem Bildsensor wesentlich weicher ab. (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
  • Auch bei schlechtem Licht macht das Red Magic 3 ausreichend gut belichtete Bilder. (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
  • Das Red Magic 3 von Nubia hat ein 6,65 Zoll großes Display. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Auf der Rückseite sind eine LED-Leiste und eine Lüfteröffnung zu erkennen. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Die einzelne Kamera verwendet Sonys IMX586-Sensor mit 48 Megapixeln. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Die LED-Leiste ist nur aktiv, wenn der Gaming-Modus angeschaltet ist oder eine Benachrichtigung eintrifft. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Links neben einer weiteren Lüfteröffnung ist eine der beiden Sensor-Schultertasten zu erkennen. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Das Red Magic 3 hat einen Klinkeneingang für Kopfhörer. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Der Gaming-Modus bietet in zahlreichen Apps ein kleines Seitenmenü. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Im Gaming-Modus werden Apps wie Spiele, aber auch Benchmark-Programme angezeigt. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Ist der Gaming-Modus aktiv, wird der Lüfter zugeschaltet. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Die Schultertasten können bei manchen Spielen hilfreich sein. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
Das Red Magic 3 von Nubia hat ein 6,65 Zoll großes Display. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)

Die Ränder des Red Magic 3 weisen einige Besonderheiten auf: Neben dem Einschalter und der Lautstärkewippe finden sich beispielsweise im rechten Rand Lüftungsschlitze. Das Smartphone hat einen eingebauten Lüfter, der im Gaming-Modus zugeschaltet werden kann. Je nach Einstellung kann sich der Lüfter automatisch anhand der Chiptemperatur einschalten und soll für Kühlung sorgen. Interessanterweise ist das Red Magic 3 mit maximal 9,5 mm nicht sonderlich dick; am Rand ist das Smartphone zudem etwas dünner. Was der eingebaute Lüfter in der Praxis bringt, schauen wir uns gleich an. Ebenfalls auf der rechten Seite befinden sich zwei Sensortasten, die beim Spielen als Schultertasten verwendet werden können.

In der linken Seite sind sieben Pogo-Pins verbaut, über die eine Docking-Station angeschlossen werden kann - diese liegt uns leider nicht zum Testen vor. Außerdem findet sich im oberen Bereich ein roter Schiebeschalter: Dieser öffnet das bereits erwähnte Game Center, ein speziell für Spiele gedachter Modus, der nicht nur die installierten Spiele übersichtlich auflistet, sondern auch diverse Einstellungsmöglichkeiten bietet.

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Eingebauter Lüfter und LED-Streifen 
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Unix_Linux 10. Jun 2019

Du hast keinen Grund genannt. Du hast nur das Wort MIUI geschrieben. Genauso könntest du...

Khabaal 07. Jun 2019

Also der Lüfter im Red Magic 3 ist ja sicherlich so überflüssig wie der Kropf am Hahn...

sadan 07. Jun 2019

Kommt drauf an. Ein panasonic cf19 ist im sommer echt ungut auf den knien. Zu warm. Wird...

Unix_Linux 06. Jun 2019

...wenn es dafür keine echten spiele gibt?

jayjay 06. Jun 2019

Oh ja ein Smartphone mit Lüfter, genau das wollte ich schon immer haben. Endlich staubt...


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