Red Hat: RHEL 8 erscheint mit Appstreams und Basis-Image für alle

Version 8 von Red Hat Enterprise Linux (RHEL) ist verfügbar. Die Distribution nutzt erstmals die sogenannten Appstreams zum Verteilen der Pakete. Ein neues, frei verteilbares Basis-Image soll die Nutzung von Containern auch ohne Red-Hat-Abo vereinfachen.

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RHEL 8 ist nun allgemein verfügbar.
RHEL 8 ist nun allgemein verfügbar. (Bild: Red Hat)

Die Open-Source-Spezialisten von Red Hat haben Version 8 des gleichnamigen Enterprise Linux, kurz RHEL, veröffentlicht. Wie üblich enthält die neue Version einige Funktionen, die bereits seit längerem in Fedora benutzt werden, der maßgeblich von Red Hat unterstützten Community-Distribution. Das betrifft für RHEL 8 vor allem die sogenannten Application Streams oder Appstreams, die die Software-Verwaltung modularer gestalten sollen.

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Zusätzlich zu einem Basis-Betriebssystem, das wie bisher auf RPM-Paketen aufbaut, gibt es nun eine neue Art zum Verteilen von Anwendungen. Die Technik sei die nächste Generation der sogenannten Software Collections, bei denen bestimmte Software wie Programmiersprache oder Datenbanken in einem wesentlich schnelleren Rhythmus aktualisiert werden als der Rest des Systems, berichtet das Unternehmen. Nutzer haben so wesentlich leichter Zugriff aktuelle Anwendungen.

Als systemweite Neuerung unterstützt RHEL 8 nun standardmäßig OpenSSL 1.1.1 und damit auch TLS 1.3. Über Richtlinien, die systemweit über eine Eingabeaufforderung erstellt werden können, können Nutzer darüber hinaus kryptographische Standards festlegen, ohne dafür die Richtlinien einzelner Anwendungen anpassen zu müssen.

RHEL 8 unterstützt sowohl Java 8 als auch Java 11, die beide zurzeit noch im Rahmen der Langzeitpflege von der Community mit Updates versorgt werden. Die Linux-Distribution unterstützt außerdem sowohl Python 2 als auch Python 3 parallel zueinander. Der Distributor hat dabei darauf verzichtet, sich standardmäßig für eine der Python-Versionen zu entscheiden, so dass Nutzer diese Wahl selbst treffen müssen. Darüber hinaus verzichtet RHEL 8 auf den KDE-Desktop Plasma.

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Wie zu erwarten enthält RHEL 8 auch einige Werkzeuge, die den Umgang mit Containern erleichtern sollen. Dazu gehören etwa Buildah zum Erstellen von Container-Images, Podman zur Verwaltung von Containern, sowie Skopeo zum Auffinden und Verteilen der Container in entsprechenden Registrys. Als Vorteil dieser Werkzeuge führt Red Hat an, dass diese nicht als zentraler Daemon im System laufen.

Ebenfalls wenig überraschend enthält RHEL 8 das neue Storage-Werkzeug Stratis, das XFS etwas näher an die Funktionen von Btrfs und ZFS heranführen soll. Als wohl wichtigste Funktionen hat Stratis dafür Schnappschüsse und sogenannte Storage Pools.

Um RHEL 8 einfacher in Cloud-Umgebungen oder als Teil eines Anwendungscontainers zu verteilen, stellt Red Hat außerdem das sogenannte Universal Base Image (UBI) bereit, das frei verteilt werden darf - bisher stand dem die Lizenz des Red-Hat-Abos entgegen. Werden dieses Image und darauf aufbauende Container auf RHEL selbst oder auch auf Red Hats Containerplattform Openshift ausgeführt, erhalten Kunden auch für das UBI den gewohnten Support.

Weitere Neuerungen und Veränderungen finden sich in der Ankündigung im Red-Hat-Blog.

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