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Red Dead Redemption 2 im Test: Der Revolverhelden-Simulator

Reiten, prügeln, kochen, jagen, schießen, böse sein oder (relativ) brav: In Red Dead Redemption 2 gibt es enorme Möglichkeiten, sich als Revolverheld in einer wunderschönen Westernwelt auszuleben. Das Actionspiel von Rockstar Games ist ein großer Spaß - aber nicht ganz so gut wie GTA 5.

Artikel von veröffentlicht am
Artwork von Red Dead Redemption 2
Artwork von Red Dead Redemption 2 (Bild: Rockstar Games)

Arthur Morgan torkelt kurz, stolpert dann über seine eigenen Füße und fällt mit der Nase voran in eine riesige Pfütze voller Matsch. Der Mann ist fertig! Grund ist keine schiefgelaufene Schießerei, sondern eine wilde Feier im Saloon der Kleinstadt Valentine. Die ist nach den ersten paar Drinks irgendwie außer Kontrolle geraten: Wir als Arthur haben getanzt, gesungen, uns geprügelt und natürlich viel zu viel gesoffen. Jetzt bezahlen wir den Preis - mit dem Gesicht im Dreck.

Inhalt:
  1. Red Dead Redemption 2 im Test: Der Revolverhelden-Simulator
  2. Zu Fuß durch den Wilden Westen
  3. Verfügbarkeit und Fazit

In Red Dead Redemption 2 hilft bei einem derartigen Kater das Gleiche wie im echten Leben: lange ausschlafen, und dann was Gesundes und nicht zu Schweres essen. Wenn wir uns daran halten, sitzen wir als Arthur Morgen schon ein paar Minuten später wieder im Sattel und können Wölfe jagen, Postkutschen überfallen oder Schulden für unsere Banditenkollegen eintreiben.

Meistens haben wir - abgesehen von der relativ linearen Startphase - die Qual der Wahl, was wir als Nächstes tun. Im neusten Werk von Rockstar Games machen wir rund um das Jahr 1899 den Wilden Westen unsicher und erleben Abenteuer als Mitglied der Van-der-Linde-Gang. Das Spiel ist ein paar Jahren vor dem 2010 veröffentlichten ersten Red Dead Redemption angesiedelt. Dessen Hauptfigur John Marston gehört ebenfalls zu der Bande, eine herausgehobene Rolle hat er dort aber nicht.

Was die Handlung angeht, könnte der Unterschied zwischen dem ersten und dem nun veröffentlichten Red Dead Redemption 2 kaum größer sein. Der erste Teil fing sofort dramatisch an, im zweiten Teil baut sich die Spannung nur langsam auf - sehr viele Stunden lang ist gar nicht so richtig klar, um was es überhaupt geht. Marston im ersten Teil war Einzelkämpfer, als Arthur Morgan befinden wir uns nun oft in Begleitung von Kameraden, jedenfalls in den Missionen der rund 65 bis 70 Stunden langen Kampagne.

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Außerdem haben wir mit dem Camp immer eine zentrale Anlaufstelle, zu der wir jederzeit zurückkehren können, um Munition oder andere Vorräte aufzufüllen. Das ist wichtig in Red Dead Redemption 2, denn zur Genesung nach einer Schießerei reicht es nicht, ein paar Medipacks einzuwerfen. Stattdessen müssen wir wichtige Vitalfunktionen im Auge behalten - nicht nur die von uns, sondern auch die von unserem Pferd.

