Zu Fuß durch den Wilden Westen

Wer sich jetzt fragt, ob das Spaß macht: Und wie! Ein Grund dafür ist, dass wir so gut wie immer in einer fantastisch schönen und glaubwürdigen Welt unterwegs sind. Anfangs stapfen wir durch Schnee in den Bergen der östlichen Grizzlies, dann reiten wir über die grasbedeckten Ebenen und Hügel des Heartlands, gelangen in von Alligatoren bevölkerte Sümpfe, erkunden später die Stadt Saint Denis im Südosten bis hin zum staubtrockenen Grenzland im Südwesten.

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Spaß macht das aber auch, weil wir uns relativ frei austoben können. Klar, in den meisten Missionskampagnen gibt es vorgegebene Ziele, die wir erreichen müssen - eine Person finden, jemanden erschießen oder retten, eine Bank überfallen oder ein bestimmtes Tier erlegen. Davon abgesehen können wir mit den Passanten im Spiel aber auf ganz unterschiedliche Art umgehen.

Viele NPCs - zum Glück längst nicht alle! - können wir mit der linken Triggertaste ansprechen und dann erst mal freundlich grüßen oder sie stinkig anblaffen. Wenn die Situation dann eskaliert, können wir die Sache mit einer relativ fairen Prügelei austragen. Oder wir greifen zum Revolver und schießen unser Gegenüber einfach über den Haufen. Wenn wir dann auch noch wie ein Halunke angezogen sind und seit Tagen nicht gebadet haben (das geht wirklich), rutscht unser Ruf - der auf eine Skala einblendbar ist - relativ schnell in den Keller. Das hat übrigens auch Auswirkungen auf die Kill-Cam, die "bösen" Spielern besondere Treffer in Zeitlupe mit wesentlich brutaleren Animationen zeigt.

Die Kämpfe erinnern an GTA 5 und den Vorgänger: Gegner ins Fadenkreuz nehmen und dann möglichst schneller schießen als er. Im Detail wurde die Steuerung aber noch verfeinert, so dass sie sich etwas runder anfühlt. Es gibt lediglich einen Schwierigkeitsgrad, aber durch das Herunterschrauben der Zielaufschaltung (per linkem Trigger) können wir die Herausforderung beim Anvisieren stufenlos erhöhen.

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Die KI der Opponenten macht einen soliden Eindruck - größere Aussetzter haben wir nicht erlebt, aber auch keine ganz überraschenden Manöver. Wichtig: Mit dem ausbaubaren Dead-Eye-System können wir vorübergehend in einen Zeitlupenmodus umschalten, Schüsse aufreihen und später sogar einzelne Organe treffen. Klingt makaber, ist aber gut umgesetzt.

Eine tragende Spielspaßsäule ist die Vielzahl von kleinen und großen Entdeckungen, die wir als Arthur Morgan selbst machen können - ohne dass uns das Programm mit der Nase darauf stößt. Wir können Schätze finden und so die eigene und die Kasse der Gang füllen, neue Rezepte zum Verbessern von Fähigkeiten erstellen, das Camp nach und nach verbessern und mit anderen Gangmitgliedern Beziehungen aufbauen, sodass uns die gar nicht mal so üblen Damen und Herren (die sich tatsächlich ganz formell mit Nachnamen anreden) in brenzligen Situationen helfen.

