Recycling: Müslischale auf vier Rädern

Umweltfreundlich werden Autos wohl nie sein. Doch der Schaden lässt sich begrenzen, wie neue Entwicklungen zeigen. Vom Antrieb über die Produktionsprozesse bis zum Anbauort der verbauten Ökorohstoffe durchleuchtet die Industrie mittlerweile die gesamte Kette.

Ein Bericht von Daniel Hautmann veröffentlicht am
BMW i3: Verkleidung aus Kenaf, Sitzbezüge aus Schurwolle, Armaturenbrettelemente aus Eukalyptusholz
BMW i3: Verkleidung aus Kenaf, Sitzbezüge aus Schurwolle, Armaturenbrettelemente aus Eukalyptusholz (Bild: Werner Pluta/Golem.de)

Kapok. Ananas. Kenaf. Hanf. Eukalyptus. Klingt fast nach einer kerngesunden Müslimischung? Denkste! Diese - zum Teil ungenießbaren - Naturmaterialien stecken in immer mehr Autos. Sie zieren Armaturenbretter, verkleiden Türen, bespannen Sitze oder bringen Karosserien in Form. Vieles spricht für den Einsatz nachwachsender Rohstoffe: Sie haben meist eine bessere Kohlendioxid-Bilanz (CO2) als Blech, Kunststoff und Co, sie sind leichter und besser zu recyceln. Viele sind zudem unendlich verfügbar und haben gute Verarbeitungs- und Crasheigenschaften. Für Volker Quaschning, Ingenieur und Energieexperte, führt am Einsatz solcher Ökowerkstoffe kein Weg vorbei: "Wenn wir den Klimaschutz ernst nehmen, müssen wir Kunststoffe ersetzen", sagt er.


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