  • Vor dem Überfall auf eine Farm kundschaften wir das Gelände aus. (Bild: Rockstar Games/Screenshot: Golem.de)
  • Bei derartigen Minispielen können wir unser Geldvorräte aufstocken - oder alles verlieren. (Bild: Rockstar Games/Screenshot: Golem.de)
  • Im Waffenrad wählen wir Revolver, Gewehr oder sonstige Ausrüstung. (Bild: Rockstar Games/Screenshot: Golem.de)
  • Nach einem Bad sind Passanten netter zu uns. (Bild: Rockstar Games/Screenshot: Golem.de)
  • Es gibt auch Pferde-Tuning - unterschiedliche Sättel und Zaumzeug haben Auswirkungen auf Geschwindigkeit und andere Werte. (Bild: Rockstar Games/Screenshot: Golem.de)
  • Wahlweise können wir grundsätzlich in der Ich-Perspektive spielen. (Bild: Rockstar Games/Screenshot: Golem.de)
  • Der Barbier schneidet Haare - die dann erst allmählich wieder nachwachsen. (Bild: Rockstar Games/Screenshot: Golem.de)
  • Unser Camp können wir durch die Einnahmen in der Gemeinschaftskasse ausbauen. (Bild: Rockstar Games/Screenshot: Golem.de)
  • Mit dem Fernglas suchen wir ein Haus ab, um dort einzubrechen. (Bild: Rockstar Games/Screenshot: Golem.de)
  • Am Lager erholen wir uns für neue Abenteuer. (Bild: Rockstar Games/Screenshot: Golem.de)
  • Auch Kutschfahrten gehören zur Welt von Red Dead Redemption 2. (Bild: Rockstar Games/Screenshot: Golem.de)
  • Auf einer Karte ist ein Schatz eingezeichnet - den sich Arthur natürlich schnappt. (Bild: Rockstar Games/Screenshot: Golem.de)
  • Auf einer Eisenbahnbrücke müssen wir ein Drama verhindern. (Bild: Rockstar Games/Screenshot: Golem.de)
  • Am Postschalter können wir unseren eigenen Steckbrief annullieren. (Bild: Rockstar Games/Screenshot: Golem.de)
  • Den Spielstand können wir (fast) jederzeit manuell sichern und laden. (Bild: Rockstar Games/Screenshot: Golem.de)
Vor dem Überfall auf eine Farm kundschaften wir das Gelände aus. (Bild: Rockstar Games/Screenshot: Golem.de)

Wir möchte uns hier nicht in den Einzelheiten verlieren, nur soviel: Als Arthur Morgan können und müssen wir sehr viel Zeit damit verbringen, um auf die Herausforderungen des Wilden Westens vorbereitet zu sein. Wir müssen Gesundheit und Ausdauer im Auge behalten und gegebenenfalls die richtigen Medikamente schlucken. Wir sollten nicht nur halbwegs schick angezogen sein - dann reagieren Passanten wesentlich freundlicher auf uns. Wir sollten vor aber auch nicht in einer dicken Pelzjacke stecken, wenn wir durch einen sonnenüberflutete Wüstenabschnitt galoppieren, weil uns das spürbar schwächt.

Und galoppieren sollten wir in der Wüste am besten auch nicht, weil unser Pferd kein Sportauto ist und entsprechend nur über einen begrenzten Vorrat an Kraft verfügt. Immerhin: Wenn wir den Gaul ordentlich pflegen und er eine stabile Verbindung zu uns aufgebaut hat, hält er uns zuliebe etwas länger durch.

Der - natürlich nur im Ansatz simulierte - harte Heldenalltag hält aber noch weitere Herausforderungen für uns bereit. Auch hier könnten wir fast zu viele hübsche Geschichten erzählen, deshalb exemplarisch: Wenn draußen in der Pampa aus irgendwelchen Gründen das Pferd verschwindet, können wir es anders als in Assassin's Creed nicht einfach mit einem Pfeifen herbeirufen. In Red Dead Redemption 2 funktioniert dieser Befehl nur auf kurze Distanz. Das bedeutet unter Umständen einen langen Fußmarsch und das Hoffen darauf, dass wir entweder zu einem Bahnhof gelangen und dort bald ein Zug abfährt, oder dass wir den Klepper eines armen Farmers klauen können.

Zu Fuß durch den Wilden Westen 
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Lors 31. Okt 2018

ich bin mir ziemlich sicher, dass man aus der nummer ohne kopfgeld bzw. wahrscheinlich...

capprice 30. Okt 2018

Kann ich dem Pferd auch sagen dass es mir nicht folgen soll, sondern einfach kommt wenn...

capprice 30. Okt 2018

Haha, ich hatte eigentlich erwartet dass ich von jemandem überrascht werde, hab ich dann...

Labbm 29. Okt 2018

Englisch mit englischen untertiteln ist aber auch nicht unbedingt besser, da doch...

Labbm 29. Okt 2018

Stimmt, an manchen Stellen, und grade in Missionen versagt die Steuerung oft echt böse...


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