  • Vor dem Überfall auf eine Farm kundschaften wir das Gelände aus. (Bild: Rockstar Games/Screenshot: Golem.de)
  • Bei derartigen Minispielen können wir unser Geldvorräte aufstocken - oder alles verlieren. (Bild: Rockstar Games/Screenshot: Golem.de)
  • Im Waffenrad wählen wir Revolver, Gewehr oder sonstige Ausrüstung. (Bild: Rockstar Games/Screenshot: Golem.de)
  • Nach einem Bad sind Passanten netter zu uns. (Bild: Rockstar Games/Screenshot: Golem.de)
  • Es gibt auch Pferde-Tuning - unterschiedliche Sättel und Zaumzeug haben Auswirkungen auf Geschwindigkeit und andere Werte. (Bild: Rockstar Games/Screenshot: Golem.de)
  • Wahlweise können wir grundsätzlich in der Ich-Perspektive spielen. (Bild: Rockstar Games/Screenshot: Golem.de)
  • Der Barbier schneidet Haare - die dann erst allmählich wieder nachwachsen. (Bild: Rockstar Games/Screenshot: Golem.de)
  • Unser Camp können wir durch die Einnahmen in der Gemeinschaftskasse ausbauen. (Bild: Rockstar Games/Screenshot: Golem.de)
  • Mit dem Fernglas suchen wir ein Haus ab, um dort einzubrechen. (Bild: Rockstar Games/Screenshot: Golem.de)
  • Am Lager erholen wir uns für neue Abenteuer. (Bild: Rockstar Games/Screenshot: Golem.de)
  • Auch Kutschfahrten gehören zur Welt von Red Dead Redemption 2. (Bild: Rockstar Games/Screenshot: Golem.de)
  • Auf einer Karte ist ein Schatz eingezeichnet - den sich Arthur natürlich schnappt. (Bild: Rockstar Games/Screenshot: Golem.de)
  • Auf einer Eisenbahnbrücke müssen wir ein Drama verhindern. (Bild: Rockstar Games/Screenshot: Golem.de)
  • Am Postschalter können wir unseren eigenen Steckbrief annullieren. (Bild: Rockstar Games/Screenshot: Golem.de)
  • Den Spielstand können wir (fast) jederzeit manuell sichern und laden. (Bild: Rockstar Games/Screenshot: Golem.de)
Wahlweise können wir grundsätzlich in der Ich-Perspektive spielen. (Bild: Rockstar Games/Screenshot: Golem.de)

Die Mischung aus Freiheit, Massen an Entdeckungen und immer interessanterer Haupthandlung funktioniert in Red Dead Redemption 2 richtig gut - fühlt sich aber etwas anstrengender an als im Vorgänger oder in GTA 5. In einem Punkt hat das neue Spiel von Rockstar Games allerdings klar Vorteile: Es sieht noch mal deutlich besser aus als die Abenteuer rund um Los Santos. Der Wilde Westen mit seiner tollen Weitsicht, den wunderschönen Tag- und Nachtwechseln, den bis ins kleinste Detail ausgearbeiteten Animationen und den vielen stimmungsvollen Zwischensequenzen ist grafisch eine Wucht!

Zum Test lag Golem.de nur die Version für die Playstation 4 vor. Die Konsole berechnet nach unserem Wissensstand das Bild nativ in 1080p (1.920 x 1.080 Pixel) und mit einer Bildrate von 30 fps - übrigens haben wir tatsächlich an keiner Stelle Einbrüche oder gar Ruckler bemerkt. Auf der PS4 Pro gibt es keine Einstellmöglichkeit für höhere Grafikauflösungen oder eine bessere Bildrate, stattdessen passt sich das Spiel schlicht den vorgegebenen Einstellungen von Konsole und Monitor an.

Auf 4K-Geräten dürfte das Programm also eine Auflösung von 3.840 x 2.160 Pixeln verwenden, die allerdings per Checkerboard-Rendering hochskaliert wird - tatsächlich berechnet werden nur 1.920 x 2.160 Pixel. Das klingt nach einer Einschränkung, aber tatsächlich sieht das Bild auch auf sehr großen Monitoren und selbst aus der Nähe noch beeindruckend gut aus. Eigentlich ist die Xbox One X leistungsstark genug, um die UHD-Auflösung nativ berechnen zu können, und Microsoft hat unter anderen in einer Übersichtsliste eine entsprechende Andeutung gemacht - letztlich bestätigt ist es aber nicht.

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 Red Dead Redemption 2 im Test: Der Revolverhelden-SimulatorVerfügbarkeit und Fazit 
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Lors 31. Okt 2018

ich bin mir ziemlich sicher, dass man aus der nummer ohne kopfgeld bzw. wahrscheinlich...

capprice 30. Okt 2018

Kann ich dem Pferd auch sagen dass es mir nicht folgen soll, sondern einfach kommt wenn...

capprice 30. Okt 2018

Haha, ich hatte eigentlich erwartet dass ich von jemandem überrascht werde, hab ich dann...

Labbm 29. Okt 2018

Englisch mit englischen untertiteln ist aber auch nicht unbedingt besser, da doch...

Labbm 29. Okt 2018

Stimmt, an manchen Stellen, und grade in Missionen versagt die Steuerung oft echt böse...



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