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Red Hat: Stratis 1.0 bringt XFS etwas näher an Btrfs und ZFS

Das Linux-Dateisystem XFS ist für den Enterprise-Einsatz gedacht. Im Vergleich zu Btrfs oder ZFS fehlen XFS jedoch einige Funktionen. Das Werkzeug Stratis von Red Hat bietet deshalb nun Snapshots und Storage-Pools für XFS an und ist in Version 1.0 verfügbar.

Artikel veröffentlicht am , Kristian Kißling/Linux Magazin/
Stratis soll das Dateisystem XFS um einige Funktionen erweitern.
Stratis soll das Dateisystem XFS um einige Funktionen erweitern. (Bild: DijutalTim/CC-BY 2.0)

Der Red-Hat-Entwickler Andy Grover hat in seinem Blog Stratis 1.0 angekündigt. Die Software ermöglicht es, Schnappschüsse und sogenannte Storage Pools für das XFS-Dateisystem zu erstellen. Beides sind Funktionen, die bisher zu den wichtigen Merkmalen der Dateisysteme Btrfs und ZFS zählen.

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Erst im vergangenen Jahr hat der Linux-Distributor Red Hat öffentlich angekündigt, die Unterstützung für das Dateisystem Btrfs offiziell einzustellen und sich stattdessen voll auf XFS zu fokussieren. Die in Eigenregie erstellte Datenträgerverwaltung Stratis soll dabei helfen.

Schnappschüsse und Storage-Pools verwendbar

Laut Ankündigung setzt Stratis 1.0 auf das Devicemapper-Subsystem von Linux sowie auf spezielle Konfigurationen für das XFS-Dateisystem. Über die Software sollen Admins das Dateisystem so verwenden können, wie sie es von Btrfs und ZFS kennen. Auf Systemen mit nur einer Festplatte werden dafür die Verzeichnisse /home und /usr komfortabel voneinander getrennt. Für beide können separate Schnappschüsse angelegt werden. In größeren Umgebungen ermöglicht es Stratis, einen Storage-Pool mit mehreren Festplatten und Anbindungen zu erzeugen, diesen zu überwachen und recht einfach zu verwalten.

Stratis bringt dafür den Daemon stratisd mit sowie das Kommandozeilenwerkzeug stratis-cli. Der Daemon verwaltet eine Kollektion von Blockgeräten und exportiert eine Dbus-API. Über das Kommandozeilentool können Admins mit dem Daemon kommunizieren. Die kommende Version 29 von Fedora soll die Version 1.0 von Stratis bereits beinhalten.

Hürden auf dem Weg zur stabilen Version

Grover und das Entwicklerteam haben an der in Rust geschriebenen Software zwei Jahre gearbeitet. In seinem Blogpost zählt er die Herausforderungen auf, die mit der Entwicklung von Stratis verbunden waren. So sollen die Metadatenformate auf der Festplatte und die Software-Algorithmen so gut es geht gegen Festplattenschäden und -überschreibungen schützen.

Diesen Teil zu entwickeln, habe viel Zeit gekostet. Daneben nennt Grover die Designdokumente als Hürde. Sie geben einen tiefergehenden Einblick in die Stratis-Architektur. Sie zu entwerfen, habe viel Zeit und Diskussion gekostet. Nicht zuletzt sei die Dbus-API anfangs eine Hürde gewesen, funktioniere aber dank einer guten Rust-Bibliothek inzwischen problemlos.

Stratis braucht noch weitere Funktionen

Stratis 1.0 sei ein Minimum Viable Product (MVP), einige Features fehlen also noch. Dazu gehören etwa ein Support für RAID und für Send- und Receive-Kommandos. Man wolle künftig weitere Devicemapper-Layer integrieren, aber auch zusätzliche Storage-APIs. Zudem will das Projekt die Flexibilität beim Ergänzen und Entfernen von Speichergeräten erhöhen, ohne das UI zu überfrachten.

Die Software steht über ein Github-Repository bereit. Um den Daemon selbst zu bauen, ist die Sprache Rust in Version 1.25 nötig sowie der Paketmanager Cargo. Auf der Projektwebseite von Stratis finden sich weitere Details zu Stratis.



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